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Archiv Nachrichten

Hier finden Sie ältere Nachrichten, die in den letzten 12 Monaten auf unserer Startseite standen.
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18.07.2019

Naturforschung zum Mitmachen: Distelfalter melden
Der NABU und sein Partner naturgucker.de wollen den spektakulären Einflug nutzen, um mehr Informationen über die Falter zu gewinnen. Insektenfreudinnen und Insektenfreunde sind aufgerufen, ihre Distelfaltersichtungen zu melden, seien es Zufallsbegegnungen oder gezielte Nachsuche. So wird man nicht nur Zeuge eines faszinierenden Naturschauspiels, sondern hilft auch mit, es zu dokumentieren. ▶ Distelfalter auf Deutschlandtour

Braune Hundezecke gesucht: Uni Hohenheim forscht an eingewanderter Zeckenart
Warmes Klima und Wohnungen ideal für die Braune Hundezecke / Zecken-Expertin bittet um Zusendung auffälliger Zeckenfunde
http://idw-online.de/de/news718780

Fischaufstiegsanlagen auf dem Prüfstand
Die BfG entwickelt einen neuen Methodenstandard zur Bewertung der biologischen Funktion von Fischwanderhilfen.
http://idw-online.de/de/news718628

Handelsabkommen verlagern die Umweltbelastung nur bedingt in ärmere Länder
Führt die Liberalisierung des Handels zur Auslagerung der Umweltverschmutzung von Industrieländern in ärmere Länder? Dieser Fragestellung gingen Forschende der ETH Zürich unter der Leitung von Thomas Bernauer nach. Insbesondere analysierten sie, ob und wie der Handel über Freihandelsabkommen die Verlagerung von Umweltbelastungen aus den Industrieländern auf ärmere Länder begünstigt.
http://idw-online.de/de/news718682

Kein Golfplatz auf der Schuderbachswiese! (Achtung: Termin 08.07.)
Nach dem Willen der Thüringer Landesregierung soll auf der nach einem Gutachten der TLUG artenreichsten und besterhaltenen Bergwiese Thüringens und wahrscheinlich auch der deutschen Mittelgebirge, der Schuderbachswiese bei Oberhof, ein Golfplatz errichtet werden. Der Arbeitskreis Heimische Orchideen Thüringen hat eine Petition gestartet und bittet um Unterstützung. Mehr beim ▶ AHO Thüringen oder beim ▶ NABU Thüringen

11.07.2019

(K)ein Platz für Wölfe?
Wölfe lösen beim Menschen gleichermaßen Angst und Faszination aus. Das Raubtier wird bei Nutztierhaltern, Jägern, Naturschützern und Politikern kontrovers diskutiert. Michelle Müller hat sich in ihrer Masterarbeit mit den Habitat-Ansprüchen sowie dem Konfliktpotenzial der Wölfe beschäftigt. Im Magazin "Forschung Frankfurt" zeigt sie Lösungsansätze auf.
http://idw-online.de/de/news718162

Polarfuchs unternimmt epische Reise
Polarfüchse sind auf dem Meereis zu Hause. Dennoch bringt die ausgedehnte Wanderung eines Jungtiers über tausende Kilometer Biologen zum Staunen. ▶ Mehr

Invasive Arten: Katzen futtern Australiens Säugetiere auf
Australien hat in der jüngeren Vergangenheit so viele einheimische Säugetiere verloren wie kein anderes Land. Einer der Hauptschuldigen: hungrige Katzen. ▶ Mehr

Verhalten: Können Tiere trauern?
Affenmütter tragen ihr totes Kind, Krähen scharen sich um verblichene Artgenossen. Ist das wirklich Trauer - oder steckt etwas anderes hinter diesem Verhalten? ▶ Mehr

Invasion der Distelfalter
Am 21. März 2019, als hierzulande der Winter in den letzten Zügen lag, berichtete die Times of Israel vom Einflug von vielen Millionen Distelfaltern (Vanessa cardui). Ähnliche Meldungen kamen aus dem Libanon und kurze Zeit später aus Zypern. Damit erschien es möglich, dass in diesem Jahr auch Europa mit einer Masseneinwanderung der Art würde rechnen können. Und tatsächlich: Seit Ende Mai geht es Schlag auf Schlag. ▶ Mehr

Eine unglaubliche Geschichte: Amsel füttert Blaumeisen
Rolf Semmelrodt berichtet auf naturwerke.net: In einer Zeit, in der wir mit Fake News konfrontiert werden, wird hier eine wahre Geschichte erzählt. Sie würden es nicht glauben, wenn ich diese nicht mit Bildern und den dazugehörigen Texten glaubhaft machen könnte. ▶ Mehr

Neuer Windatlas für Europa fertiggestellt
Wissenschaftler*innen aus ganz Europa haben im Forschungsprojekt NEWA den Neuen Europäischen Windatlas fertiggestellt. ▶ http://idw-online.de/de/news718584

Landwirtschaft - Künftige Gefahren für die Biodiversität
Die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion bedroht vor allem den Artenreichtum in den Tropen. Eine neue Studie zeigt, welche Folgen die Ausweitung oder Intensivierung von Ackerbau auf globale Agrarmärkte und Biodiversität hat. ▶ http://idw-online.de/de/news718323

04.07.2019

Von sexy Blüten und fliegenden Zustellern
Damit sich keine Gehölze ansiedeln, müssen die Moorflächen im Federseeried regelmäßig gemäht werden. Von einer späten Mahd profitieren nicht nur die Pflanzen und ihre Bestäuber – auch am Boden brütende Vögel können dann gefahrlos ihre Jungen aufziehen.
Schwäbische Zeitung

Gefiederte Glücksboten nisten unterm Schuldach
Der NABU weist mit dem Projekt "Schwalbenfreundliches Haus" seit elf Jahren auf die Nöte der Schwalben in Baden-Württemberg hin. Das leise schwätzende Gezwitscher von Mehlschwalben erklingt nun bereits seit sechs Jahren unterm Dach der IB Beruflichen Schulen in Böblingen. Dort nisten die Glücksboten in eigenen Naturnestern. ▶ Mehr

Honigbienen-Parasit Varroa-Milbe wird auch Wildbienen gefährlich
Ein Forscherteam um die Ulmer Professorin Lena Wilfert hat herausgefunden, dass ein wichtiger Parasit der Honigbiene, die Varroa-Milbe, auch für Wildbienen wie Hummeln gefährlich werden kann. Und das, obwohl die Milben die Wildbienen gar nicht befallen. Der Grund: die Milben kurbeln die Übertragung des Flügeldeformationsvirus an, der dann im gemeinsam geteilten Lebensraum von den Bienen auf die Hummeln übertragen wird. Für die Studie, die in der Fachzeitschrift Ecology Letters veröffentlicht wurde, haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem natürlichen Experiment die Ausbreitungswege erforscht.
http://idw-online.de/de/news717583

Luchse in der Türkei: Probensammlung liefert Erkenntnisse
Über den Kaukasischen Luchs (Lynx lynx dinniki) ist sehr wenig bekannt. Es ist eine Unterart des Eurasischen Luchses, die in der Türkei, dem Kaukasus und dem Iran vorkommt. Um grundlegende Daten zur genetischen Vielfalt und zum Verhalten zu gewinnen, sammelten Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) mehrere Jahre lang Luchs-Proben in Anatolien und analysierten diese. Die Ergebnisse demonstrierten eine unerwartet hohe genetische Vielfalt der anatolischen Luchse und lieferten trotz der räumlichen Isolation wenig Hinweise auf Inzucht. ▶ http://idw-online.de/de/news717572

Kragenechse prahlt durch Kiemenrecycling
Kragenechsen haben etwas, mit dem andere Echsen nicht angeben können. Es wächst ihnen nur, weil in der Embryonalentwicklung etwas hakt. ▶ Mehr

Robben röhren "Morgen kommt der Weihnachtsmann"
Robben können nicht nur singen - sie können uns auch etwas nachsingen, demonstrieren schottische Zoologen. Das klingt nicht mal schlechter als ein betrunkener Nikolaus. ▶ Mehr

Einigung im Fall Hermann-Hesse-Bahn
Der NABU Baden-Württemberg und der Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn haben am 03.06.2019 in Calw mit einem Vertrag den Weg geebnet zur Reaktivierung und zum Teilausbau des Schienenprojekts bei gleichzeitigem Schutz der Fledermauspopulation. ▶ Mehr

Wildpflanzen als Ergänzung zu Biogas-Mais
Lehrfilm "Biodiversität für Biogasanlagen zum Download
Über eineinhalb Jahre hinweg begleitete das NABU-Projekt "Biodiversität für Biogasanlagen" die Aussaat und Ernte von mehrjährigen Wildpflanzenmischungen. Landwirte und Fachleute stellen Vorteile und Herausforderungen der nachhaltigen Energiequelle vor. ▶ Mehr

Fairpächter gesucht
Immer mehr Landeigentümer, Privatleute sowie Kirchen und Kommunen setzen sich für die Artenvielfalt ein. Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe unterstützt dieses Engagement jetzt mit einem kostenlosen Beratungs- und Informationsangebot. ▶ Mehr

Dreist gelogen: Verbrauchertäuschung in der Auto-Werbung
Um ihre Spritschlucker und Schadstoffschleudern in ein besseres Licht zu rücken, schrecken Autohersteller vor Betrug nicht zurück. Für Kund*innen sind die falschen Werbeaussagen jedoch schwer zu enttarnen. Deshalb beobachtet die Deutsche Umwelthilfe den Markt. ▶ Mehr

Kohlendioxid erreicht neuen Monatshöchststand
Noch nie seit Beginn moderner Aufzeichnungen hat man in einem Monat mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre gemessen als im Mai 2019. Die Menschheit bleibt ihrem Weg treu. ▶ Mehr

DPG erneuert Warnung vor Folgen durch den menschengemachten Klimawandel
Bereits vor über vier Jahrzehnten warnte die Deutsche Physikalische Gesellschaft vor den Gefahren des menschengemachten Klimawandels. Vor der Bonner Climate Change Conference erneuert die DPG nun ihren Appell, alles zu tun, um den daraus resultierenden zusätzlichen Treibhauseffekt auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. ▶ http://idw-online.de/de/news717226

27.06.2019

Mondlandschaft auf Expansionskurs
Streit um den Plettenberg: Der Schutz von Flora und Fauna steht gegen den Abbau von Kalkstein durch den Zementkonzern Holcim. Die Stadt Balingen kämpft für den Erhalt ihres Hausbergs, unterstützt von Natur- und Umweltschützern. Der Journalist Jürgen Lessat widmet dem Thema einen großen Artikel in der ▶ Wochenzeitung Kontext

SWR-Beitrag "Die Schwalben und ihr Beschützer"
Die kleinen Flugkünstler sind auf dem Rückzug. NABU-Schwalbenbeauftragter Rudi Apel setzt sich für die bedrohten Vögel ein und zeigt uns, was wir Gutes für sie tun können. Ein wirklich toller Beitrag über die grandiose Arbeit von Rudi Apel (NABU Görwihl) und Heinz Breithaupt (NABU Offenburg)! ▶ Jetzt anschauen

Manfred Mistkäfers Jahresthema 2019: Insekten - klein aber oho!
Manfred Mistkäfer ist von Beruf Naturforscher und immer unterwegs in der Natur. Das ist ganz schön spannend – jeden Tag entdeckt er etwas Neues. Du bist zwischen 8 und 12 Jahren alt und willst die Natur auch ganz genau unter die Lupe nehmen? Dann leg los und mach mit beim Naturtagebuch-Wettbewerb! Alle wichtigen Infos und Tipps rund um den Wettbewerb findest du auf ▶ dieser Seite.

Bienenwolf bekämpft Schimmel mit Gas
Regensburger Biologen entdecken in Zusammenarbeit mit Mainzer und Jenaer Wissenschaftlern, dass die Eier der Wespenart Europäischer Bienenwolf Stickstoffmonoxid produzieren. Damit können sie verhindern, dass die Larvennahrung in den warmen und feuchten Brutzellen verschimmelt. Die Studie wurde nun in der Fachzeitschrift eLife publiziert.
http://idw-online.de/de/news717269

Tropische Zecken: Neu eingewanderte Art überwintert erstmals in Deutschland
Tropische Hyalomma-Zecke wieder in Deutschland gesichtet / Team der Uni Hohenheim und des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr meldet sechs neue Funde erstmals in diesem Jahr in Deutschland. ▶ http://idw-online.de/de/news717200

Ein Doppelschlag hinter dem Bienensterben?
Weder Parasitenbefall noch Insektengift allein lassen weltweit die Bienenkolonien eingehen, sagen Schweizer Forscher. Schuld sei vielmehr die Kombination aus beiden. ▶ Mehr

Forschungsprojekt zum Insektenschwund in Naturschutzgebieten startet
Gemeinsam mit dem NABU und weiteren Partnern startet das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) ein Projekt, das dem Insektenrückgang auf den Grund gehen und die Basis für wirksame Gegenmaßnahmen schaffen möchte. Im Fokus stehen fliegende Insekten in Naturschutzgebieten. Das IÖR steuert insbesondere umfassende Raumanalysen bei.
http://idw-online.de/de/news716100

NABU: Bundesweites Projekt zum Fledermausschutz im Wald startet
Die Hälfte der 27 in Deutschland nachgewiesenen Arten sind vom Aussterben bedroht oder gefährdet. Deswegen engagieren wir uns als NABU-Landesverband in einem bundesweiten Projekt für den Schutz und die Förderung der Mopsfledermaus. ▶ Bericht

Transparenz und Qualität bei der Planung von Bauvorhaben
Die baden-württembergischen Landesverbände von BUND, NABU, LNV, Bundesverband WindEnergie (BWE-LV BW) und dem Berufsverband Landschaftsökologie (BVDL) haben einen gemeinsam Kriterienkatalog für eine gute gutachterliche Praxis vorgestellt. Dieser soll dazu beitragen, bei größeren Planungen, wie dem Bau von Windenergieanlagen oder Straßen, die Qualität der dafür benötigten Artenschutzgutachten durch mehr Transparenz und einheitliche Methodenstandards sicherzustellen. ▶ Mehr

Forscherteam deckt Stärken und Schwächen von Waldschutz-Konzepten auf
Naturschutz im Wald steht im Spannungsfeld verschiedener Schwerpunktsetzungen und Interessenlagen von Forstwirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Naturschutzorganisationen. Dabei entsteht in der Öffentlichkeit oft ein Eindruck von Uneinigkeit hinsichtlich der Ziele und Maßnahmen im Waldnaturschutz. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen, der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen sowie der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt haben ein System entwickelt, mit dem Naturschutzziele verglichen werden können. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature Conservation erschienen. ▶ http://idw-online.de/de/news716981

Kohleausstieg: Nur mit CO2-Preis hilft er wirklich dem Klima
Der Plan für den deutschen Kohleausstieg bis 2038 bietet keine Sicherheit, dass der Ausstoß des Treibhausgases CO2 unter dem Strich wirklich sinkt. Im Gegenteil könnten der Ausstieg die Emissionen durch die komplizierten Mechanismen im Europäischen Emissionshandel sogar noch steigen lassen, wie ein Team von Forschern in einer neuen Analyse zeigt. Damit der Kohleausstieg wirklich etwas bringt für die Stabilisierung unseres Klimas, muss er kombiniert werden mit einem Mindestpreis auf CO2 oder der Löschung von Emissionszertifikaten.
http://idw-online.de/de/news716775

13.06.2019

Wildbienenschutz heißt Lebensraumschutz
Anlässlich der Fortbildungsveranstaltung für Naturschutzwarte am vergangenen Samstag erläuterte der renommierte Wildbienexperte Paul Westrich aus Tübingen anhand vieler anschaulicher Beispiele, auf welchen Grundlagen ein wirksamer Wildbienenschutz erfolgen müsse. In einem Teil seines Vortrags ging er auch auf die zwar gut gemeinten, jedoch häufig falsch produzierten Nisthilfen und "Wildbienenhotels" ein. Was man hierbei zwingend beachten muss, ist sehr klar und nachvollziehbar auf seiner lesenswerten Website erläutert. Das Thema "Verbesserung der Nistmöglichkeiten" wird ab hier dargestellt: ▶ https://www.wildbienen.info/artenschutz/nisthilfen_01.php.

Warum sterben gerade so viele Grauwale?
Mehr als 70 Grauwale sind in den vergangenen Wochen vor der Westküste der USA gestorben. Es spricht einiges dafür, dass Veränderungen im Zuge des Klimawandels die Ursache sind. ▶ Mehr

Ameisen retten Artgenossinnen aus Spinnennetz
Eine südkalifornische Ameisenart eilt zu Hilfe, wenn sich Nahrungssammlerinnen in einem Spinnennetz verfangen haben - sehr zur Überraschung von Biologen. ▶ Mehr

Opfert die Korallenriffe nicht der Kreuzfahrtindustrie
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Die Karibik - wer denkt da nicht an blütenweiße Sandstrände, kristallklares Wasser und atemberaubende Korallenriffe. Kein Wunder, dass die Caymaninseln ein Traumziel für Taucher sind. Der Name "Eden Rock" für das berühmteste Riff vor der Hauptstadt George Town ist keinesfalls übertrieben.
Doch der Regierung scheint der Schatz egal. Sie plant in den Korallenriffen eine Landungsbrücke für Kreuzfahrtschiffe zu bauen. Dadurch sollen noch mehr Touristen angelockt werden. ▶ weitere Infos und eine Petition

Torffrei for future
Moore sind riesige Kohlenstoffsenken. Dennoch wird in Europa immer noch Torf abgebaut, um ihn als Gartenerde zu verkaufen. Das muss enden, fordert Daniel Lingenhöhl in seiner Kolumne. ▶ Mehr

Ausverkauf eines Kronjuwels
Der Grand Canyon ist einer der berühmtesten Nationalparks weltweit. Doch Klimawandel, Massentourismus und Uranabbau könnten ihn zu einer toten Kulisse verkümmern lassen. ▶ Mehr

06.06.2019

Volksbegehren Artenschutz - "Rettet die Bienen": Jede Stimme zählt!
Auch in Baden-Württemberg läuft (nach dem erfolgreichen Volksbegehren in Bayern), initiiert durch das Institut "ProBiene", ein Volksbegehren für den Artenschutz. Unterstützt wird dieses mehrstufige, aufwendige Verfahren u. a. von BUND und NABU. Im ersten Verfahrensschritt müssen 10 000 Stimmen für den Zulassungsantrag gesammelt werden. Für ein erfolgreiches ▶ Volksbegehren werden dann die Stimmen von 10% (!) der Wahlberechtigten in BW in den folgenden 6 Monaten benötigt. Auch die BUND RV Geschäftsstelle informiert ▶ hier über diese Aktion, sammelt Unterschriften bzw. gibt Formblätter aus.

Dominoeffekt beim Artensterben gefährdet Biodiversität zusätzlich
Die Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Pflanzenarten und ihren Bestäubern verstärken die negativen Effekte des Klimawandels. Wie UZH-Forschende zeigen, liegt die Gesamtzahl der vom Aussterben bedrohten Arten dadurch deutlich höher, als in bisherigen Modellen vorausgesagt.
http://idw-online.de/de/news716525

Millionen Vögel sterben bei Olivenernte
Eine spezielle Erntetechnik tötet unzählige Singvögel - um das Aroma der Oliven zu bewahren. Nun regt sich Widerstand gegen die Methode. ▶ Mehr

Wandernde Tiere und ihre Sinne
Amsel, Drossel, Fink und Star - und viele andere Tierarten auch - brechen immer wieder zu epischen Reisen auf. Wie finden sie ihren Weg? ▶ Mehr

Sind bald eine Million Arten ausgestorben?
Robert Trusch und die Deutsche Umwelthilfe bringen ein Update:
Eine Million Arten sind laut des kürzlich veröffentlichten UNO-Berichts in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vom Aussterben bedroht. Und wer ist laut Bericht dafür hauptverantwortlich? Die intensive Landwirtschaft. Erneut wird deutlich, warum wir unser Ziel noch lange nicht erreicht haben. Bitte schreibt jetzt eine Protestmail an die Landwirtschaftsministerin. ▶ Mehr

Gourmets bedrohen europäischen Singvogel
Fettammer gilt bei französischen Feinschmeckern als besonderer Genuss. Doch der Verzehr gefährdet den Ortolan in Westeuropa. ▶ Mehr

Toxisches Gold: Quecksilber verseucht den Regenwald
Rettet den Regenwald schreibt: Am Caqueta-Fluss in Kolumbien dröhnen Bulldozer und Saugpumpen. Tausende illegale Arbeiter schürfen in den Flusssedimenten nach Gold – und verseuchen die Regenwaldgebiete mit Quecksilber.
weitere Informationen und eine Petition

Erfolg! REWE verbannt Plastik bei Bio-Obst & Gemüse
Andrea Bandelow teilt über Change.org mit: REWE hat verkündet, bis Ende des Jahres ihr Bioobst und -gemüse plastikfrei zu verpacken und erste Erfolge sind schon in jeder Filiale sichtbar! ▶ Mehr

Kein Rechtsbruch für Bienengift
Campact teilt mit: Agrarministerin Klöckner hat 18 neue Ackergifte zugelassen, die unsere Bienen töten. Das Veto von Umweltministerin Schulze überging sie einfach – ein klarer Rechtsbruch! Über Hundert weitere Pestizide stehen schon auf der Warteliste. Damit sie die nicht auch noch durchwinkt, müssen wir jetzt schnell sein. ▶ Mehr

Pflanzensterben trifft uns alle: Diskussion zum Artensterben greift zu kurz
Dem am Montag vorgelegten Bericht des Weltbiodiversitätsrats zufolge sind eine Million Pflanzen- und Tierarten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vom Aussterben bedroht. "Doch die aktuelle mediale, politische und öffentliche Diskussion zum Thema Artensterben greift zu kurz!" gibt Thomas Borsch, Biologe und Direktor des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin der Freien Universität zu bedenken und fordert eine weiterreichende Diskussion zum Artensterben. ▶ http://idw-online.de/de/news715325

Tropical corals reflect ocean acidification
The limestone skeleton of tropical corals already shows changes in chemical composition due to the increase in CO2 in the atmosphere. This is shown by the study of an international team recently published in Nature Communications. ▶ More

Maturing eels break down their skeleton to fuel reproduction
To reach their spawning grounds in the Sargasso Sea, European eels migrate several thousand kilometers across the Atlantic Ocean. The fish undergo drastic changes on their way: they stop feeding, shrink their guts, and break down their skeletons to fuel reproduction. An international research team around Marko Freese, Larissa Rizzo, and Markus Brinkmann now discovered that this process also leads to the transfer of a number of potentially toxic metals – cadmium, copper, manganese, and mercury – from bones and soft tissues to the ovaries of gravid silver eels, suggesting that these metals might hamper the reproductive success of this critically endangered species. ▶ More

31.05.2019

Projektabschluss für "Kirchen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb"
Viele strahlende Gesichter gab es zum feierlichen Abschluss des Projekts „Kirchen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb – Entwicklungsräume für Mensch und Natur“ in Münsingen. Über eineinhalb Jahre hinweg hat der NABU gemeinsam mit Partnern geschaufelt und gebastelt: Es wurden 50 Nistkästen für Fledermäuse aufgehängt, 400 Sträucher, Rosenbüsche und Stauden gepflanzt, tausend Blumenzwiebeln gesteckt und vieles mehr. ▶ Bericht

Neue Baugebiete: Gewinn oder Verlust?
Die Wohnungsnot in den Ballungsgebieten hat dazu geführt, dass die Ausweisung neuer Bauflächen vom Gesetzgeber erleichter wurde, so dass neues Bauland auch außerhalb genehmigter Flächennutzungspläne zur Verfügung gestellt werden kann. Ausgerechnet auf dem Land hat das nun zu einer fast explosionsartigen Vermehrung klassischer Einfamilienhausgebiete geführt. Dabei möchten immer mehr Leute auch wissen, welche Folgekosten entstehen, wie viel ein neues Baugebiet kostet und welchen finanziellen Vorteil die Gemeinde daraus erwarten kann. ▶ Mehr

Käsenbachtal und Steinenberg werden vorerst nicht bebaut
Im neuen Masterplan des Uniklinikums Tübingen bleiben die Entwicklungsgebiete Sarchhalde und Steinenberg (vorerst) ohne Bebauung. Damit haben die ▶ BI Käsenbachtal und IG Steinenberg zunächst ihr Ziel zum Erhalt dieser wertvollen Natur- und Naherholungsräume erreicht. Nun geht es darum die beiden Gebiete auch mittel- und langfristig vor Bebauung zu schützen.

Ausgezirpt - Drastischer Biomasseverlust bei Zikaden in Deutschland
In der April- Ausgabe der vom Bundesamt für Naturschutz herausgegebenen Zeitschrift "Natur und Landschaft" stellen Senckenberg-Forschende einen drastischen Biomasseverlust bei Zikaden in Deutschland fest. Über einen Zeitraum von 40 bis 60 Jahren beträgt der Rückgang für Zikadenpopulationen auf Trockenrasen in Ostdeutschland 54 Prozent und liegt auf Feuchtgrünland in Niedersachsen sogar bei 78 Prozent. Das Team vermutet als Gründe die intensive Landwirtschaft inklusive der Pestizidanwendung und gibt konkrete Handlungsempfehlungen zum Schutz der Insekten. ▶ http://idw-online.de/de/news715722

Junge Tigerhaie fressen Singvögel
Der Nachwuchs von Tigerhaien hat sich eine überraschende Nahrungsquelle erschlossen: Vögel, die man auf dem Meer nicht erwarten würde. ▶ Mehr

Forschung: Wildlebende Rothirsche tragen zum Erhalt offener Landschaften bei
Ähnlich wie landwirtschaftliche Nutztiere, beispielsweise Rinder oder Schafe, können auch wildlebende Rothirsche, die in offenen Landschaften grasen, zum Erhalt geschützter Lebensräume beitragen. Dies konnte ein Forscherteam der Universität Göttingen und des Instituts für Wildbiologie Göttingen und Dresden zeigen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Journal of Applied Ecology erschienen. ▶ http://idw-online.de/de/news715342

Die unterschätzte Bedeutung von Nilpferdkot
Nilpferde fressen, verdauen und scheiden aus - alles in größerem Umfang. Ohne sie würde dem Ökosystem noch viele Kilometer flussabwärts etwas fehlen. ▶ Mehr

Hier piept's! Vögel spielerisch kennenlernen
Vögel, die beim Schlafen fliegen? Sowas gibt es doch nicht! Wer sein Vogelwissen trainiert, weiß es besser: Mauersegler zum Beispiel sind fast immer in der Luft – sie schlafen tatsächlich im Fliegen! Ihr wissenschaftlicher Name Apus apus lautet übersetzt Vogel "ohne Füße", denn Mauersegler betreten nur zum Brüten und zur Jungenaufzucht festen Boden.
Mehr Funfacts über Vögel beim NABU

NABU-Studie: So kann die Artenvielfalt auf Äckern und Wiesen gerettet werden
Auf Deutschlands Äckern und Wiesen wird es immer stiller. Doch das Artensterben kann gestoppt werden, sofern die EU-Agrarpolitik deutlich mehr Geld für den Naturschutz bereitstellt. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die der NABU-Bundesverband beim Institut für Agrarökologe und Biodiversität (ifab Mannheim) in Auftrag gegeben hat. ▶ Mehr

Wälder tragen weniger zum Klimaschutz bei als vermutet
Eine Studie mit Beteiligung der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL könnte ein Dämpfer für den Klimaschutz sein: Mit zunehmenden Temperaturen wachsen Bäume zwar schneller, sie sterben aber auch jünger. Dabei wird der in ihnen gespeicherte Kohlenstoff wieder in den Kohlenstoffkreislauf – und letztlich in die Atmosphäre – zurückgeführt.
http://idw-online.de/de/news715748

Agrarökologen plädieren für integrative Naturschutzkonzepte
In Naturschutz und Landwirtschaft gibt es zwei gegensätzliche Konzepte, wie eine hohe Artenvielfalt und eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion zu verbinden sei: Naturschutz soll in Produktionslandschaften integriert oder in Form von reinen Schutzgebieten segregiert werden, um auf den Produktionsflächen maximale Erträge zu ermöglichen. Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen plädieren für integrative Lösungsansätze, die Naturschutz und landwirtschaftliche Produktion in nachhaltig bewirtschafteten Agrarlandschaften vereinbaren. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift People and Nature erschienen.
http://idw-online.de/de/news715639

Feldversuch mit Neonicotinoiden: Honigbienen sind robuster als Hummeln
Das Insektengift Clothianidin wirkt im Freiland bei verschiedenen Bienenarten unterschiedlich: Während das Mittel keine nachweisbaren negativen Folgen für Honigbienen hat, stört es das Wachstum von Hummeln und bedroht das Überleben ganzer Völker. Beide Arten werden durch das Insektizid aber nicht anfälliger für Krankheiten, wie ein bislang weltweit einmaliger Feldversuch in Schweden zeigt. Über neue Erkenntnisse des Projekts berichtet ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften in der renommierten Fachzeitschrift "Nature Communications". ▶ http://idw-online.de/de/news714439

23.05.2019

Havelprojekt in Albstadt: Handys sammeln für den guten Zweck
Der NABU Albstadt hat im Zuge des Warentauschtags einen Infostand eingerichtet und sammelte Handys und Smartphone zugunsten des "Havelprojekts" des NABU: Vom Mobilfunkanbieter Telefónica erhält der NABU einen Obolus für jedes abgegebene Gerät, und dieses Geld fließt direkt in das Naturschutzprojekt Untere Havel. Die dortige Niederung ist das größte und bedeutsamste Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropa.
Zeitungsbericht
Übrigens: Die Handys gehen dann ans Naturschutzbüro zur Weiterleitung. Dort wird immer noch gesammelt und etliche Sammler bringen auch ihre Handys nach Balingen.

Hoffnungsschimmer für Tübinger Rebhühner
Sie sind noch nicht über den Berg. Doch die vom Aussterben bedrohten Rebhühner im Landkreis Tübingen haben in den vergangenen beiden Jahren einen ersten Schritt hin zu einer besseren Zukunft gemacht. Das NABU-Schutzprojekt im Landkreis hat in Zusammenarbeit mit Landwirtinnen und Landwirten zahlreiche Maßnahmen zur Unterstützung der seltenen bedrohten Feldvögel angestoßen und wird nun um ein weiteres Jahr fortgesetzt. ▶ Mehr

Wanderfalken auf dem Schwabenlandtower in Fellbach wurden beringt
Die Zeit der Beringung war für viele Wanderfalken-Küken im Ländle gekommen und so wurden auch die 4 Küken auf dem Schwabenlandtower in Fellbach fachmännisch beringt und einem generellen Gesundheitscheck unterzogen. Alle vier Küken sind gut genährt und bringen ein Gewicht zwischen 560 und 790 Gramm auf die Waage – interessant dabei: das leichteste Küken ist nicht das zuletzt geschlüpfte Tier sondern das einzige Männchen dieser Brut.
Bericht mit Filmchen

Größte Uferschwalbenkolonie in Baden-Württemberg
Unweit von Gaxhardt leuchtet weithin sichtbar eine backsteinfarbene, ca. 70 Meter breite Sandwand in der Feldflur. Es ist die Brutwand der seltenen Uferschwalben. Im Sommer ist gut zu sehen, dass die Wand wie ein Schweizer Käse durchlöchert ist. Ursache sind die Uferschwalben, die hier ihre rund 50 Zentimeter tiefen Brutröhren graben. Bis zu 400 Brutpaare kehren jedes Jahr Ende April und Anfang Mai aus dem afrikanischen Winterquartier nach Gaxhardt zurück. Die Sandwand wurde unlängst wie jedes Jahr Ende März wieder für die Uferschwalben vorbereitet.
Mehr

Vogel kehrte von den Toten zurück
Aldabra ist eine verwunschene Insel im Indischen Ozean mit Riesenschildkröten und flugunfähigen Vögeln. Und diese sind eine evolutionäre Besonderheit. ▶ Mehr

Bienen schützen Schwarm mit Impfstoff-Nahrung
Bienen schützen ihren Schwarm mit gesunder Nahrung: Sie enthält unter anderem einen Impfstoff, der über Monate hinweg gegen Viren immunisiert. ▶ Mehr

Kaiserpinguine geben riesige Brutkolonie auf
Die zweitgrößte Kaiserpinguinkolonie in der Antarktis erlebte die dritte katastrophale Brutsaison in Folge. Die Ursache ist wohl brüchiges Meereis. Die Tiere ziehen daher um. ▶ Mehr

Turteltauben: Symbol für Liebe und Treue durch illegale Jagd bedroht
Seit Tausenden von Jahren gilt die Turteltaube als Liebes- und Glückssymbol. Schon den Griechen war sie heilig. Damals schrieb man sie Demeter, der Göttin der Ernte und Fruchtbarkeit, zu – und noch heute werden zwei frisch verliebte Menschen oft als Turteltauben bezeichnet.
Mehr

Wie Dohlen sich merken, was sie wann wo getan haben
Krähenvögel sind zu Gedächtnisleistungen im Stande, die denen von Menschen nahekommen. Wie ihr Gehirn, das ganz anders als das menschliche aufgebaut ist, diese komplexen Leistungen erbringt, wollen Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum (RUB) herausfinden. Seit einem Jahr trainieren sie zwei Dohlen in einem komplexen Verhaltensversuch, in dem die Vögel lernen, sich zu merken, was sie wann wo getan haben. Neurophysiologische Untersuchungen sollen später Aufschluss über die zugrunde liegenden Prozesse im Gehirn geben. ▶ http://idw-online.de/de/news714214

Submarine CO2-Speicherung in der Nordsee – Chance oder Risiko?
Realistische Abschätzungen zeigen, dass sich die Klimaerwärmung nur dann noch unter 1.5 bzw. 2 Grad begrenzen lässt, wenn Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernt wird. Speicherung unterhalb des Meeresbodens ist eine Option, die von einem internationalen Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter der Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel intensiv untersucht wurde. Die Ergebnisse, die Möglichkeiten und Risiken aufzeigen, wurden nun in der Fachzeitschrift International Journal of Greenhouse Gas Control veröffentlicht. ▶ http://idw-online.de/de/news715651

Wasserkraftprojekt Mokrice auf Eis gelegt
Euronatur schreibt: Gute Nachrichten von der Save: Unser Einspruch gegen den Bau des Wasserkraftwerks Mokrice an der slowenisch-kroatischen Grenze war erfolgreich. Das slowenische Verwaltungsgericht hat den vorliegenden Umweltverträglichkeitsbescheid aufgrund von Verfahrensfehlern für ungültig erklärt. Das heißt, das Projekt darf vorerst nicht umgesetzt werden. ▶ Mehr

100.000 Unterschriften für Vogelparadies an der Adria
Und noch eine weitere Meldung von Euronatur: Mit mehr als 90.000 Unterschriften und guten Argumenten im Gepäck haben Vertreter von vier internationalen Naturschutzorganisationen Montenegros Premierminister Duško Marković persönlich aufgefordert, die Saline Ulcinj endlich unter Schutz zu stellen. Keine ungewöhnliche Forderung: Die Unterschutzstellung des Feuchtgebiets ist eine der Bedingungen für den Beitritt Montenegros zur Europäischen Union – ein Ergebnis der intensiven Überzeugungsarbeit der Naturschützer in den EU-Gremien. Die Petition läuft weiter … ▶ Mehr

18.05.2019

Fledermäuse hören in 3D
Die Echoortung von Fledermäusen verwendet trotz der unterschiedlichen Anatomie von Augen und Ohren Informationen über dreidimensionale Raumstruktur, wie sie auch der Sehsinn verwendet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen und der Ludwig-Maximilians-Universität München zeigen in einer neuen Studie, dass Echos Informationen enthalten, die es den Tieren ermöglichen, verschieden strukturierte Oberflächen voneinander zu unterscheiden. So sticht zum Beispiel eine zappelnde Beute selbst auf einer bewegten Wasseroberfläche für die Fledermäuse akustisch heraus.
http://idw-online.de/de/news714475

Deutschland sucht die Nachtigall
Das vom Museum für Naturkunde Berlin initiierte Citizen Science Projekt "Forschungsfall Nachtigall" erforscht ab April 2019 deutschlandweit den Gesang der Nachtigallen. Singt die Nachtigall in Dialekten, gibt es regionale Unterschiede? Welche Brutstätten bevorzugt sie und welche Sehnsüchte verbinden Menschen mit dem Nachtigall-Gesang? Das Bürgerforschungsprojekt ruft daher Menschen in ganz Deutschland auf, Nachtigallen in ihrer Umgebung aufzunehmen und mit automatischer Orts- und Zeitangabe mit der Datenbank des Projekts zu teilen. Dazu benötigt man die vom Museum für Naturkunde Berlin entwickelte kostenfreie App "Naturblick". ▶ http://idw-online.de/de/news714413

Bedrohte Papageien: Babyboom beim Kakapo macht Neuseeland froh
Kakapos sind die schwersten und für manche auch ulkigsten Papageien. Leider gehören sie auch zu den seltensten. Doch dieses Jahr gab es reichlich Nachwuchs. ▶ Mehr

Schreiadler überwintert auf Sizilien
Ein aus dem Bestandsstützungsprogramm in Brandenburg stammender junger Schreiadler hat den vergangenen Winter auf Sizilien verbracht. Es ist die erste Überwinterung eines besenderten Schreiadlers dort. Üblicherweise überwintern Schreiadler im südlichen Afrika. Aktuell befindet sich junge Adler auf dem Heimzug ins Brutgebiet und hat in den letzten Tagen Norditalien erreicht. In den kommenden Tagen könnte er eventuell auch über das östliche Süddeutschland fliegen. ▶ Mehr

Insektensterben: Sorgt die Windkraft für ein Insektensterben?
Einer Modellrechnung zufolge könnten zahlreiche Insekten an den Rotoren von Windkraftanlagen ums Leben kommen. In der Praxis ist dieses Phänomen aber kaum untersucht. Ist also alles "heiße Luft"? ▶ Mehr

Tiermassaker in Brasilien verhindern
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Die Jagd, also das Töten von Wildtieren, ist in Brasilien offiziell seit 1967 verboten. Doch Lobbyisten wollen nun die Jagd in Brasilien legalisieren – selbst in Naturschutzgebieten. Weiterhin soll das neue Gesetz private Jagdgebiete ermöglichen: für den Sport, für kommerzielle Zwecke sowie den gewerblichen Handel und die geschäftliche Zucht von Wildtieren. ▶ Weitere Infos und eine Petition.

Symposium: Wege zu einem nachhaltigen Einsatz von Stickstoff-Düngern
Stickstoffverbindungen sind als Düngemittel ein notwendiger Bestandteil der modernen Landwirtschaft. Gelangt eine zu große Menge an reaktiven Stickstoffverbindungen, etwa in Form von Nitraten, NOx oder Ammoniak in die Umwelt, haben sie unerwünschte Nebeneffekte, zum Beispiel auf Trinkwasser, Auswirkungen auf die Artenvielfalt und eine höhere Feinstaubbelastung. Bei einem gemeinsamen Symposium von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina wird u.a. diskutiert, wie ein umweltschonenderer Umgang mit Stickstoff in der Landwirtschaft gestaltet werden kann. ▶ http://idw-online.de/de/news714391

Petition gegen noch größere Schiffe auf der Elbe!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Der Elbe zwischen Hamburg und der Nordsee geht es immer schlechter.
- Das Wasser des Flusses wird durch den zunehmenden Schiffsverkehr und die Baggerschiffe zur braunen Brühe.
- Der Gehalt an Sauerstoff geht bedrohlich zurück.
- Fische ersticken – und fehlen auch Vögeln als Nahrungsquelle.
Forscher, Umweltschützer und Elbfischer warnen: Die nächste Elbvertiefung verschlimmert das alles. Bitte unterschreiben Sie diese Petition an den Deutschen Bundestag für eine lebendige Tideelbe
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_02/_23/Petition_91354.nc.html
Anmerkung: Nähere Informationen dazu gibt es auch in einem sehenswerten NDR-Film über den Stint, in dem unser Freund Veit Hennig eine wichtige Rolle spielt: ▶ Mehr

25.04.2019

Plettenberg und kein Ende
Die Stellungnahme zum Abbau-Erweiterungsverfahren ist abgegeben, doch die "Nachwirkungen" der Beschäftigung mit diesem komplexen Thema sind nach wie vor zu spüren. So war auch in der Presse viel zu lesen von "überschrittenen" Grenzen, einer "erfundenen" Erweiterungs­genehmigung, wenigstens unterschiedlich interpretierbaren Verträgen, falschen Darstellungen, unvollständigen Artenerhebungen und und und. Weil sich da viel Material angesammelt hat, wollten wir wenigstens für uns selbst ein wenig "Licht ins Dunkel" bringen. Und wo wir schon mal dabei waren und Manfred Grohe uns ein schönes Luftbild zur Verfügung gestellt hatte: Warum denn nicht auch der Öffentlichkeit zeigen? My dear Watson! ▶ Mehr

Protzige männliche Primaten haben kleinere Hoden
In einer neuen Studie der University of Western Australia und der Universität Zürich haben Forscher den Zusammenhang zwischen protzigem Auftreten und Hodengröße bei männlichen Primaten untersucht. Im Kampf um die Vormachtstellung bei der Paarungskonkurrenz machen Männchen mit kleineren Geschlechtsorganen ihr Defizit mit einem prunkvollen Auftritt wieder wett. ▶ http://idw-online.de/de/news713942

Pflanzenvielfalt erhöht Insektenvielfalt
Je mehr Pflanzenarten in Wiesen und Wäldern leben, desto mehr Insektenarten finden dort Lebensraum. Mehr Pflanzenarten erhöhen aber nicht nur die Zahl der Insektenarten, sondern auch die Zahl ihrer Individuen. Gleichzeitig wird die tierische Vielfalt nicht nur von der pflanzlichen Artenvielfalt bestimmt, sondern auch von der pflanzlichen Strukturvielfalt. Dies sind Ergebnisse einer internationalen Zusammenarbeit unter Führung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), die in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht worden sind. Sie haben Konsequenzen für die insektenfreundliche Bewirtschaftung von Wiesen und Wäldern. ▶ http://idw-online.de/de/news713698

UNGEWÖHNLICHE FAMILIE: Drei Adler pflegen Nachwuchs gemeinsam
Eine rätselhafte Dreiecksbeziehung unter Weißkopfseeadlern kann man live über eine Webcam beobachten. Der Hintergrund der Konstellation ist unklar. ▶ Mehr

ARTENSCHUTZ: Letzte Hoffnung für den Persischen Leoparden
Naturschutz im Kriegsgebiet: Zwei kurdische Wissenschaftler kämpfen dafür, einen »Friedenspark« für Wildtiere im Nahen Osten zu errichten. ▶ Mehr

HOMO LUZONENSIS: Eine neue Art Mensch
Die Menschheit bekommt einen neuen Verwandten. Der zwergenhafte »Luzon-Mensch« lebte vor 67 000 Jahren auf einer Philippinen-Insel. »Hobbits« waren offenbar häufiger als gedacht.
Mehr

Nordamerikas verschwundene Serengeti
Elefanten, Nashörner, Wildpferde, Antilopen und mehr: In Texas lebte einst eine Megafauna, die es mit ostafrikanischen Savannen aufnehmen konnte. ▶ Mehr

Bitte keinen Mountainbike-Park im Wald der Wildkatzen
Reinhard Behrend schreibt ein weiteres Mal: Die Europäische Wildkatze ist eine streng geschützte Art. Für ihr Überleben ist sie auf große, zusammenhängende Wälder angewiesen, in denen sie nicht gestört wird. Ausgerechnet in solch einem ausgewiesenen Schutzgebiet im Hunsrück soll jetzt ein Mountainbike-Park gebaut werden. Das könnte dort das Aus für die Wildkatze und weitere Tiere bedeuten. ▶ Petition

Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
Senckenberg-Wissenschaftler haben mit einem internationalen Team eine weitere fossile Menschenaffenart in der Senckenberg Hominiden-Sammlung nachgewiesen. Die neue Art wurde bereits 1950 von Gustav Heinrich Ralph von Koenigswald, dem Begründer der paläoanthropologischen Abteilung Senckenbergs, als Meganthropus palaeojavanicus beschrieben, jedoch damals als Urmensch gedeutet. Durch Untersuchungen der anatomischen Strukturen der Zähne zeigen die Forschenden nun, dass es vor etwa einer Million Jahren im Lebensraum von Homo erectus mindestens drei weitere Hominiden auf Java gab. Die Studie erscheint heute im Fachjournal "Nature Ecology & Evolution".
http://idw-online.de/de/news713680

Bundespressekonferenz: Angriffe auf die Zivilgesellschaft
Sven Giegold schreibt auf change.org: BUND, DNR, Naturfreunde und Campact haben eine sehr sehenswerte Pressekonferenz gegeben. Die dokumentierten Angriffe auf die kritischen NGOs sollten viele Leute zu sehen bekommen. Bitte verbreitet doch das Video und werbt dabei für unsere Petition. ▶ Mehr

18.04.2019

Plettenberg doch noch nicht gerettet
Nicht alle haben es bemerkt, dass unsere Meldung im Sonder-Newsletter vom 1. April ein Aprilscherz (von Sch.Erz vom Zollern-Ulk-Kurier) war. Tja, da war eben der Wunsch der Vater des Gedankens. Die Argumente, die den real existierenden Akteuren dort in den Mund gelegt wurden, sind nichts desto trotz weiterhin bedenkenswert. Und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Wer's nochmals lesen will:
http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/meldungen/20190401.htm

Wanderfalken brüten auf Silo im Zementwerk
Ein Wanderfalken-Paar hat zum neunten Mal in Folge seine Residenz auf dem Holcim-Silo in Dotternhausen bezogen. Alle Interessierten können die Brut und Aufzucht der Jungen über eine Live-Webcam verfolgen. Der ▶ Schwarzwälder Bote berichtet.

Wanderfalkenwebcams in Heidelberg, Fellbach und Dotternhausen
Die "NABU"-Wanderfalkenpärchen sitzen auf einem Gelege aus vier Eiern. Das Heidelberger Wanderfalkenweibchen hatte bereits am 01. März das erste Ei gelegt und es dürfte demnach nicht mehr lange bis zum Schlupf dauern. Jetzt live die ▶ Heidelberger bzw. ▶ Fellbacher Wanderfalken beobachten! Auch die Webcam im ▶ Zementwerk Dotternhausen ist online.

Expertenliste Glyphosat
Es zählt zu den weltweit am häufigsten eingesetzten Pflanzenschutzmitteln: Das Herbizid Glyphosat, auch bekannt unter dem Produktnamen Roundup. Seit Jahrzehnten ist es auf dem Markt – und heute sehr umstritten. Experten der Universität Hohenheim beleuchten das Problem von verschiedenen Seiten. ▶ Mehr

Ergebnisse der Rotmilan-Schlafplatzzählung am 5./6. Januar 2019
Aus dem Newsletter des DDA: Im Dezember riefen wir über ornitho zur Erfassung überwinternder Rotmilane an Schlaf- und Sammelplätzen in Deutschland und Luxemburg auf. Das europaweite Zählwochenende fiel dieses Jahr auf den 5./6. Januar. 115 Schlaf- und Sammelplätze, 777 Rotmilane insgesamt und sieben Standorte mit jeweils mehr als 50 Individuen - so lauten die wichtigsten Ergebnisse der diesjährigen Zählung. ▶ Mehr

Nächtliche Orientierung migrierender Fledermäuse
Ob Wale, Huftiere oder Fledermäuse – Millionen Säugetiere wandern mehrere tausend Kilometer im Jahr. Wie sie während dieser jahreszeitlichen Migration navigieren, ist jedoch im Gegensatz zu Vögeln oder Schildkröten kaum erforscht. Mit einem innovativen Doppelexperiment hat ein Wissenschaftlerteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) nachgewiesen, dass eine Fledermausart die Richtung des Sonnenuntergangs zur Kalibrierung ihres inneren Kompasses nutzt. ▶ http://idw-online.de/de/news713494

Sag mir, wo die Falter sind - Aurorafalter beobachten und per App melden
Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesamtes für Naturschutz mit dem Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung • Aurorafalter im April beobachten und gleich per App melden • 3,3 Millionen Datensätze zu bundesweiten Vorkommen von Schmetterlingen bereits zusammengetragen • Wichtige Grundlage für die Erstellung der Roten Liste der Schmetterlinge Deutschlands
http://idw-online.de/de/news713488

Jetzt startet die "Spurensuche Gartenschläfer"
BUND, Universität Gießen und Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung starten in die erste Forschungssaison zum rätselhaften Verschwinden der Schlafmaus in Deutschland
http://idw-online.de/de/news713446

In Frankreich treiben massenhaft verstümmelte Delfine an
Mehr als 1000 tote Delfine wurden in den letzten Monaten an Frankreichs Atlantikküste angetrieben. Die Dunkelziffer könnte noch viel höher sein. Experten fürchten um den Bestand.
Mehr

DER KURIOSE KASUAR: Wozu trägt dieser Vogel einen Helm?
Seit 200 Jahren rätseln Fachleute, welche Funktion der Kopfschmuck der Kasuare hat. Nun gibt es eine Antwort. ▶ Mehr

INSEKTENSTERBEN: Großbritanniens Bestäuber sind auf dem Rückzug
Auch im Vereinigten Königreich wird das Verbreitungsgebiet vieler Bienen- und Schwebfliegenarten immer kleiner. Nur einige wenige haben in den vergangenen Jahrzehnten profitiert. ▶ Mehr

KÜNSTLICHE BELEUCHTUNG: Fledermäuse reagieren auf Lichtverschmutzung
Fledermäuse lassen sich nicht grundsätzlich durch Laternenlicht stören - manchmal im Gegenteil. Auf Dauer dürfte es aber schaden, ihr Ökosystem durcheinanderzubringen. ▶ Mehr

Unterschriftenaktion für eine neue EU-Agrarpolitik
Das Insekten- und Vogelsterben in Europa hat, befeuert durch eine falsche Agrarpolitik, dramatische Ausmaße angenommen. Der NABU sammelt Unterschriften, um Druck auf den EU-Agrarausschuss auszuüben. ▶ mitmachen

Landesnaturschutzverband: Diskussion um Grenzwerte ist zynisch
Gestern wurde über eine neue Studie Mainzer Chemiker und Mediziner über die gesund­heit­lichen Auswirkungen der Luftverschmutzung berichtet. "Nach der Studie verliert jeder von uns im Schnitt etwa zwei Lebensjahre durch Luftverschmutzung. Angesichts dieser Zahlen von zu strengen Grenzwerten zu sprechen, ist zynisch und geht an der wissenschaftlichen Sachlage völlig vorbei", sagt der Vorsitzende des Landesnaturschutzverbandes (LNV) Gerhard Bronner.
Mehr

Neue Wege zu einer nachhaltigen Landwirtschaft
Vielfalt schlägt Monotonie: Ein bunter Flickenteppich aus kleinen, unterschiedlich genutzten Parzellen kann der Landwirtschaft und der Natur Vorteile bringen. Das zeigt eine neue Studie der Universität Würzburg. ▶ http://idw-online.de/de/news713665

KLIMAWANDEL: Erreicht man Umweltbewusstsein nur über den Geldbeutel?
Damit der Klimaschutz im Leben aller Menschen ankommt, empfehlen Fachleute eine Abgabe auf Treibhausgase. Die realen gesellschaftlichen Kosten werden aber nie erreicht werden.
Mehr

Bunt und beeindruckend – das Wiesen-Experiment
Planet Wissen (WDR): Die zehn Hektar große Wiese in der Saaleaue bei Jena gleicht aus der Luft betrachtet einem Flickenteppich. Aufgebaut aus mehreren Hundert Quadraten – jedes eine Versuchsparzelle, auf der künstlich zusammengestellte Wiesen gedeihen. Seit 2002 forschen hier Wissenschaftler. Die zentrale Frage dabei: Wie wirkt sich eine große Pflanzenvielfalt auf das Ökosystem Boden aus? ▶ WDR-Mediathek

Heuchler in der Regierungskoalition
Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) schreibt: Angela Merkel hat erklären lassen, dass sie die Proteste "fridays for future" der Jugend begrüßt. Wirtschaftsminister Altmaier hat eine Delegation der Jugendlichen sogar wohlwollend angehört. Aber gleichzeitig sabotieren diese Politiker den Klimaschutz und sie sind bei weitem nicht die Einzigen.
Hans-Josef Fell bringt dies in seinem Rundbrief vom 11.03.19 schonungslos auf den Punkt. Wir geben den Rundbrief hier mit seiner Genehmigung im vollen Wortlaut wieder.
Mehr bei ▶ hans-josef-fell.de/

11.04.2019

NABU-Mitgliederversammlungen
Der Schwarzwälder Bote berichtet aus ▶ Haigerloch und aus ▶ Hechingen ...

IGNUK Mitgliederversammlung
Auch über die Versammlung der IGNUK berichtet der ▶ Schwarzwälder Bote

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Winter 2018/19
Die zurückliegenden Wintermonate verliefen sehr unterschiedlich: Auf einen sehr milden und regenreichen Dezember folgte im Januar eine nordwestliche Strömung, die an den Nordrändern der Gebirge starke Schneefälle auslöste. Der Februar zeichnete sich schließlich vor allem durch außergewöhnlich viel Sonnenschein aus und war bereits der elfte überdurchschnittlich warme Monat in Folge. ▶ Mehr

Verlust von Lebensräumen schadet der Artenvielfalt doppelt
Der Verlust und die Fragmentierung von Lebensräumen zählen zu den wichtigsten Ursachen, warum an vielen Orten weltweit der Artenreichtum zurückgeht. Jetzt hat ein Forscherteam unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) nachgewiesen, dass sich die Zerstörung von Lebensräumen sogar doppelt auswirkt: Wenn Lebensräume verloren gehen, verschwinden nicht nur die dort lebenden Arten – auch in benachbarten Lebensräumen sinkt die Artenzahl. Ursache seien die zu großen räumlichen Abstände zwischen den noch verbliebenen Lebensräumen, schreiben die Forscher im Fachblatt Ecology Letters. ▶ http://idw-online.de/de/news713269

Knallbunt: Neue Riesenstabschrecken in Madagaskar entdeckt
Wissenschaftler der Zoologischen Staatssammlung München (SNSB-ZSM) und der Universität Göttingen haben zwei neue Riesenstabschrecken entdeckt, die mit über 20 Zentimeter Körperlänge zu den größten Insekten Madagaskars gehören. Im Unterschied zu den meisten anderen Stabschrecken tarnen sich die erwachsenen Männchen dieser Phasmiden nicht als unscheinbare Äste und präsentieren sich in üppiger Farbenpracht. Warum sich die Männchen diese Extravaganz leisten können, bleibt vorerst ein spannendes Rätsel für die Evolutionsforschung. Die Arbeit wurde heute in der Fachzeitschrift Frontiers in Ecology and Evolution veröffentlicht. ▶ http://idw-online.de/de/news713236

Die Evolution der Paradiesvögel
Paradiesvögel sind eine Teilgruppe der Singvögel, deren Männchen für ihr farbenprächtiges Gefieder und ihr auffälliges, vielfältiges sexuelles Balzverhalten bekannt sind. Ein internationales Forschungsteam um Qi Zhou vom Department für molekulare Evolution und Entwicklung der Universität Wien und KollegInnen der Zhejiang University of China sowie des Schwedischen Naturkundemuseums hat nun die Genome von insgesamt 11 Singvogelarten, darunter auch fünf Paradiesvogelarten, analysiert. Mittels der Ergebnisse dieser umfangreichen Studie rekonstruierten sie die Evolution der Geschlechtschromosomen der Singvögel.
http://idw-online.de/de/news713158

40 Jahre EU-Vogelschutzrichtlinie!
Am 2. April 1979 beschlossen die damals neun Mitgliedsstaaten der Europäischen Wirtschafts-Gemeinschaft eine außerordentliche Richtlinie: Sie gilt allein dem Schutz der Vögel. Die EU-Vogelschutzrichtlinie umfasst alle in der EU wildlebenden Vogelarten und ihre Lebensräume. Heute begehen wir den 40. Geburtstag des seinerzeit wegweisenden Rechtsaktes, der sogar den Grundstein für das europäische Naturerbe "NATURA 2000" legte. Ein Grund zum Feiern?
Mehr

Der Greta-Effekt: Ums Schuleschwänzen geht es nicht
Studie der Universität Konstanz zum "Fridays for Future"-Schulstreik
http://idw-online.de/de/news712653

Wissenschaftlicher Hintergrund des NO₂-Grenzwertes
Derzeit findet in Deutschland eine heftige Diskussion über Richtwerte und Grenzwerte zu Luftschadstoffen statt. In ihrem Beitrag Wissenschaft trifft Politik – die Basis der europäischen Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub zeigen die Autoren Bruckmann, Krämer und Wichmann auf, wie diese Werte, insbesondere der EU-Grenzwert für NO₂, entstanden sind und was sie bedeuten. ▶ http://idw-online.de/de/news712317

04.04.2019

Fransenfledermaus – große Wochenstube im Gebiet des NABU Grafenhausen
Einige Stürme haben im letzten Jahr Nistkästen, darunter auch zwei Fledermauskästen, stark in Mitleidenschaft gezogen und mussten repariert bzw. ersetzt werden. Die aktive Gruppe hat im letzten Jahr über 1500 Stunden in das Ehrenamt gesteckt und wird mit der wohl größten Wochenstube der Fransenfledermaus belohnt. ▶ Zeitungsbericht

Neue Erkenntnisse zum Gebietswechsel deutscher Großtrappen
Der Ausbau der Windenergienutzung bringt für zahlreiche Vogelarten gravierende Probleme mit sich – Kollisionsverluste, Lebensraumveränderungen, Barrierewirkungen usw. Für die Großtrappe gibt es weitreichende Regelungen zum Schutz ihrer Bruträume und auch Überwinterungsgebiete. Die Flugkorridore haben jedoch nur den Status von Restriktionsbereichen, in denen Windindustrieanlagen grundsätzlich zulässig sind. Eine Reihe von entsprechenden Planungen zwischen den letzten drei Brutgebieten wird aus Artenschutzsicht für sehr problematisch gehalten. ▶ Mehr

Kleinwale - Totenglöckchen für den Vaquita bimmelt
Wenn kein Wunder mehr geschieht, dürfte der Kalifornische Schweinswal in den nächsten Monaten aussterben. Illegaler Fischfang tötet die letzten Tiere. ▶ Mehr

Schmetterlingssterben: Zwei Drittel weniger
Wie viele Schmetterlinge flattern über bayerische Wiesen? In der Nähe intensiv genutzter Ackerflächen fanden Forscher nur ein Drittel so viele Tiere wie in naturnahen Arealen. ▶ Mehr

Entstehung von Arten - Bei Krähen kommt es auf die Farbe an
Raben- und Nebelkrähen unterscheiden sich genetisch kaum und können sogar gemeinsame Nachkommen haben. Trotzdem bleiben die Populationen getrennt – weil die Farbe bei der Partnerwahl eine Rolle spielt, wie LMU-Evolutionsbiologen berichten.
http://idw-online.de/de/news712819

Salamander kauen mit dem Gaumen
Forschungsteam der Universitäten Jena und Massachusetts entdeckt urtümliches Kauverhalten bei Schwanzlurchen. ▶ http://idw-online.de/de/news712618

Zurück zur Natur: Ölpalmplantagen in geschützten Regenwald umgewandelt
Das Forschungsvorhaben schafft einen Wildtierkorridor für Borneos bedrohte Tierwelt: Wissenschaftler wollen gemeinsam mit Borneos Forstbehörden Ölpalmplantagen in Regenwald um. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können als Blaupause für zukünftige Aufforstungsprojekte dienen. Das Pilotprojekt soll federführend vom Rhino and Forest Fund (RFF) umgesetzt werden, der auf der Heart-of-Borneo-Konferenz für seine bisherigen Leistungen im Habitatschutz von der malaysischen Regierung aus Sabah eine Auszeichnung erhält.
http://idw-online.de/de/news712529

Mix aus Acker, Bäumen und Tieren auf dem Feld steigert Ertrag von Landwirten
Baumreihen auf Feldern erhöhen die Bodenfruchtbarkeit, schützen vor Erosion und bieten neue Einnahmequellen. Die ökologischen und ökonomischen Vorteile des Anbaus von Ackerkulturen, Bäumen und Sträuchern und der Haltung von Tieren auf einer Bewirtschaftungsfläche haben Wissenschaftler um Dr. Christian Böhm aus dem Fachgebiet Bodenschutz und Rekultivierung wissenschaftlich untersucht. ▶ http://idw-online.de/de/news712420

Klöckners Rechtsbruch
Lina Gross von Campact schreibt: Gegen alle Warnungen bricht CDU-Agrarministerin Julia Klöckner das Recht für große Chemiekonzerne. Sie lässt 18 neue Ackergifte zu – ohne die Zustimmung des Umweltbundesamtes. Der Alleingang bringt Glyphosat und andere Bienenkiller auf unsere Felder. Bald könnten es noch mehr werden – wenn wir Klöckner nicht schnell stoppen. ▶ Hier geht's zur Unterzeichnung des Appells
Weitere Informationen zum Thema gibt's beim ▶ Umweltinstitut München e.V.

28.03.2019

LNV und NABU: Windenergieanlage in Braunsbach muss weiter still stehen
Das Windrad Braunsbach-ORL 6 im Landkreis Schwäbisch Hall darf nicht in Betrieb gehen, auch nicht über Nacht oder im Winter. Damit hat das Verwaltungsgericht Stuttgart mit Beschluss vom 15. Februar 2019 erneut den Umweltverbänden LNV und NABU Recht gegeben und die fehlende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für das bereits errichtete Windrad gerügt. Das Gericht verweist in seinem Beschluss darauf, dass der Winter- und Nachtbetrieb bereits beim letzten Verfahren des Verwaltungsgerichtshofs beantragt war und schon damals abschlägig beschieden wurde. ▶ Mehr

Ausgeflattert: Zwei Drittel weniger Tagfalter
Senckenberg-Wissenschaftler Thomas Schmitt hat in einem deutsch-polnischen Team die Auswirkungen verschiedener Landnutzungsmodelle auf die Schmetterlingsfauna untersucht. Die Forschenden zeigen, dass es auf Wiesen mit angrenzender intensiver Landwirtschaft nicht einmal die Hälfte der Tagfalterarten gibt, wie auf Flächen in Naturschutzgebieten. Die Zahl der Individuen sinkt sogar auf ein Drittel ab. In ihrer kürzlich im Fachjournal "Insect Conservation and Diversity" erschienenen Studie unterstreichen die Wissenschaftler*innen die Notwendigkeit einer umweltverträglicheren Landwirtschaft. ▶ http://idw-online.de/de/news712329

Eine "neue" Schlangenart in Bayern - die Alpen-Barrenringelnatter
Forscher der Zoologischen Staatssammlung München (SNSB-ZSM) haben in der Alpenregion Bayerns eine bisher übersehene Schlangenart entdeckt. Es handelt sich um eine besondere Form der Barrenringelnatter (Natrix helvetica), die bisher nur aus den Südalpen bekannt war und offensichtlich auch im westlichen Österreich (Tirol) weit verbreitet ist. Eine Population dieser genetischen Linie hat nach der letzten Eiszeit anscheinend die Alpen durchquert und bestätigt, dass dieses Gebirgsmassiv für viele Arten keine unüberwindliche Barriere war. Wie weit die Barrenringelnatter in Bayern verbreitet ist und ob sie als gefährdet eingestuft werden muss, müssen zukünftige Untersuchungen zeigen. ▶ http://idw-online.de/de/news712268

Vogelschlag an Glasflächen
In einer kleinen Anfrage an das Umweltministerium begehrte MdL Paul Nemeth (CDU) Auskunft über die Problematik des Vogelschlages. Zuvor hatte der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) unter Hinweis auf rund 15 Millionen toter Vögel pro Jahr im Land eine Regelung in der Landesbauordnung gefordert. In der Antwort auf die Anfrage bestätigte das Umweltministerium, dass die vom LNV genannte Zahl der jährlich getöteten Vögel "nicht unplausibel" sei. Vogelschlag an Glasflächen sei ein wesentliches Problem des Artenschutzes und könne bei manchen Arten eine Mit-Ursache für ihren Rückgang sein. ▶ Mehr

Bedrohte Auenwälder
Forscher der Universität Freiburg warnen vor den Auswirkungen von Sommertrockenheit und Konkurrenz um Grundwasser. ▶ http://idw-online.de/de/news712370

Photovoltaik: Studie räumt mit Empfehlungen für die Dimensionierung auf
Die neue Kurzstudie der Forschungsgruppe Solarspeichersysteme der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) stellt bisherige Dimensionierungsempfehlungen für Photovoltaik-Anlagen in Frage. Statt die Anlagen am eigenen Stromverbrauch auszulegen, wie bislang üblich, sei es wirtschaftlicher, die gesamte Dachfläche zu nutzen. "Aus Sicht des Klimaschutzes war uns die Teilnutzung von Dachflächen schon immer ein Dorn im Auge", sagt Prof. Dr. Volker Quaschning, Solarexperte und Mitautor der Studie. "Nun konnten wir auch zeigen, dass es ökonomisch sinnvoll ist, die Dachfläche voll auszuschöpfen." Die Studie wurde im Auftrag der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erstellt.
http://idw-online.de/de/news712191

Ökolandbau mindert Klimawandel
Ergebnisse aus weltweit einmaligem Langzeit-Feldversuch zeigen geringere Lachgas-Emissionen ökologisch bewirtschafteter Ackerböden – Vielfältige Fruchtfolge wichtig
http://idw-online.de/de/news712183

Elektroautos perspektivisch mit besserer Klimabilanz als Diesel und Benziner
Bis zu 28 %weniger Treibhausgasemissionen als ein Oberklasse-Diesel, bis zu 42 %weniger als ein Kleinwagen-Benziner: Wer heute ein batteriebetriebenes Elektroauto kauft und in Deutschland nutzt, stößt bei einer Nutzungsdauer von durchschnittlich 13 Jahren deutlich weniger CO2 und andere klimarelevante Gase aus als mit einem Auto mit konventionellem Verbrennungsmotor. Das ist das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer ISI zur Klimabilanz von Elektroautos. ▶ http://idw-online.de/de/news712177

Auswirkungen des Kohleausstiegs auf Strompreise überschaubar
Die Kohlekommission hat im Februar einen schrittweisen Ausstieg aus der Stromerzeugung aus Kohle empfohlen. Die Auswirkungen auf die Strompreise bleiben dabei überschaubar. Rund 0,4 Cent pro Kilowattstunde könnten die Preise im Mittel beim Abschalten der Kohlekraftwerke steigen, stellt das Öko-Institut in einer aktuellen Übersichtsstudie fest. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sorgt jedoch für eine Senkung der Großhandelspreise mindestens in der gleichen Größenordnung. ▶ http://idw-online.de/de/news712130

21.03.2019

"Fridays for Future": Schüler demonstrieren
Am 22.02. berichtet der Schwarzwälder Bote: Die von der Schwedin Greta Thunberg initiierte Bewegung "Fridays for Future" ist seit Freitagvormittag auch in Balingen angekommen. Auf dem Marktplatz versammelten sich hunderte Schüler, um gemeinsam für mehr Klima- und Umweltschutz zu demonstrieren. ▶▶ Mehr
Seither bricht in den Kommentaren ein regelrechter Shitstorm über die Jugendlichen herein, der sich gewaschen hat - aus welcher "Ecke" ist schnell klar. Los ging es mit einem Kommentar, in dem die Jugendlichen sogar mit "Kindersoldaten" verglichen werden. Einfach nur widerlich - pfui Teufel!

Neues aus der AG Schmetterlinge
• Die AG Schmetterlinge hat jetzt ihr Programm veröffentlicht: Neben Stammtisch-Terminen und Schmetterlings-Führungen sind auch wieder ein paar Nachtfalter-Lichtfänge im Angebot. ▶▶ Mehr
• Auch im Jahr 2018 konnten wieder ein paar Schmetterlings-Arten neu beschrieben werden oder es handelt sich sogar um Erstnachweise für den Zollernalbkreis. Eine Zusammenstellung mit den wesentlichen Informationen finden Sie ▶▶ hier.

Steinkäuze auf Wanderschaft
Neue Studie über die Ansiedlung der Käuze in der Nordschweiz: Der Steinkauz, der Athene noctua, ist eine kleine nachtaktive Eule und gehört zu den auf der deutschen Roten Liste als gefährdet eingestuften Vogelarten. In den letzten Jahren ist es gelungen die bestehenden Steinkauzpopulationen im Südwesten Deutschlands stabil zu halten, teilweise steigen die Zahlen sogar. In der benachbarten Nordschweiz haben sich dagegen immer noch keine Populationen etabliert, obwohl die Bedingungen für die Art geeignet erscheinen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news711980

Bedrohte Wildbienen - Verhungern im ländlichen Raum
Um die einheimischen Wildbienen ist es nicht gut bestellt – mehr als die Hälfte aller Arten ist gefährdet. Spätfliegende Bienen auf dem Land sind offenbar besonders betroffen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news711622

Tod vor der Haustür: Bedrohte Natur in Europa
Insektensterben, Vogelsterben, Rückgang der Artenvielfalt sind keine Phänomene, die nur in fernen Regenwäldern oder Korallenriffen auftreten, nein: Sie geschehen mehr oder weniger versteckt direkt vor unserer Haustür. ... ▶▶ Mehr

Die Wüste blüht wieder
Der kalifornische Winter war feucht - und das ermöglicht nun ein kurzzeitiges Spektakel: Blumen blühen massenhaft in den Trockengebieten. ▶▶ Mehr

Luftbrücke für Wölfe nach Michigan
Isle Royal im Oberen See in Michigan ist berühmt für seine Langzeitstudie zu Wölfen und Elchen. Weil die Raubtiere verschwanden, mussten Ökologen nun zum Hubschrauber greifen. ▶▶ Mehr

Erfolgsmeldung: Studien zu Glyphosat müssen veröffentlicht werden!
Robert Trusch schreibt: Liebe Unterstützer/innen! Es gibt gute Nachrichten: Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass Studien zu Glyphosat nicht geheim gehalten werden dürfen. Das ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen das Gift. Denn je transparenter mit dem Thema umgegangen wird, desto mehr steigen die Chancen, dass Glyphosat endlich verboten wird.
▶▶ Mehr

Bricht die Union ihr Versprechen?
Campact schreibt: Hardliner in der Union wollen das Klimaschutzgesetz kippen. Sie wüten dagegen, dass damit Klimaschutzziele endlich verbindlich wären. Jetzt muss die Parteispitze das klären: Wir fordern von CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer, die Angriffe auf das Gesetz zu beenden. Schließlich gehört es zum Koalitionsvertrag. Unterzeichnen Sie bitte jetzt unseren Appell! ▶▶ Mehr

Wie neue Arten im Meer entstehen
Wie kann eine neue Art entstehen, wenn Tiere nah beieinander leben und sich weiterhin miteinander fortpflanzen können? Dieser grundlegenden Frage der Evolutionsbiologie ist ein Team des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und des Smithsonian Tropical Research Institute in Panama am Beispiel karibischer Riffbarsche nachgegangen. Dabei entdeckten sie bisher unbekannte Wege, wie natürliche Selektion auf die Evolution von Genen für visuelle Wahrnehmung und für die Ausprägung von Farbmustern wirkt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news711512

14.03.2019

Naturschutzverbände gegen weiteren Abbau am Plettenberg
Die Meldung ist für die meisten sicherlich nicht überraschend: Eindeutig und mit klaren Worten sprechen sich die Natur- und Umweltschutzverbände im Zollernalbkreis gegen das Vorhaben der Firma Holcim (Süddeutschland) GmbH aus, den Gesteinsabbau am Plettenberg nach Süden erweitern zu wollen. ▶▶ Mehr

Ausgewilderter Mönchsgeier in Griechenland vergiftet
Im Südwesten Griechenlands wurde der in Bulgarien ausgewilderte Mönchsgeier Ostrava tot aufgefunden. Das junge Geierweibchen ist sehr wahrscheinlich einem ausgelegten Giftköder zum Opfer gefallen. ▶▶ Mehr

10 unerwartete Entdeckungen im Tierreich
Auch im neuen Jahrtausend beschreiben Biologen noch unbekannte Arten - und darunter nicht nur Insekten oder Würmer. Selbst Menschenaffen und Wale entgingen lange der Wissenschaft. ▶▶ Mehr

Schutz in der Brutzeit reicht nicht: Kornweihen im Wattenmeer vor dem Aus?
DBU: Internationale Zusammenarbeit beim Kornweihenschutz dringend notwendig
▶▶ http://idw-online.de/de/news711408

Tropen-Zecken: Uni Hohenheim bittet um Zusendung auffälliger Zeckenfunde
Eingewanderte Hyalomma-Zecke: Bevölkerung kann Forschung zu neuer Zeckenart unterstützen / 2018 bescherte Höchststand bei FSME-Erkrankungen seit 19 Jahren
▶▶ http://idw-online.de/de/news711297

Fledermäuse wandern mit idealer Reisegeschwindigkeit für höchste Reichweite
Eine neue Studie unter der Leitung des Leibniz-IZW hat nun erstmals den Energiebedarf und die Reisegeschwindigkeit von migrierenden Rauhautfledermäusen untersucht. Mit einem Windkanalexperiment wurde der Energiebedarf der Tiere für verschiedene Fluggeschwindigkeiten ermittelt. Eine Feldstudie offenbarte die tatsächlichen Geschwindigkeiten migrierender Artgenossen. Die Studie zeigt, dass die migrierenden Tiere mit der energieeffizientesten Geschwindigkeit fliegen, sie legen also weite Strecken mit minimalem Energieaufwand zurück. Wie die Forscher dem „Tempomat“ für Fledermäuse auf die Spur gekommen sind, ist im „Journal of Experimental Biology“ publiziert.
▶▶ http://idw-online.de/de/news711084

Biodiversität: Technische Fortschritte in der Landwirtschaft nicht ausreichend
Das rasante Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum zerstört die biologische Vielfalt – vor allem in den Tropen. Das berichtet ein Forscherteam unter der Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in Nature Ecology & Evolution. Schuld daran ist die wachsende Nachfrage nach Agrarprodukten, die immer neue Anbauflächen verlangt. Zwar wird die Landwirtschaft durch technische Fortschritte immer effizienter, doch die wachsende Zahl an Menschen macht diese Erfolge wett. Klar ist: Eine wirksame Naturschutzpolitik braucht Konzepte gegen Bevölkerungswachstum und für nachhaltigen Konsum. ▶▶ http://idw-online.de/de/news711466

Nationale Klimapolitik zahlt sich aus
Die Anstrengungen entwickelter Volkswirtschaften, den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) durch die Förderung von erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz zu senken, beginnen sich auszuzahlen: Das zeigt eine Studie, in der die Entwicklung der CO2-Emissionen in 18 Staaten zwischen 2005 und 2015 untersucht wurde. Durchgeführt wurde sie von einem internationalen Forschungskonsortium, an dem auch Wissenschaftler der Universität Heidelberg beteiligt waren. ▶▶ http://idw-online.de/de/news711487

Rechtsruck in Europa gefährdet Klimaziele
Nach der Europawahl 2019 wird der Einfluss von Rechtspopulisten in der Europäischen Union und ihre Möglichkeiten wachsen, die Klima- und Energiepolitik zu torpedieren. Vor diesem Hintergrund analysieren adelphis Experten Stella Schaller und Alexander Carius die 21 stärksten rechtspopulistischen Parteien Europas, deren Wahlprogramme und Statements sowie deren Abstimmungsverhalten. Die Ergebnisse zeigen die Varianz rechtspopulistischer Parteien bei ihren Einstellungen zur Klima- und Energiepolitik: von Klimawandelleugnern über konservative Umweltschützer bis hin zu Verfassungsfeinden am extremen rechten Rand. ▶▶ Mehr

Nachhaltige Batterieproduktion in Europa
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gegründeten Helmholtz-Instituts Ulm (HIU) und ihre europäischen Kooperationspartner entwickeln ein nachhaltiges Zellkonzept, das ausschließlich auf ökologisch und ökonomisch unkritischen Materialien basiert. In dem Projekt Si-DRIVE bildet das Konsortium die gesamte Batterie-Wertschöpfungskette ab und strebt bis 2030 einen Plan für eine europäische Produktion an. Die Europäische Union (EU) finanziert das Projekt mit acht Millionen Euro bei einer Laufzeit von vier Jahren. ▶▶ Mehr

Deutsche Umwelthilfe soll kaltgestellt werden
Die Geister, die die CDU rief...
Sven Giegold hatte eine Petition auf Change.org gestartet und jetzt gibt's ein Update: Die Geister, die die CDU und ihre Vorsitzende Annegret Kamp-Karrenbauer rief, erscheinen nun in Gestalt der AfD. Sie will nun einen Gesetzentwurf in den Bundestag einbringen, der zugeschnitten auf die Deutsche Umwelthilfe, der Umweltorganisation ihre Rechte beschneidet. Sie soll Klagerechte verlieren, weil sie nur wenige Mitglieder hat. ▶▶ Mehr

07.03.2019

LNV: Antrag zur Unterschutzstellung des Plettenbergs gestellt
Der Landesnaturschutzverband (LNV), Dachverband von 32 Naturschutzvereinen in Baden-Württemberg, hat beim Regierungspräsidium Tübingen die Ausweisung des Plettenberges bei Dotternhausen als Naturschutzgebiet beantragt. Die hohe ökologische Wertigkeit mit dem Vorkommen zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten erfordere diesen Schritt, so die Naturschützer. ▶▶ Mehr
Den vollständigen Unterschutzstellungsantrag finden Sie ▶▶ hier
Lesenswerte Artikel dazu im ▶▶ Schwarzwälder Boten und im ▶▶ Zollern-Alb-Kurier

Neue Schimpansenkultur entdeckt
Unterschiedliche Kulturen, Gewohnheiten und Verhaltensmuster gibt es nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Schimpansen, einem unserer beiden nächsten lebenden Verwandten. Ein Forschungsteam des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und der Universität Warschau in Polen beschreibt nun basierend auf den Ergebnissen einer zwölfjährigen Langzeitstudie ein neues Verhaltensrepertoire der östlichen Schimpansen (Pan troglodytes schweinfurthii) aus der Region Bili-Uéré im Norden der Demokratischen Republik Kongo. ▶▶ Mehr

Toter Wal im Wald lässt Wissenschaftler rätseln
In Amazonien liegt ein verendeter Buckelwal an ungewöhnlicher Stelle. Er ist aber nicht der erste Meeressäuger, der sich im riesigen Amazonas verschwimmt. ▶▶ Mehr

Neuseelands rätselhafte Verbindung nach Afrika
Die einzigartige Vogelwelt Neuseeland ist um eine weitere Besonderheit reicher: Die Vorfahren der kindsgroßen Aptornis-Vögel stammten aus Afrika. ▶▶ Mehr

Bienengigant nach 38 Jahren wiederentdeckt
Neben Wallaces Riesenbiene wirkt unsere Honigbiene wie ein Zwerg. Doch seit 1981 hatte niemand mehr diesen Giganten gesehen - bis jetzt. ▶▶ Mehr

Erstes Opfer des Klimawandels
Es ist offiziell: Die Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte ist das erste bekannte Opfer des Meeresspiegelanstiegs. Biologen kritisieren Australiens Versagen beim Artenschutz. ▶▶ Mehr

Streifen schützen vor Insekten
Das Muster irritiert Bremsen beim Landeanflug. Auch einer gestreiften Puppe bleiben die Insekten eher fern. ▶▶ Mehr

1.745.383 Unterschriften für ein besseres Naturschutzgesetz in Bayern
Ende Januar startete das vom NABU-Partner LBV mitgetragene "Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen!" 18,4 Prozent der Wahlberechtigten haben sich eingetragen und damit diese Initiative zum erfolgreichsten Volksbegehren der Geschichte in Bayern gemacht! 1,7 Millionen Wählerinnen und Wähler zeigen ihrer Regierung, was sie von ihrer Staatsregierung wollen: Sie wollen mehr Naturschutz! Das ist ein großer Erfolg für den Naturschutz in unserem Nachbarland!
Und was bedeutet das für Baden-Württemberg? ▶▶ Mehr

EU-Umweltausschuss fordert nachhaltigere Landwirtschaft
Ab 2021 wollen die Ausschussmitglieder deutlich stärker in den Schutz von Arten und Lebensräumen investieren: 15 Milliarden Euro jährlich für den konkreten Naturschutz - seit Jahren eine grundlegende Forderung auch des NABU. Nun drohen Verwässerungen im Agrarausschuss. ▶▶ Mehr

Gut gemacht: NABU vergibt Förderpreise für Ökolandbau
Mit insgesamt 230.000 Euro unterstützen NABU und Alnatura in diesem Jahr acht Landwirtinnen und Landwirte, die von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft umstellen. Denn die EU finanziert eine naturverträgliche Landwirtschaft nicht ausreichend. ▶▶ Mehr

Abschuss von Wolf GW924m: Stellungnahme des NABU
Mehrfach wurde Kritik an der Position des NABU zum Abschuss des Wolfes "GW924m" geäußert. Der NABU hält den Entschluss des Schleswig-Holsteinischen Umweltministeriums für nachvollziehbar und begründet seine Position ausführlich. ▶▶ Mehr

"Helfen Sie uns die Bahn zu retten!"
Martin Poguntke vom Aktionsbündnis gegen S21 schreibt: Haben Sie "Die Anstalt" gesehen? Noch nie habe ich in so geraffter Form das ganze Elend der Deutschen Bahn vorgeführt bekommen – und ab Minute 25 die Katastrophe "Stuttgart 21". Am 29. Januar im ZDF, mit Max Uthoff und Claus von Wagner.
Gönnen Sie sich diese aufklärerische Spitzenleistung – nur die letzten 20 Minuten zu S21 oder die ganze dreiviertel Stunde: ▶▶ Mehr

28.02.2019

Los, wir lernen Vögel kennen! E-Learning-Tool "NABU-Vogeltrainer" erschienen
Spielerisch und interaktiv lädt der Vogeltrainer dazu ein, 15 häufige Wintervögel kennenzulernen. Quizfragen und Bilderrätsel sorgen für viel Abwechslung beim Lernen. Im Vogelkarussell wird Ihr Punktestand gespeichert. Mehr beim ▶▶ NABU

Nässe und Kälte begünstigt dunkles Gefieder
In niederschlagsreichen und in kalten Regionen sind Vögel oft dunkel gefärbt. Das zeigt eine Analyse der Gefiederfärbung eines internationalen Teams von Wissenschaftlern mit Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen. Die Forscher bestätigen damit zwei eigentlich widersprüchliche Theorien zur Färbung von Tieren. Die eine besagt, dass Tiere zur besseren Tarnung im warmen und feuchten Klima dunkler sind. Die andere sieht Tiere eher im kalten Klima dunkler gefärbt, weil sie so mehr Wärme aufnehmen können. Die geografischen Unterschiede in der Färbung sind eine wichtige Grundlage für das Verständnis dafür, wie sich Tiere an klimatische Änderungen anpassen können. ▶▶ http://idw-online.de/de/news710795

Verlockung der etwas anderen Art
Die Chemie muss stimmen, heißt es. Und da ist etwas dran – zumindest die meisten Insekten nutzen chemische Signale um Partner zu finden. Bisher war man davon ausgegangen, dass nahe verwandte Arten ihre Sexualpheromone auf die gleiche Art und Weise produzieren. Doch nun haben Regensburger Forscher bei parasitischen Wespen entdeckt, dass dies auch anders sein kann. ▶▶ http://idw-online.de/de/news710718

Ameisen gegen Elefanten: Wie Insekten die Fressfeinde von Akazien aufspüren
Ameisen beschützen afrikanische Akazien gegen Fressfeinde wie Elefanten, Giraffen oder Antilopen und erhalten im Gegenzug Unterschlupf und Nahrung von den Bäumen. Wie die Ameisen die Säugetiere detektieren, haben Bochumer Biologen in Afrika erforscht. In Current Biology berichten sie am 14. Februar 2019, dass die Insekten dafür Vibrationen nutzen und dass sie zwischen Vibrationen durch Säugetiere und Wind unterscheiden können.
▶▶ http://idw-online.de/de/news710618

Vögel speichern Erinnerungen möglicherweise anders ab als Säugetiere
Vögel haben ein gutes Gedächtnis, aber im Gegensatz zu Säugetieren ist bisher noch kaum etwas darüber bekannt, wie sie Erlerntes während des Schlafes im Gedächtnis festigen. Forscher des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen und der Utrecht Universität in den Niederlanden haben im Gehirn von schlafenden Tauben langsame Wellen gemessen ähnlich derer, wie sie auch bei Säugetieren vorkommen. Sie haben jedoch keine weiteren Gehirnrhythmen entdeckt, die für die Gedächtniskonsolidierung von Säugern wichtig sind. Die Wissenschaftler vermuten daher, dass bei Vögeln Erinnerungen in anderer Art und Weise verarbeitet werden als bei Säugetieren. ▶▶ http://idw-online.de/de/news710596

Neu entdeckte Schildkrötenart steht kurz vor der Ausrottung
Senckenberg-Wissenschaftler Uwe Fritz hat gemeinsam mit einem internationalen Team eine neue Art aus der Familie der Weichschildkröten beschrieben. Die neu entdeckte Schildkröte mit dem charakteristisch gefleckten Panzer lebt in Vietnam und Teilen Chinas und ist akut vom Aussterben bedroht. Die Studie erscheint heute im Fachjournal "ZooKeys".
▶▶ http://idw-online.de/de/news710528

Bizarre Vogelspinne mit Horn entdeckt
Das Okavango-Delta ist eines der letzten großen Wildnisgebiete der Erde - und beheimatet noch unbekannte Arten. Das zeigt eine seltsame Vogelspinne, die nun beschrieben wurde. ▶▶ Mehr

Erfolg: Syngenta muss sein Patent auf Tomaten zurückziehen
Die Konzentration der Marktmacht auf dem EU-Saatgutmarkt nimmt zu. Die Agrarmultis wie Monsanto, der von Bayer gekauft wurde, und Co. wollen nicht nur mehr einzelnes, von ihnen gentechnisch verändertes Saatgut patentieren, sondern gleich die komplette Lebensmittelkette! Doch nach Masseneinspruch beim Europäischen Patentamt zieht der Saatgutkonzern Syngenta sein Patent auf Tomaten zurück. ▶▶ Mehr

Windenergie liefert fast drei Viertel des erwarteten Stroms
Die Energiewende in Deutschland hat gerade einen neuen Rekord erreicht. Fast 40 Prozent des erzeugten Stroms kamen im Jahr 2018 aus erneuerbaren Quellen, allein 17 Prozent aus Windkraft. Damit trägt die Windenergie etwa in dem Maße zum Strommix bei, wie unter den Windbedingungen in Deutschland zu erwarten ist. Das haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie festgestellt, indem sie die mögliche mit der tatsächlich gewonnenen Energie der Windturbinen verglichen. ▶▶ Mehr

21.02.2019

NABU-Veranstaltungsprogramm mit umfangreichem Bildungs-Angebot
Die NABU-Gruppen im Kreis haben ihr Programm fertig und die Broschüre ist im Druck. Schon bald wird das Heft mit der Einladung zu den örtlichen Mitgliederversammlungen an die Mitglieder verteilt. Sobald die Druckerei die Hefte ausgeliefert hat, kann man sie auch bei den jeweiligen Gruppen erhalten. Schon neugierig? ▶▶ Download Programmheft

Bauernverband: NABU betreibt Hetze
Jörg Kautt, der Tübinger Kreis-Bauernobmann, fordert bei der gemeinsamen Sitzung der Verbände aus den Kreisen Tübingen und Zollernalb "weniger Hetze". Der Schwarzwälder Boten schreibt: Oft würden "bewusst Ängste in den Menschen geschürt", betonte Jörg Kautt, der in diesem Zusammenhang auch Kritik am Pestizidbericht des Naturschutzbunds Baden-Württemberg übte, der lediglich "auf Annahmen" basiere. "Das ist ganz billige Polemik, nach dem Motto: Es wird schon etwas hängen bleiben", konstatierte er. ▶▶ Schwarzwälder Bote
Auch weil seine weiteren Ausführungen für Naturschützer "schwer erträglich" seien, hat der NABU-Kreisverband Zollernalb eine Pressemeldung herausgegeben, die heute auch online bei der Hohenzollerischen Zeitung veröffentlicht wurde. ▶▶ Hohenzollerische Zeitung
In diesem Zusammenhang kann erneut auf den ▶▶ Pestizidbericht des NABU-Landesverbandes verwiesen werden, dessen Informationen ja vom Julius-Kühn-Institut, also der Fachkompetenz in der Landwirtschaft, stammten. Im Zollernalbkreis ist das Verhältnis zum Kreis-Bauernverband und seinem Obmann Alexander Schäfer im Übrigen deutlich konstruktiver.

Massensterben von Trottellummen entlang der niederländischen Küste
Bereits seit Wochen fallen entlang der niederländischen Nordseeküste ungewöhnlich viele tot angespülte Trottellummen auf. Eine tote Trottellumme pro Kilometer Strandabschnitt pro Tag – das liegt weit über den zu dieser Jahreszeit üblichen Totfunden. Mittlerweile wurden rund 20.000 tote Trottellummen gefunden, zahlreiche geschwächte Individuen werden in Auffangstationen gepflegt. Die Gründe für das Massensterben sind bislang unklar. ▶▶ Mehr

Das Kleine Immergrün sorgt für Furore
Sie schützen Pflanzen vor Fraßfeinden, locken Insekten zur Bestäubung an und helfen bei Trockenstress – sekundäre Pflanzenstoffe. Dazu zählen auch Coffein, Morphin und Duftöle. Ein Forscherteam um Professor Dirk Selmar an der Technischen Universität Braunschweig hat bei der Analyse des Kleinen Immergrüns eine neue Kategorie dieser Naturstoffe entdeckt. ▶▶ Mehr

Dutzende Eisbären belagern sibirische Stadt
Die russische Siedlung Belushya Guba erlebt momentan eine besondere Aufmerksamkeit: Dutzende Eisbären streunen durch die Straßen auf der Suche nach Nahrung. ▶▶ Mehr

Kakapos im Liebesrausch machen Neuseeländer froh
Unter den Papageien haben Kakapos eine Sonderstellung: Sie sind nachtaktiv und praktisch flugunfähig. Und sie sind selten. Doch dieses Jahr balzen sie heftig. ▶▶ Mehr

NABU 120 Jahre alt
Der NABU hat Geburtstag: Heute vor 120 Jahren gründete Lina Hähnle in Stuttgart den damaligen Bund für Vogelschutz. Für den NABU ein Grund zu feiern und einen Blick zurückzuwerfen - auf eine bewegende Geschichte und eine außergewöhnliche Frau!
Der schwäbischen Visionärin passte es damals nicht, wie rücksichtslos die Natur ausgebeutet wird, und sie übernahm mutig den Vorsitz des Vereins. Besonders gegen die Jagd auf Silberreiher und Paradiesvögel, deren Federn als Hutschmuck bei den Damen sehr beliebt waren, setzte sie sich mit einer professionellen Werbekampagne ein. Kommen Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit: ▶▶ Mehr

Wirkungsloser Aktionismus: NABU lehnt dänischen Wildschweinzaun ab
Um sich vor der Afrikanischen Schweinepest zu schützen, hat die Regierung in Kopenhagen / DK einen 70 km langen, 1,50 m hohen Stahlmattenzaun zwischen Nord- und Ostsee in Auftrag gegeben. Der NABU sieht ein solches Bauwerk als unwirksam an. ▶▶ Mehr

Die blutrote Schneealge ist Alge des Jahres 2019
Die Alge Chlamydomonas nivalis, die auf der ganzen Welt Schnee blutrot zu färben vermag, haben Forschende zur Alge des Jahres gewählt. Auch 200 Jahre nach einer Expedition, bei der Kapitän John Ross auf einer Polarfahrt den Roten Schnee zeichnete und den Verursacher im Mikroskop zu erkennen suchte, gibt die Alge weiterhin Rätsel auf. Schneealgenexperte Dr. Thomas Leya vom Potsdamer Fraunhofer IZI-BB erklärt, warum das so ist und wo der winzige Einzeller zu entdecken ist. ▶▶ http://idw-online.de/de/news708498

Richtungsweisend: Magnetospirillum zur Mikrobe des Jahres 2019 gekürt
Magnetische Bakterien leben in Tümpeln und Meeren. Eine Kette winziger Magnete hilft ihnen bei der Orientierung im Wasser. Faszinierende Studien an Magnetospirillum liefern Grundlagen für die Erforschung des Magnetsinns bei Tieren und dienen als Modell für die Biosynthese kleiner Organellen. Mit modernen Methoden verleihen die Forscher den winzigen Magneten zusätzliche Eigenschaften … ▶▶ http://idw-online.de/de/news708412

14.02.2019

Gewässerrandstreifen: Verbot der Ackernutzung ab 1. Januar 2019
Unlängst berichteten wir vom neuen Verbot, den Gewässerrandstreifen im Bereich von fünf Metern als Acker zu nutzen (§ 29 WG BW), das ab 1. Januar 2019 gilt. Der Link zum Merkblatt Nr. 36 "Gewässerrandstreifen in Baden-Württemberg – Anforderungen und praktische Umsetzung für die Landwirtschaft" in der Reihe "Umweltgerechte Landbewirtschaftung" funktionierte jedoch nicht.
Dieses und weitere Merkblätter werden ▶▶ hier zum Download zur Verfügung gestellt.

Fledermaussterben: Hoffnungsschimmer in der Höhle
Ein Killerpilz rafft Fledermauspopulationen in ganz Nordamerika dahin. Doch neue Erkenntnisse geben Wissenschaftlern Anlass zu vorsichtiger Hoffnung. ▶▶ Mehr

Zahl männlicher Pinguin-Singles nimmt drastisch zu
Eine der größten Brutkolonien der Magellan-Pinguine schrumpft dramatisch. Gleichzeitig verschiebt sich das Geschlechterverhältnis. Was löst den Wandel aus? ▶▶ Mehr

Amphibien: Baumfroschart mit Kampfhaken entdeckt
Das Zeitalter der Entdeckungen ist lange nicht vorbei. Das zeigt die Entdeckung einer neuen Amphibienart aus Ecuador, die einen außergewöhnlichen Fingerhaken besitzt. ▶▶ Mehr

Schlechte Nahrung lässt Seevögel verhungern
Von mehreren Millionen zu wenigen Hunderttausend: Die Zahl an atlantischen Rußseeschwalben schrumpfte in den letzten Jahrzehnten beträchtlich - wegen kärglichen Futters. ▶▶ Mehr

Warum Wildhunde in der Serengeti ausstarben
Der Serengeti-Nationalpark beherbergt einige der letzten großen Tierherden der Erde - und zahlreiche Fleischfresser. Nur Wildhunde gehören nicht mehr dazu. ▶▶ Mehr

Es ist etwas faul im ländlichen Raum
Neue Zahlen bestätigen: Europas Vogelwelt ist im steilen Sinkflug. Die Kulturlandschaft verödet zunehmend. Es ist Zeit, umzukehren. ▶▶ Mehr

Mit Ökostrom den Kohleausstieg selber machen
Aus dem NABU-Newsletter: Umwelt schützen oder Kohle verbrennen - Sie haben es in der Hand! Nutzen Sie jetzt Ihre Macht als Verbraucher und Verbraucherinnen und wechseln Sie zu sauberer Energie. ▶▶ Mehr

Pause bei globaler Erwärmung? Forscher entwirren angebliche Verlangsamung
Die fortschreitende Klimaerwärmung ist heute offensichtlich: Die vergangenen vier Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, der jüngste Sommer brachte Wetterextreme auf der gesamten Nordhalbkugel, der Forschungsstand ist eindeutig. Noch vor ein paar Jahren jedoch wurde von manchen Medien und einigen Experten eine vermeintliche Pause der globalen Erwärmung diskutiert – obwohl es nie statistische Belege für eine nennenswerte Verlangsamung gegeben hat, wie neue Forschung jetzt bestätigt. Eine Gruppe internationaler Wissenschaftler hat die Verwirrung um die angebliche Erwärmungspause gründlich analysiert. ▶▶ http://idw-online.de/de/news708170

Fernsehtipp: Blauer Planet – wie wir die Erde retten können
Lange Zeit dachte der Mensch, unter den unendlichen blauen Weiten der Ozean-Oberflächen spielt sich nichts Spannendes ab. Inzwischen weiß man, dass der Lebensraum Meer noch viele Geheimnisse birgt, die es zu erforschen lohnt. Denn so wenig wir die Weltmeere vollständig kennen, so bedroht sind sie durch den Eingriff des Menschen. Es gibt aber Forscher, Aktivisten und begeisterte Menschen, die sich für den Erhalt lebendiger Ozeane einsetzen. Quarks erzählt ihre Geschichten.
Sendetermin: Quarks – WDR Fernsehen – Dienstag, 5. Februar 2019, 21:00 - 21:45 Uhr
▶▶ Sendungsvideo

Fernsehtipp: BBC Winterwatch
Frau Pfister aus Rosenfeld macht uns auf eine interessante (englische) Fernsehreihe aufmerksam: Ab Dienstag kommt wieder 4 Tage lang "Winterwatch" auf BBC 2. Dieses Mal sind sie in Schottland, in den Cairngorm Mountains. Dort wurden Luchse ausgewildert. Chris Packham, einer der presenter, wird übrigens von der Queen ausgezeichnet für seine Verdienste im Naturschutz. Hier einige Links:
▶▶ https://www.bbc.co.uk/mediacentre/latestnews/2018/winterwatch
▶▶ https://www.bbc.co.uk/programmes/p012msk2
Wie immer, werden sie auch wieder auf Twitter, Facebook etc. präsent sein und man kann im Netz Clips und ganze Episoden anschauen.

07.02.2019

Naturschützer aus dem Zollernalbkreis bei Agrar-Demo in Tübingen
Stark vertreten war der NABU Zollernalb bei einer Kundgebung auf dem Tübinger Marktplatz mit anschließendem Demonstrationszug durch die Tübinger Innenstadt. Nach Polizeiangaben haben sich rund 2500 Menschen für eine naturverträgliche und tiergerechte Landwirtschaft stark gemacht.
▶▶ Hohenzollerische Zeitung - ▶▶ Schwarzwälder Bote - ▶▶ Zollern-Alb-Kurier

Langfristiger Rückgang der Überlebensraten erstjähriger Rotmilane
Landwirtschaftliche Intensivierung und eine Verschlechterung der Nahrungsverfügbarkeit, aber auch anthropogene Mortalität durch Vergiftungen und Kollisionen sind zentrale Bedrohungen für den Rotmilan in seinem stark begrenzten Verbreitungsgebiet. Bei langlebigen Vogelarten haben die Überlebensraten verschiedener Altersklassen einen wesentlichen Einfluss auf die Bestandsentwicklung. Eine erhöhte Mortalität hat daher langfristig auch für den Rotmilan besonders negative Auswirkungen auf die Bestandsgröße, insbesondere wenn mehr Altvögel zu Tode kommen. ▶▶ Mehr

Tabakpflanzen schicken hungrige Raupen zur Konkurrenz
Ihren Fraßfeinden davonrennen können Pflanzen nicht. Doch viele Arten produzieren chemische Substanzen, die hungrigen Krabbeltieren nicht gut bekommen. Auf diese Weise setzt sich auch der Wilde Tabak gegen die Raupen des Tabakschwärmers zur Wehr. Dass es sich dabei für eine Pflanze lohnen kann, die Plagegeister einige Tage zu ertragen bevor sie die Abwehr startet, zeigt eine neue Studie unter der Leitung von Wissenschaftlern des Forschungszentrums iDiv, der Universität Jena und des UFZ. Denn auf diese Weise wechseln die Raupen genau dann zu einer benachbarten Pflanze, wenn sie so richtig Appetit bekommen – was Pflanze Nummer eins einen Vorteil im innerartlichen Konkurrenzkampf verschafft. ▶▶ http://idw-online.de/de/news709483

Forscher verifizieren 70 Jahre alte genetische Hypothese
An einer Orchideen-Population in Südtirol belegen Forscher der Universitäten Hohenheim, Zürich und Wien die Überdominanz-Hypothese / Publikation in Nature Communications
▶▶ http://idw-online.de/de/news708615

Mehr Platz für Vögel und Schmetterlinge in der Landwirtschaft
Um den schwindenden Bestand von Vögeln und Schmetterlingen im Schweizer Kulturland wieder zu erhöhen, müssen Biodiversitätsförderflächen vergrössert und deren Qualität verbessert werden. In einer neuen Studie evaluierten Forschende der Universität Bern und der Berner Fachhochschule Massnahmen zur Förderung der Biodiversität in der Landwirtschaft.
▶▶ http://idw-online.de/de/news708965

Wildtiere: Können Wölfe und Schafe nebeneinander leben?
Heute leben wieder mehrere 100 Wölfe in Deutschland - eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes. Doch Viehzüchter sind besorgt. Wie lassen sich die Interessen in Einklang bringen? ▶▶ Mehr

Ein gezähmter Fluss wird wieder wild
Am Tiroler Lech kann man erleben, wie Renaturierung gelingt. Reportage von Sonja Bettel, 360-Grad-Panorama-Tour von Thomas Bredenfeld. ▶▶ Mehr

Land als Lebensgrundlage weltweit in Bedrängnis
Eine Studie untersucht globale Änderungen der Landnutzung und findet heraus, dass die Artenvielfalt fast überall zurückgeht ▶▶ http://idw-online.de/de/news708644

Intensives Licht macht schläfrig
Insekten und Säugetiere besitzen spezielle Sensoren für unterschiedliche Lichtintensitäten. Diese nehmen gezielt Einfluss auf innere Uhren und steuern so das alltägliche Aktivitätsmuster. ▶▶ http://idw-online.de/de/news708639

Neues Strategiepapier: "Keine Pestizide" ist möglich!
Robert Trusch und die Deutsche Umwelthilfe haben in Kooperation mit der Aurelia-Stiftung ein neues Strategiepapier zur Pestizidreduzierung vorgestellt. Eine Trendwende beim Insektensterben ist immer noch nicht in Sicht. Die intensive Landwirtschaft bedroht unsere Bestäuber. Das Papier zeigt Julia Klöckner und Co., dass es auch anders geht. Die Politik muss jetzt handeln! ▶▶ Mehr

Deutsche Umwelthilfe soll kaltgestellt werden
Solche Angriffe auf die Zivilgesellschaft kennt man in der EU bisher nur aus Ungarn oder Polen: Die CDU geht jetzt massiv gegen die Deutsche Umwelthilfe vor. Der CDU-Parteitag hat im Dezember beschlossen, dass sie eine Streichung der öffentlichen Mittel für die Umwelthilfe erreichen will. Außerdem will die CDU dem Verein die Gemeinnützigkeit und ihr Klagerecht aberkennen. Klar ist: Die CDU will eine NGO, die sich mutig mit der Autolobby anlegt, mundtot machen. Sven Giegold hat nun auf change.org eine ▶▶ Petition gestartet.

31.01.2019

"Stunde der Wintervögel" bringt im Kreis Überraschungen
Karl-Otto Gauggel vom NABU Albstadt hat die örtlichen Zahlen ausgewertet: Auch im Zollernalbkreis ist der Spatz Spitzenreiter: 1.445 Exemplare sind in Gärten oder an Futterstellen gezählt worden. Der Buchfink hat es mit einer enormen Zunahme von 125 Prozent gegenüber 2018 im Landkreis auf den vierten Platz geschafft. Nach Einschätzung der Naturschützer ist die Region ein wichtiges Überwinterungsgebiet für die Finken, deren Zahl bundesweit zurückgeht. Lesen Sie weiter im ▶▶ Schwarzwälder Boten.

DNA-Bibliothek der Grabwespen veröffentlicht
Die Zoologische Staatssammlung München (SNSB-ZSM) hat einen weiteren großen Erfolg zu verzeichnen: 661 Arten von Grabwespen, nahe Verwandte der Bienen, wurden durch DNA-Barcoding genetisch erfasst. Zusammen mit Kollegen aus der Tschechischen Republik, Bulgarien und Kanada haben ZSM-Wissenschaftler die Ergebnisse eines internationalen Projektes zur Erstellung einer genetischen Bibliothek der Grabwespen in der sehr renommierten Fachzeitschrift Molecular Ecology Resources veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news708794

Hasen entwickeln saisonale Fleischeslust
Der Hunger treibt es rein. In der kanadischen Wildnis haben Biologen ein bislang unbekanntes Hasenverhalten beobachtet: Die Tiere sind keine reinen Vegetarier. ▶▶ Mehr

Naturschutztage 2019: BUND und NABU ziehen Erfolgsbilanz
Rund 1.100 Aktive und Naturschutzinteressierte nutzten das Dreikönigswochenende vom 3. bis 6. Januar, um sich zu informieren, zu vernetzen und vier Tage lang neue Kraft und Motivation für ein aktives Naturschutzjahr 2019 zu schöpfen. Einen kleinen Rückblick und ein paar Bilder finden Sie ▶▶ hier

Schwächung der EU hätte fatale Folgen für Umwelt- und Naturschutz
Im Rahmen der gemeinsam von NABU und BUND organisierten Naturschutztage am Bodensee haben die beiden Landes-Chefs der Verbände - Brigitte Dahlbender und Johannes Enssle - auf die hohe Bedeutung der EU für Umwelt- und Naturschutz hingewiesen. "Am 26. Mai ist Europawahl. Der Wind, der aus Brüssel zu uns weht, entscheidet auch im Südwesten über den Kurs im Naturschutz und darüber, ob es mit der Biodiversität voran- oder zurückgeht. Wir setzen uns für ein starkes Europa der Einheit und des Friedens ein. Kleinstaaterei und nationalstaatliche Egoismen schwächen auch den Schutz der Natur in Europa", betonen Enssle und Dahlbender. Sie appellieren an die Bürger*innen im Land: "Engagieren Sie sich! Gehen Sie im Mai 2019 wählen. Und geben Sie dem Umwelt- und Naturschutz eine Stimme." ▶▶ Mehr

Klimawandel: Verschwindet der Krill in den Süden?
Krill benötigt kühles Wasser zum Gedeihen - und zieht sich folglich immer weiter in den Süden zurück. Schwimmt den Meeressäugern und Pinguinen ihre wichtigste Nahrung weg? ▶▶ Mehr

Trockene Gewässer sind unterschätzte "Player" im Klimawandel
Dürrejahr 2018 – im Klimawandel werden immer mehr Gewässer zumindest temporär austrocknen, viele Seen schrumpfen permanent und verschwinden dauerhaft. In den letzten dreißig Jahren sind bereits etwa 90.000 Quadratkilometer Seenoberfläche verschwunden. Dieser Trend gefährdet nicht nur Trinkwasserreserven und wichtige Ökosysteme – trockenfallende Gewässer spielen im globalen Kohlenstoffkreislauf eine wichtige Rolle, sie können CO2 und andere klimarelevante Gase freisetzen. Diese Bedeutung wurde bislang unterschätzt, so zwei aktuelle Studien. ▶▶ http://idw-online.de/de/news709252

Keine Touristenbahn im Regenwald der Maya
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Ein Prestigeprojekt des mexikanischen Präsidenten López Obrador bedroht die Regenwälder auf der Yucatan-Halbinsel. Eine neue Zugstrecke soll Touristen von der karibischen Küste aus Cancún zu den archäologischen Pyramidenstätten im Landesinneren bringen. ▶▶ Mehr

24.01.2019

Gleich zwei Genehmigungsverfahren angelaufen
Unsere ehrenamtlichen Naturschützer haben sich über die Feiertage gleich mit zwei "dicken Brocken" auseinanderzusetzen: Zum Windpark Winterlingen und zur Abbau-Erweiterung auf dem Plettenberg sind jeweils drei dicke Ordner eingegangen. Wie immer werden wir uns bemühen, unsere Stellungnahmen nach bestem Wissen abzugeben. Und wie immer können wir in Verfahren nur unsere Meinung äußern. Aufhalten können wir (z.B. im Gegensatz zu einer Behörde mit "qualifiziertem Anhörungsrecht") nichts.
Unsere seitherigen Stellungnahmen des Jahres 2018 finden Sie ▶▶ hier.

Blaumeisen: Alter der Weibchen und Legefolge beeinflussen Eier-Qualität
Brütende Blaumeisen-Weibchen stimmen die Zusammensetzung ihrer Eier auf die Bedürfnisse der aus ihnen schlüpfenden Küken ab. So entwickelt sich jeder Embryo in seiner ganz individuell zusammengesetzten Umgebung. Die neue Forschung vom Max-Planck-Institut für Ornithologie und internationalen Kollegen zeigt, wie richtig der deutsche Ornithologe Wolfgang Makatsch mit seinem vor über 50 Jahren veröffentlichten Buch lag: "Kein Ei gleicht dem anderen". Die Forscher fanden heraus, dass die Feinabstimmung sowohl passiv als auch aktiv durch Ausgleichsmechanismen der Weibchen erfolgt: Die Legefolge sowie das Alter der Weibchen wirken sich auf die Menge der Proteine, Fette und Karotinoide im Ei aus.
▶▶ http://idw-online.de/de/news708433

Gekommen, um zu bleiben: Drachenwels aus Ostasien in der bayerischen Donau
Die bayerische Donau ist inzwischen Heimat für viele Fisch- und andere Tierarten, die ursprünglich nie dort vorkamen – sogenannte eingeschleppte Arten oder Neozoen. Nun ist ein weiterer "bayerischer Neubürger" identifiziert worden: Der "Gelbe Drachenwels" (Tachysurus fulvidraco). Um welche Fischart es sich handelt, blieb solange unklar, bis sich ein Fischer, ein Amateurbiologe und ein Wissenschaftler der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen (SNSB-ZSM) zusammentaten und einen kurzen wissenschaftlichen Artikel in der aktuellen Ausgabe der zoologischen Fachzeitschrift "Spixiana" veröffentlichten.
▶▶ http://idw-online.de/de/news708554

Ist das der seltenste Vogel der Erde?
Der Nördliche Stirnhaubentapaculo wurde wiederentdeckt. Aber bislang hat man nur ein einziges Weibchen beobachtet. ▶▶ Mehr

Das Musikverständnis der Weißbüscheläffchen
Beim Sprechen und Musizieren hängen die einzelnen Worte und Noten voneinander ab. Menschen können diese Zusammenhänge, das heißt die strukturellen Abhängigkeiten, ausgezeichnet wahrnehmen. Der evolutive Ursprung dieser Fähigkeit ist noch weitgehend ungeklärt. KognitionsbiologInnen der Universität Wien haben nun Playbackexperimente mit Weißbüscheläffchen durchgeführt und herausgefunden, dass die Sensibilität für strukturelle Abhängigkeiten bereits im gemeinsamen Vorfahren von Weißbüscheläffchen und Menschen existiert haben könnte. Die Ergebnisse der Studie erschienen kürzlich im Fachmagazin "Evolution and Human Behavior". ▶▶ http://idw-online.de/de/news708212

Warum es sich lohnt, den eigenen Kot zu futtern
Kaninchen naschen gerne an etwas, das sie gerade ausgeschieden haben - und tun sich damit etwas Gutes. Ohne Eigenkot leidet ihre Gesundheit. ▶▶ Mehr

Meeresschutzgebiete nicht sicher - Grundschleppnetzfischerei gefährdet Arten
In Meeresschutzgebieten (MPAs für Marine Protected Areas) sollte die marine Umwelt besonders geschützt sein. Wie eine neue Studie, die heute in der amerikanischen Fachzeitschrift Science erscheint, zeigt, findet in etwa 60% dieser MPAs Schleppnetzfang statt, mit zum Teil erheblichen negativen Auswirkungen auf dort lebende Arten. Forschende aus Kanada und vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel hatten dafür mehr als 700 MPAs im Bereich des Nordostatlantiks untersucht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news708348

Kleingedrucktes zum Pariser Abkommen verabschiedet, Umsetzung steht aus
Ergebnispräsentation und Analysebericht: ▶▶ http://idw-online.de/de/news708329

Aktualisierte Informationen über Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel
Seit dem Jahr 2002 trägt die Staatliche Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg (LUGV) verfügbare Daten zu Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA) aus ganz Deutschland zusammen. Ziel der Datenbank ist es, die vorhandenen, bundesweit verstreuten Daten über Anflugverluste an WEA zusammenzutragen, durch diese Sammlung zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen und die Einhaltung von Mindeststandards bei der weiteren Datengewinnung und -dokumentation durchzusetzen. Die "Dokumentation Vögel und Windenergienutzung" auf der Internetseite des LUGV wurde nun aktualisiert ... ▶▶ Mehr

Milchkühe: Ausstieg aus der Anbindehaltung
Das Thünen-Institut hat ermittelt, wie sich ein Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung von Milchkühen auf landwirtschaftliche Betriebe auswirken würde.
▶▶ http://idw-online.de/de/news708194

Im Praxistest: Fünf Autos mit fünf unterschiedlichen Antrieben
Wie schneiden fünf Fahrzeuge mit fünf unterschiedlichen Antrieben im praktischen Alltagstest ab? Was verbrauchen sie in der Stadt, auf der Autobahn und bei einer Fahrt über Land? Wie viel klimaschädliches CO2 stoßen sie dabei aus? Mit diesen Fragestellungen haben sich Studenten im Master-Studiengang Fahrzeugtechnik der Hochschule Esslingen beschäftigt. In einem Forschungsprojekt unter der Leitung von Professor Werner Klement haben sie über ein Jahr lang die fünf Fahrzeuge getestet und verglichen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news708288

17.01.2019

NABU Tübingen erhält Preis für Beweidungsprojekt für Bekassinen
Beim diesjährigen Umweltpreis der Stadtwerke Tübingen hat der NABU Tübingen einen mit 1.000 Euro dotierten Jurypreis erhalten. Prämiert wurde damit das Projekt "Hochlandrinder für Bekassinen". Die gezielte Beweidung von Feuchtgebieten durch Hochlandrinder stellt eine hervorragende Variante des Biotopmanagements dar. Durch den Einsatz dieser Tiere am Wiesbrunnen zwischen Unterjesingen und Wurmlingen, wo der NABU eigene Grundstücke besitzt, wird ein Lebensraum für die stark bedrohte Bekassine geschaffen. Herzlichen Glückwunsch! ▶▶ Mehr

Schwalbenprojekt des NABU Reutlingen mit Umweltpreis ausgezeichnet
Auch die NABU-Gruppe Reutlingen darf sich über einen Umweltpreis freuen, den die Stadt Reutlingen zusammen mit Fair Energy ausgelobt hat. Die Idee, das Anbringen von künstlichen Schwalbennestern an Häusern aktiv zu unterstützen und dabei auch Hubsteiger einzusetzen fand die Jury preiswürdig. So scheitert die Unterstützung der Mehlschwalben in vielen Fällen nicht mehr an Dachhöhen, die mit Leitern nicht mehr zu erreichen sind. Herzlichen Glückwunsch! ▶▶ Zeitungsbericht

Haigerloch: Ein "Dichtezentrum" für Rotmilane
Ist das schon das endgültige Aus für Windräder im Waldgebiet Hohwacht? Zumindest auf dem Haigerlocher Teil davon? Eine interessante Frage. Das im Mai 2017 beauftragte Artenschutzgutachten weist in der südlichen Hälfte der untersuchten Fläche jedenfalls "ein Dichtezentrum" des geschützten Rotmilans nach. ▶▶ Schwarzwälder Bote
Auch die ▶▶ Hohenzollerische Zeitung berichtet.

Winter-Buffet für Vögel eröffnen - naturnahe Gärten bieten ganzjährig Nahrung
Eine Futterstation bietet in der kalten Jahreszeit eine gute Gelegenheit Vögel zu Beobachten. Wichtig ist es jedoch, auf Hygiene am Futterplatz zu achten. ▶▶ Mehr

Gewohnheitstier trifft Multikulti – Langzeitstudie über das Wanderverhalten von Fledermäusen
Ähnlich wie Vögel wandern einige Fledermausarten über mehrere Tausend Kilometer – im Schutz der Dunkelheit von Menschen nahezu unbemerkt und nur teilweise erforscht. Eine Rekonstruktion individueller Migrationsbewegungen des Großen Abendseglers (Nyctalus noctula) in Mitteleuropa zeigte nun, dass Weibchen weitere Strecken zurücklegen als Männchen. Zudem sind die Distanzen der Wanderungen sehr variabel, wodurch sich Populationen, die während der Aufzucht von Jungtieren im Sommer räumlich voneinander getrennt sind, in den Winterquartieren stark mischen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news708174

Flauschige Flugsaurier stellen Vogel-Evolution in Frage
Pterosaurier galten bisher eher als mäßig behaart. Neue Funde zeigen: Ihr ganzer Körper war dicht mit Fasern besetzt - und einige von ihnen ähnelten frühen Federn. ▶▶ Mehr

EBBA2 – European Breeding Bird Atlas, erste Verbreitungskarten
Post vom DDA: Das derzeit ehrgeizigste Vorhaben ehrenamtlicher Vogelkundler in Europa ist auf die Zielgerade eingebogen: Ende 2020 wird der zweite "European Breeding Bird Atlas" ▶▶ EBBA2 erscheinen. Die Datenzusammenstellung und -auswertung läuft auf Hochtouren, nachdem die Bestandserhebungen in 52 Ländern Europas, zwischen den Azoren und dem europäischen Russ­land, Nordkap und Südspanien, abgeschlossen sind. Niemals zuvor wurde solch umfangreiches Datenmaterial über Vorkommen und Häufigkeit der in Europa heimischen Vogelarten zusammengetragen!
Einen kleinen Vorgeschmack und erste provisorische Verbreitungskarten erhalten Sie hier zum
▶▶ Rotmilan. Hier geht's zur ▶▶ Schnatterente, hier zum ▶▶ Uhu und hier zum ▶▶ Ortolan.

Insekt des Jahres 2019
Die Rostrote Mauerbiene ist eine echte Frühlingsbotin. Sobald die auffallend pelzige Wildbiene auftritt, ist die Zeit der andauernden Fröste vorüber. Mit Hilfe von Nisthölzern lässt sie sich problemlos im Garten ansiedeln. Mehr dazu beim ▶▶ https://www.nabu.de/

Schmetterling des Jahres: Das Schachbrett
Das Schachbrett (Melanargia galathea) ist der "Schmetterling des Jahres 2019" – dazu hat ihn der BUND mit der Naturschutzstiftung seines Landesverbandes in Nordrhein-Westfalen ernannt. Warum gerade diese Art? Unsere Insektenwelt schwindet – weil die industrielle Landwirtschaft immer größere Teile unseres Landes in lebensfeindliche Agrarwüsten verwandelt. "Mit der Auszeichnung möchten wir darauf hinweisen, dass auch viele Schmetterlinge verdrängt werden", so Jochen Behrmann vom BUND NRW. ▶▶ Mehr

EURATOM: Für die Entwicklung von Atomenergie?
Ute Schlumpberger und Cattenom Non Merci schreiben bei Change.org: Wann lernen wir endlich? Haben wir uns nicht endgültig für den Ausstieg aus der nuklearen Energie entschieden? Wollten wir uns nicht dafür einsetzen, dass Tschernobyl Geschichte bleibt?
Wie kann es dann sein, dass eine Einrichtung wie EURATOM, welche lautstark für eine Förderung der Nuklearindustrie in Europa plädiert, noch immer existiert? (…) ▶▶ Mehr

Tansania baut Staudamm im Welterbe Selous
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald schreibt: Tansanias Präsident John Magufuli will in einem Dorado für Elefanten, Giraffen und Löwen 1.500 Quadratkilometer Wald und Savanne zur Abholzung freigeben. 2,6 Millionen Bäume sollen im UNESCO-Welterbe Selous für ein Staudammprojekt Platz machen. Die ökologischen Schäden wären nicht reparabel. ▶▶ Mehr

Klimabilanz von Elektrofahrzeugen – Ein Plädoyer für mehr Sachlichkeit
Im Rahmen einer aktuellen Studie ruft die Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) e.V. zu mehr Sachlichkeit in der Diskussion der Klimawirkung von Elektrofahrzeugen auf. Die Analyse zeigt, dass sich für den aktuellen Stand der Batterieproduktion Amortisationsdauern von Elektrofahrzeugen gegenüber Benzinfahrzeugen von ca. 1,6 bis 3,6 Jahren ergeben. Für die Produktion von Traktionsbatterien im industriellen Maßstab und bei einer verstärkten Integration Erneuerbarer Energien in der Produktion ist zukünftig mit einer weiteren Verbesserung der Klimabilanz zu rechnen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news708491

10.01.2019

Bundesmittel für Reutlingen
Um die miserable Luftqualität zu verbessern und eine Verkehrswende einzuleiten, erhält die Stadt Reutlingen Bundesmittel in Höhe von gut 19 Mio. Der BUND KV Reutlingen, VCD und ADFC hatten den Verkehrs- und Infrastrukturexperten Prof. Heiner Monheim eingeladen, um zu erfahren und zu diskutieren, wie man die Mittel sinnvoll verwenden könnte.
Mehr beim ▶▶ https://www.bund-neckar-alb.de/

NABU betreut größtes Moor im Südwesten
Regierungspräsident Klaus Tappeser und Landesgeschäftsführer Uwe Prietzel vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) haben den neuen Zuwendungsvertrag für die Betreuung des Federseerieds unterzeichnet. Damit werden dem NABU verschiedene Aufgaben im Rahmen der Betreuung des Federseerieds vom Land Baden-Württemberg für weitere fünf Jahre übertragen.
▶▶ Schwäbische Zeitung

Lapbook zum Vogel des Jahres 2018
Der NABU bietet interessierten Lehrkräften der Klassen 1 bis 6 kostenlose Arbeits-materialien und Kurzinfos zum "Vogel des Jahres". Neu ist die Unterrichtshilfen zur Feldlerche, auch zum Waldkauz und zum Star sind Infos vorhanden. ▶▶ http://www.nabu.de/bfa-umweltbildung

Kinderfragen: Warum fallen Vögel nicht vom Baum?
Wenn wir müde sind, legen wir uns ins Bett und schlafen. Bei Vögeln ist das anders. Viele Tiere wie Amseln, Meisen und Co schlafen im Sitzen auf Bäumen. ▶▶ Mehr

Pflanzenzüchter erproben Open-Source Saatgut Lizenz
Pflanzenzüchter der Universität Göttingen und der Verein Agrecol haben eine gemeinsame Initiative gestartet, um Saatgut als Gemeingut zu schützen. Agrecol entwickelte eine „Open-Source Saatgut Lizenz“, die Saatgut als Gemeingut rechtlich absichert und so vor Patentierung und Sortenschutz bewahrt. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift PLoS Biology erschienen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news707548

Wie Katzenminze Katzen wahnsinnig macht
Bis heute ist unklar, wie Katzenminze genau auf Katzen wirkt. Die Pflanze hat auf jeden Fall noch einige Überraschungen zu bieten, wie Fachleute nun entdeckten. ▶▶ Mehr

"Mystischer" Lurch erstmals beschrieben
Es ist das größte neu beschriebene Landtier Nordamerikas seit Jahrzehnten. Kein Wunder: Der bizarre Armmolch lebt versteckt in wenigen Gewässern der Golfküste. ▶▶ Mehr

Stunde der Wintervögel: Vögel beobachten und melden
Zur neunten "Stunde der Wintervögel" rufen NABU und der bayerische Landesbund für Vogelschutz (LBV) vom 4. bis zum 6. Januar 2019 zum Mitmachen auf. Dann heißt es wieder: Ran an die Ferngläser und Ohren gespitzt. Diese Winterzählung dürfte für einige Überraschungen gut sein. Denn der heiße, trockene Hitzesommer und das Mastjahr mit reichlich Nahrung in Wald und Flur werden sich vermutlich auch auf die Vogelzählung vor der Haustür auswirken. Damit Vogelfreund*innen sich optimal auf die Zählung vorbereiten können, bietet der NABU erstmals ein eigenes Lernprogramm zur Stunde der Wintervögel an. ▶▶ Mehr

Strengere Abgaswerte – ein Durchbruch für den Klimaschutz
Auf Begeisterung stößt beim Landesnaturschutzverband (LNV) der Beschluss der EU, die Verbrauchswerte in Neuwagen bis 2030 um 37 % zu senken. "Bisher war Klimaschutz im Verkehr eine totale Fehlanzeige", so LNV-Chef Dr. Gerhard Bronner. „Statt zu sinken, stiegen die Emissionen dank immer höherem SUV-Anteil an der Fahrzeugflotte. Endlich schiebt die EU dem einen Riegel vor. ▶▶ Mehr

Natur-Objekte des Jahres 2019: Eine kurze Zusammenstellung des LNV
Wie jedes Jahr soll mit den „Naturobjekten des Jahres“ auf die Gefährdung und den Verlust von Pflanzen, Tieren und anderen Naturobjekten aufmerksam gemacht und die Artenvielfalt gefördert werden. Der LNV hat hierzu wieder eine Liste der Naturobjekte des Jahres 2019 zusammengestellt. ▶▶ Mehr

Rekordnasse & -trockene Monate in Regionen weltweit angestiegen
Niederschlagsextreme werden in Regionen auf der ganzen Welt beobachtet - sowohl nasse als auch trockene Rekorde, zeigt eine neue Studie. Dennoch gibt es große Unterschiede zwischen den Regionen: der Osten und die Mitte der USA, Nordeuropa und Nordasien erleben schwere Regenfälle. Im Gegensatz dazu gibt es in den meisten afrikanischen Regionen häufiger Monate mit zu wenig Regen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news707797

Keine Steuergelder für LNG-Fracking-Gas Terminals in Deutschland!
Campact schreibt: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angekündigt, Fördermittel für den Bau von Flüssiggas-Terminals in Norddeutschland bereitstellen zu wollen.[1] Mit den Terminals soll vor allem verflüssigtes Schiefergas aus den USA importiert werden, das dort durch die besonders klimafeindliche und umweltschädliche Fracking-Methode gewonnen wird. ▶▶ Zur Petition

Wie viel Methan setzt die Arktis frei?
Die tauenden Permafrostböden der Arktis setzen klimaschädliches Methan frei. Doch wie viel genau, war seither unklar. Nun kommen Forscher mit Hilfe von Radar zu einem Ergebnis. ▶▶ Mehr

Der Pestizid-Plan: Julia, sag ja!
Campact schreibt: Jetzt passiert endlich was! Mit großen Schritten will Umweltministerin Schulze aus dem Ackergift Glyphosat aussteigen. Doch Agrarministerin Klöckner blockiert den Plan. Wir müssen sie jetzt zum Einlenken bewegen, denn schon am 16. Dezember steht die Neuzulassung vieler Glyphosat-Pestizide an. Unterzeichnen Sie unseren Appell an Frau Klöckner. ▶▶ Mehr

Ihre Verantwortung, Präsident Macron: Keine Goldmine im Regenwald!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Frankreichs Präsident Macron will die Urwälder in Französisch-Guayana für den industriellen Goldabbau freigeben. Ein russisch-kanadisches Firmenkonsortium hat nun der Regierung den Antrag für eine gigantische Goldmine mitten im Regenwald vorgelegt.
Umweltschützer in Französisch-Guayana befürchten zudem, dass die Goldmine Montagne d’Or den Startpunkt für viele weitere derartige Bergbauprojekte bilden könnte. Noch sind 90 Prozent des französischen Überseegebiets in Südamerika von tropischen Regenwäldern bedeckt.
▶▶ Zur Petition

Kraftwerke erzeugen mehr Ultrafeinstaub als Verkehr
Ultrafeine Partikel sind sowohl gesundheits- als auch klimarelevant. In urbanen Gebieten gilt der Straßenverkehr als Hauptursache für die winzigen Teilchen. Außerhalb von Städten konnten Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in einer Langzeitmesskampagne nun eine Quelle identifizieren, die besonders auf das regionale Klima einwirkt: moderne Kohlekraftwerke.
▶▶ http://idw-online.de/de/news707710

SmartBlades2: Feldmesskampagne an Windkraftanlage in Colorado startet
Drei innovative 20 Meter lange Rotorblätter des SmartBlades2-Projekts werden in den kommenden vier Monaten in Boulder, Colorado (USA), bei Wind und Wetter untersucht. Die Messkampagne soll klären, wie gut die mit einer Biege-Torsionskopplung konstruierten Rotorblätter in der Lage sind, Spitzenlasten bei stark wechselhafter Windstärke effektiv zu reduzieren.
▶▶ http://idw-online.de/de/news707657

Umweltzerstörung: Welches Recht hat die Natur?
Zuletzt bekam der kolumbianische Regenwald vor Gericht eine eigene Stimme - und dadurch Anspruch auf Schutz. Wie »Rechte der Natur« den Umweltschutz grundlegend ändern könnten.
▶▶ Mehr

Stabile lokale Stromnetze durch Photovoltaik
Künftig müssen auch Photovoltaikanlagen stärker zur Stabilität im Stromnetz beitragen und Netzdienstleistungen übernehmen. Das betrifft beispielsweise den schnellen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage. Bislang waren derartige Dienstleistungen überwiegend die Aufgabe der konventionellen Kraftwerke. Das neue BINE-Projektinfo "Photovoltaik wird netzdienlich" (13/2018) stellt ein Konzept zur Optimierung eines PV-Hybridkraftwerks mit integriertem Batteriespeicher und einer speziellen Steuerung vor. ▶▶ http://idw-online.de/de/news707299

20.12.2018

Vortrag: Licht ins Dunkel bringen...Gibt es das Insektensterben wirklich?
Diese Frage beantwortete Biologe und Naturfotograf Adam Schnabler am 20.10.2018 vor einer großen Zuhörerschar im Sitzungssaal des Landratsamtes. Das Landratsamt hat auf seiner Internetseite nun einen Bericht veröffentlicht: ▶▶ Mehr

BUND-Umfrage zum Pestizideinsatz auf kommunalen Flächen in der Region
Siedlungsgebiete sind oft Rückzugsorte für bedrohte Arten, die in der Agrarlandschaft keinen ausreichenden Lebensraum mehr finden. Kommunen können hier Verantwortung und eine Vorreiterrolle für den Artenschutz übernehmen, indem sie bei der Flächenpflege keine Pestizide einsetzen. Der BUND-Regionalverband wollte deshalb wissen, wie es in den Kommunen der Region aussieht. Nun wurden die Ergebnisse veröffentlicht. ▶▶ Mehr

LNV: Landesbauordnung muss nachhaltiger werden!
Nachbesserungen beim Umwelt- und Naturschutz fordert der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) in seiner Stellungnahme zur aktuellen Änderung der Landesbauordnung. So fehlten beispielsweise konkrete Vorgaben zur Absicherung von Glasfassaden gegen den millionenfachen Vogelschlag, zur Nutzung von Solarenergie sowie zur Eindämmung naturfeindlicher Schottergärten. Scharfe Kritik übt der LNV an dem Vorhaben, Autos bei der Anlage von Stellplätzen zu bevorzugen. ▶▶ Mehr

Neue BUND-Position zu Stuttgart 21
Auch wenn die Baugrube am Stuttgarter Hauptbahnhof dies nicht vermuten lässt: 70 % bzw. mehr als zwei Drittel der insgesamt 57 Kilometer Tunnelstrecken wurden bereits gebohrt. Andererseits bestehen viele der auch vom BUND kritisierten Mängel des Prestigeprojekts S21 weiterhin. Vor einigen Wochen stellte der BUND Landesverband das Konzept ▶▶ "Stuttgart 21-KombiModell" mit wesentlichen Verbesserungen vor. Natürlich folgte darauf Kritik aber auch vorsichtige Zustimmung sowohl von den S21-Befürworter*innen als auch von den Gegner*innen. Lesen lohnt sich.

Kiebitz im Sinkflug - ehemals häufiger Wiesenvogel hat um 88% abgenommen
Noch vor etwa 30 Jahren sah und hörte man den Kiebitz fast überall auf Deutschlands Feldern. Doch neue Daten zeigen: Seit 1992 ist der Bestand dieser Charakterart unserer Agrarlandschaft um 88 Prozent eingebrochen, wie der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) mitteilte.
"Dem Kiebitz geht es noch deutlich schlechter als bislang befürchtet. Er teilt sein Schicksal mit Feldlerche, Rebhuhn und Co., deren Populationen sich ebenfalls in rasantem Sinkflug befinden", sagte Christoph Sudfeldt, Geschäftsführer des DDA anlässlich einer Veranstaltung zur künftigen EU-Agrarpolitik in der Landesvertretung Schleswig-Holsteins in Berlin. ▶▶ Mehr

Das Verschwinden der Widderchen: "Es ist etwas im Gange"
Gerhard Tarmann erklärt, was verschwundene Schmetterlinge in Südtirol mit einem System, das immer mehr will, zu tun haben. Auf der Seite von ▶▶ salto.bz mit Sitz in Bozen berichtet der Schmetterlingsforscher von seinen Beobachtungen und auch die Kommentare sind (u.E. wenigstens zum Teil) wirklich lesenswert.

Feuersalamander in Not
Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität Gießen kämpfen gegen tödlichen Hautpilz - Förderung aus dem Hessischen Biodiversitäts-Forschungsfonds - Bürgerinnen und Bürger aus Hessen können helfen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news707200

Düngen führt zum Schmetterlingssterben
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, an der apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann von der Universität Osnabrück beteiligt war und die jetzt in der Fachzeitschrift Oecologia veröffentlicht wurde. Gemeinsam mit seinen Co-Autoren hat Fartmann darin erstmals belegt, dass die aktuellen Düngeraten in der Landwirtschaft den physiologischen Toleranzbereich der meisten Schmetterlingsarten überschreiten. ▶▶ http://idw-online.de/de/news706949

Hitzewelle tötet massenhaft Flughunde
Der australische Sommer beginnt erst, und doch brütet das Land bereits unter einer ersten heftigen Hitzewelle. Die Folgen: ausgedehnte Buschfeuer - und tausende tote Flughunde.
▶▶ Mehr

Gruselige Tierart: Totenschädel-Ameise köpft ihre Feinde
Eine besondere Ameisenart legt sich immer wieder mit den sehr wehrhaften Schnappkiefer-Ameisen an und sammelt anschließend deren Schädel. Wie macht sie das? ▶▶ Mehr

Buckelwale: Fische fangen mit Hinterlist
Wenn Seevögel einen Fischschwarm angreifen, bricht bei den Tieren Panik aus. Wie gut ist es da, dass ein Buckelwal mit seinem Maul Schutz bietet. ▶▶ Mehr

Schmetterlingssterben schreitet voran
Und eine weitere Studie: Deutschland verliert weiterhin an Tierleben und Arten. Eine neue Studie bestätigt den Insektenschwund selbst in günstigen Gebieten. ▶▶ Mehr

Tausende seltene Schreiadler sterben im Libanon
5000 Schreiadler werden in jedem Jahr auf dem Weg in ihre Winterquartiere allein im Libanon von Wilderern getötet. Diese schockierende Schätzung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Recherche des Komitees gegen den Vogelmord und des Journals Der Falke. Die Schätzung beruht auf der Auswertung und Zusammenführung zahlreicher Indizien. Vogelschützer legen damit erstmals eine konkrete Schätzung zum Ausmaß der Verfolgung von Deutschlands am meisten bedrohten Adler vor. ▶▶ Mehr

Göttinger Studie: Landschaften voller Mais schädigen Hummelvölker
Hummelvölker in Landschaften mit viel Mais sammeln Pollen nur weniger Pflanzenarten und wachsen deswegen weniger als Hummelvölker, die in bunten Landschaften ein vielfältiges Angebot an Pollen vorfinden. Das haben Göttinger Agrarökologinnen und Agrarökologen herausgefunden. Die Arbeit ist in der Zeitschrift Journal of Applied Ecology erschienen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news706304

"Schützt das Auenland! Kein Seilbahnrummel im Taubergießen!"
Rund 250 Delegierte und Aktive fordern auf Landesvertreterversammlung in Bruchsal uneingeschränkten Erhalt von Baden-Württembergs größtem Auwald. ▶▶ Mehr

Artenschutz grenzüberschreitend: stellen Vision für Ramsar-Gebiet vor
Im Projekt "RAMS’Artenschutz" haben LPO und NABU eine gemeinsame Vision für den grenzüberschreitenden Artenschutz im Ramsar-Gebiet Oberrhein entwickelt. ▶▶ Mehr

Wasser ist Leben: Ihre Stimme für starke Gewässer-Gesetze
Die EU-Staaten sind verpflichtet, die Gewässer bis zum Jahr 2027 wieder in einen guten ökologischen und guten chemischen Zustand zu bringen. Helfen Sie, unser Wasser sauber zu halten und stimmen Sie gegen die Aufweichung der EU-Wasserrahmen-Richtlinie. Eine gemeinsame Initiative der europäischen Umweltverbände. ▶▶ Mehr

Direktzahlungen schaden der Umwelt - Europäischer Rechnungshof kritisiert EU-Agrarpolitik massiv
Milliardenschwere Direktzahlungen schaden nachweislich Natur und Umwelt. Wie viele Gutachten und Studien braucht es noch, damit die EU endlich von ihrem umweltschädlichen Kurs in der Agrarpolitik abrückt? ▶▶ Mehr

Kritik an Hilfen bei Wetterrisiken: Landwirte mehr in die Pflicht nehmen
Nach der Dürre in diesem Jahr hat der Deutsche Bauernverband massiv staatliche Hilfszahlungen eingefordert. Bei Agrarökonomen stößt das auf Ablehnung. Die Landwirte müssten vielmehr dazu angehalten werden, selbst für Risiken vorzusorgen, schreiben Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), der Georg-August-Universität Göttingen und des Thünen-Instituts in Braunschweig in der Zeitschrift "ifo-Schnelldienst". Gleichzeitig kritisieren sie, dass über staatliche Unterstützungs-Maßnahmen für die Landwirtschaft diskutiert werde, ohne dass klar sei, welche Ziele damit erreicht werden sollen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news707290

Laubbläser & Co: Gärten des Grauens
Gärten sind wertvolle Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen. Aber ist die Artenvielfalt dort nun in Gefahr - durch Mähroboter und andere Formen der Gartenpflege? ▶▶ Mehr

06.12.2018

Gestreift und doch fast unsichtbar – das Annamitische Streifenkaninchen
Das Truong-Son-Gebirge in Vietnam und Laos ist ein Biodiversitäts-Hotspot, viele der dort beheimateten Arten gibt es nirgendwo sonst auf der Welt. Doch Wilderei bedroht den außergewöhnlichen Artenreichtum – und das bis 1995 der Wissenschaft unbekannte Annamitische Streifenkaninchen (Nesolagus timminsi). Eine neue Studie unter Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung gewährt erstmals detaillierte Einblicke in die Ökologie dieser seltenen Art. ▶▶ http://idw-online.de/de/news706336

Erste europäische Vogelart seit Riesenalk ausgestorben
Im Jahr 1852 starb der Riesenalk aus. Seitdem musste Europa keinen Totalverlust an Vogelarten mehr erleiden. Doch nun hat es das kleine Laufhühnchen erwischt. ▶▶ Mehr

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Sommer 2018
In unserem Rückblick auf die zurückliegende Jahreszeit blicken wir diesmal auf einen "außergewöhnlich warmen, trockenen und sonnigen" Sommer 2018 zurück. Die 1,3 Millionen Vogelbeobachtungen, die zwischen Juni und August über ornitho.de gemeldet wurden, liefern die Datengrundlage für Auswertungen zu Schleiereule, Mornell-Regenpfeifer und Rosenstar sowie einen Überblick über die im Sommer entdeckten Seltenheiten. ▶▶ Mehr

Bundesregierung tut zu wenig gegen Artensterben
Zum Auftakt der UN-Konferenz gegen das Artensterben im ägyptischen Sharm-el-Sheich kritisiert der NABU die Bundesregierung für ihr Vorgehen bei der EU-Agrarpolitik. Diese trägt eine wesentliche Mitschuld am weltweiten Verlust der Biodiversität. ▶▶ Mehr

LNV: "Schottergärten sind illegal" - Baubehörden sollen Landesbauordnung durchsetzen
Schottergärten sind für die Natur wertlos – und zugleich ein Verstoß gegen die Landesbauordnung. Darauf weist der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) in einem Brief hin, den er im Vorfeld seiner Tagung "Zukunftsforum Naturschutz" in Stuttgart an das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau geschickt hat. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Auch die letzte Wildnis der Welt könnte verschwinden
Australische Forscher der University of Queensland fanden heraus, dass es immer weniger Gebiete mit natürlicher Wildnis auf der Erde gibt. Die Menschheit breitet sich nicht nur auf dem Land aus, sondern hinterlässt auch in den Ozeanen immer deutlicher ihre Spuren. Um dem entgegenzuwirken, empfehlen die Forscher, Gesetze und Regelungen zum Schutz dieser letzten Wildnisgebiete zu erlassen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news705710

Wildpflanzen für Biogas: Untersuchungen zur Samenausbreitung abgeschlossen
Mehrjährige Wildpflanzen-Mischungen gelten als interessante Möglichkeit, Biogas-Fruchtfolgen aufzulockern und ökologisch aufzuwerten. Noch unklar war bislang jedoch das Risiko, über die Gärprodukte Wildpflanzensamen auf andere Flächen zu verbreiten. Die Universität Rostock untersuchte diese Frage gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) am Beispiel der in der Praxis genutzten Blühmischung BG70 der Firma Saaten Zeller.
▶▶ http://idw-online.de/de/news705769

Urgetreide: Einkorn ist leichter zu verdauen
Um das richtige Getreide im Brot können die Deutschen genüsslich streiten. Münchner Lebensmittelforscher haben nun 40 Sorten unter die Lupe genommen. ▶▶ Mehr

Schützt den Wald von Kinipan, bevor es zu spät ist
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Es ist dringend: Helfen Sie mit, den Kinipan-Wald zu retten! Seit Monaten holzt eine Firma diesen Dschungel in Indonesien mit seinen Baumriesen gnadenlos ab. Auf den kahlen Flächen pflanzt SML umgehend Ölpalmen. Die Menschen vor Ort wehren sich verzweifelt. Weitere Infos und eine Petition finden sie ▶▶ hier.

Studie der HTW Berlin nimmt 20 Solarstromspeicher unter die Lupe
Mit einer Solarstromanlage auf dem Dach und einem Batteriespeicher im Haus können sich Privathaushalte selbst mit Strom versorgen. Was bislang fehlte, war ein unabhängiger Vergleich der am Markt erhältlichen Solarstromspeicher. Im Rahmen der Stromspeicher-Inspektion 2018 hat die Forschungsgruppe Solarspeichersysteme der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) jetzt erstmals die Energieeffizienz von 20 Speichersystemen geprüft. Die Ergebnisse stellen weit verbreitete Pauschalaussagen zur Wahl der Speichergröße und Relevanz der Speicherverluste infrage. ▶▶ http://idw-online.de/de/news706144

Diffamierung der Klimaschutzbewegung auf der Kundgebung von RWE und Co
Am 24.10.18 demonstrierten mehr als 15.000 Menschen in Bergheim und Elsdorf gegen den (schnellen) Ausstieg aus der Braunkohle. Nicht nur die Zahl der Teilnehmer, sondern auch die Lautstärke war beeindruckend. Ausgestattet mit Trillerpfeifen, Trommeln und Sirenen zogen sie durch Bergheim und Elsdorf nahe der Braunkohle-Abbaukante. Auch an aggressiven Gesten und sprachlichen Entgleisungen mangelte es nicht. Ver.di bezeichnete die Aktivistinnen und Aktivisten im Hambacher Wald als "Reichsbürger mit Rastas" und stellte damit unverfroren die politischen Zusammenhänge auf den Kopf: Es war die IG BCE-Demo, bei der AfD-Fahnen ungehindert geschwenkt werden durften! Und wenn RWE-Demonstranten das Klimaschutzcamp als "Terror-Camp" abstempelten, kriminalisierten sie die Organisationsstrukturen der Bewegung. Anwesende Klimaschutz-Demonstranten wurden bebrüllt, mit Eiern, Bananenschalen und Krawallgerät­schaften beworfen. Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. kommentiert … ▶▶ Mehr

29.11.2018

LNV-Stellungnahme zum Forstreformgesetz - Standardabbau befürchtet
Der LNV fordert in seiner Stellungnahme zum Forstreformgesetz eine Bündelung von Waldfunktionenkartierung, Waldbiotopkartierung, forstliche Standortskartierung sowie der Forsteinrichtung bei der verbleibenden Forstdirektion statt einer Aufsplitterung der Zuständigkeiten. ▶▶ Mehr

Erhöhung der Artenvielfalt im Straßenbegleitgrün
Die von der Straßenbauverwaltung in BW gepflegten straßenbegleitenden Grass- und Gehölzflächen umfassen eine Fläche von 27.000 ha. Ziel des dreijährigen Modellprojekts des VM unter wissenschaftlicher Begleitung der HfWU Nürtingen-Geislingen ist es, die Pflege von Straßenbegleitgrün weiter zu optimieren. Zu den Straßenmeistereien der Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen und des Hohenlohekreises kamen nun die des Alb-Donau-, des Neckar-Odenwald- und des Ortenaukreises hinzu. ▶▶ Mehr

Gewässerrandstreifen: Verbot der Ackernutzung ab 1. Januar 2019
Ab 1. Januar 2019 gilt das Verbot, den Gewässerrandstreifen im Bereich von fünf Metern als Acker zu nutzen (§ 29 WG BW). Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum (LTZ) und die LUBW haben dazu das Merkblatt Nr. 36 "Gewässerrandstreifen in Baden-Württemberg – Anforderungen und praktische Umsetzung für die Landwirtschaft" in der Reihe "Umweltgerechte Landbewirtschaftung" herausgegeben. ▶▶ Download hier.

Innere Uhr von Rentieren tickt trotz Mitternachtssonne und Polarwinter immer
Alle Lebewesen verfügen über eine innere Tagesuhr mit einer Zykluslänge, die geringfügig von 24 Stunden abweicht und die mit externen "Zeitgebern", zumeist dem täglichen Tag- /Nachtwechsel, synchronisiert wird. Ob diese innere Uhr auch in den Polarregionen funktioniert, wo im Winter monatelang Dunkelheit und im Sommer Dauerlicht herrscht, wurde bezweifelt. Ein Forschungsteam der Vetmeduni Vienna untersuchte in einer Studie an freilebenden Rentieren auf Spitzbergen erstmals mit einem hochauflösenden Telemetriesystem nicht nur das Verhalten, sondern auch die Physiologie der Tiere. Sie fanden heraus, dass, entgegen früherer Befunde, die circadiane Rhythmik das ganze Jahr über bestehen bleibt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news706127

Die geheimnisvollsten Wale der Weltmeere
Schnabelwale sind wegen ihrer Scheu und ihrer heimlichen Lebensweise kaum zu erforschen. Nur von wenigen Arten haben Wissenschaftler bisher ein einigermaßen klares Bild gewonnen. ▶▶ Mehr

Von der Arktis bis zu den Tropen: Datenbank zur Vegetation der Erde
Welche Pflanzenart wächst wo, mit welcher anderen zusammen – und warum? Um die Vielfalt der globalen Vegetation sinnvoll zu beschreiben, braucht es nur wenige Eigenschaften jeder Art. In einer neuen Studie präsentiert ein Forscherteam unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig die weltweit erste, globale Vegetationsdatenbank mit über 1,1 Millionen kompletten Pflanzen-Artenlisten für alle Ökosysteme auf dem Festland. Die Datenbank könnte dabei helfen, die Folgen des globalen Klimawandels besser vorherzusagen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news706315

Klärschlamm: Neues Verfahren ermöglicht bessere Wertstoffrückgewinnung
Klärschlamm enthält viele wichtige Wertstoffe, die bislang nicht optimal verwertet werden. Ein neuartiges Ultraschallverfahren soll es ermöglichen, die Inhaltsstoffe des Klärschlamms besser aufzuschließen und anschließend voneinander abzutrennen. Die so zurückgewonnenen Wertstoffe lassen sich im Sinne einer nachhaltigen, die Umwelt schonenden und wirtschaftlichen Kreislaufführung wiederverwerten. Das Verfahren soll jetzt unter Realbedingungen auf einer Kläranlage des Wupperverbands getestet und optimiert werden.
▶▶ http://idw-online.de/de/news706345

Feuer in Kalifornien - eine vorhersehbare Katastrophe
Ein verheerendes Feuer hat den kalifornischen Ort Paradise zur Gluthölle gemacht. Es ist auch die Folge zahlreicher menschlicher Irrtümer. ▶▶ Mehr

Aufatmen für Tiger und Nashorn
Ende Oktober schockierte China mit dieser Meldung: Der Handel mit Tigerknochen und Nashornhorn soll legalisiert werden! Damit sollte ein Verbot, das 25 Jahre als Reaktion gegen die massive Wilderei bestanden hatte, hinfällig werden.
Doch am 12.11.2018 kam es zu einer überraschenden Wendung: China stoppt den Staatsratsbeschluss und damit die Wiederaufnahme des legalen Handels. ▶▶ Mehr

22.11.2018

Mitgliederwerbung beim NABU erfolgreich abgeschlossen
Über 1.400 neue Unterstützer*innen konnte der NABU im Verlauf der letzten 10 Wochen hinzu gewinnen. Die NABU-Gruppen freuen sich über den Zuwachs und bedanken sich bei all jenen, die sich für eine Mitgliedschaft entschieden haben. Besonders freut die Aktiven natürlich, dass sich etliche der Neu-Mitglieder zu einer aktiven Mitarbeit bereit erklärt haben. Mehr

Fledermäuse: Das glatte Gegenteil von Blutsaugern
Auf Einladung des NABU Albstadt referierte der Fledermausforscher Dr. Christian Dietz anlässlich der Vorstellung der albstrom-regio-Projekte 2019 über die Tiere, die mit den Händen fliegen und mit den Ohren sehen. Der Schwarzwälder Bote → berichtete.

Es fehlt an hellen Wäldern - Tagfalter sind kurz vorm Verschwinden
Weil es kaum noch helle Wälder gibt, sind Insektenarten, die im Wald auf Sonne angewiesen sind, akut gefährdet. Die Forsthochschule Rottenburg erforscht, wie sich sinnvoll Licht ins Dunkel bringen lässt. Im ▶▶ Schwäbischen Tagblatt ist ein sehr lesenswerter Artikel erschienen.

Kraniche ziehen über Baden-Württemberg
Derzeit ist die Chance besonders hoch, Kraniche bei ihrem Durchzug zu beobachten. Nördlich der Schwäbischen Alb gab es bisher die meisten Sichtungen, doch auch im Großraum Stuttgart ist das Spektakel zu sehen. Auch aus dem Zollernalbkreis wurden etliche Beobachtungen gemeldet. ▶▶ Mehr

Mehr Natur wagen – Tagungsbericht vom LNV-Zukunftsforum Naturschutz
Das LNV-Zukunftsforum Naturschutz widmete sich unter dem Titel "Mehr Natur wagen – Chance für die Artenvielfalt in Städten und Dörfern?" dem Thema, dass seit einigen Jahren einerseits eine massive Versiegelung von Grünflächen im Siedlungsbereich zu beobachten ist, andererseits aber immer mehr – auch bedrohte – Tierarten in die Siedlungsbereiche ausweichen. Resolutionen, eine Zusammenfassung der Kurzbeiträge sowie eine Pressemitteilung finden Sie ▶▶ hier.

Flächenverbrauch 2017 drastisch gestiegen
Im Jahr 2017 erreichte die Siedlungs- und Verkehrsfläche in BW insgesamt 520.301 ha, was einem Anteil von 14,6 % an der Landesfläche entspricht (3,6 Mio. ha). Laut Mitteilung des Statistischen Landesamtes stieg sie gegenüber dem Vorjahr um 2.867 ha (rund 4.100 Fußballfelder). ▶▶ Mehr

Internationale Tagung: Starke Rückgänge in untersuchten Insektengruppen
Forschungsprojekt präsentiert erste artbezogene Analysen der Daten des Entomologischen Vereins Krefeld: Bereits 2017 hatte eine Publikation zu den langjährigen Untersuchungen des Entomologischen Vereins Krefeld (EVK) zum Insektenrückgang für Aufsehen gesorgt. Am 7. und 8. November stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun einem internationalen Fachpublikum in Bonn erste artbezogene Auswertungen vor und diskutieren über die Ursachen und Ausmaße der dramatischen Entwicklungen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news705528

Kleinster Menschenaffe war leichter als eine Katze
Der kleinste bekannte Hominide war nicht nur ein Leichtgewicht, sondern auch eine evolutionäre Sackgasse. Er liefert Indizien, weshalb es so wenig Menschenaffen gibt. ▶▶ Mehr

Geheimnis des "Atlantis"-Vogels geklärt
Die Insel Inaccessible trägt ihren Namen zu Recht - sie ist kaum erreichbar. Dennoch lebt hier ein flugunfähiger Vogel, dessen Herkunft lange unbekannt war. ▶▶ Mehr

Ein blindes Riesenhuhn?
Die Elefantenvögel Madagaskars gehörten zu den größten Vögeln, die je auf der Erde lebten. Sie waren wohl nachtaktiv und fast blind. ▶▶ Mehr

Wirbeltierpopulationen sinken um durchschnittlich 60 Prozent
Gegessen, vergiftet, verdrängt: Auch Arten, die nicht vom Aussterben bedroht sind, werden vom Menschen dramatisch dezimiert. Ein Bericht nennt Zahlen. ▶▶ Mehr

Gesucht: Die absurdesten Verpackungen - Thermobecher zu gewinnen
Der NABU stellt sich gegen den Verpackungswahn und baut dabei auf Ihre Unterstützung: Schicken Sie uns ein Foto eines überverpackten Produkts und gewinnen Sie mit etwas Glück einen hochwertigen Mehrwegbecher. ▶▶ Mehr

Mit Ökostrom den Kohleausstieg selber machen
Umwelt schützen oder Kohle verbrennen - Sie haben es in der Hand! Nutzen Sie jetzt Ihre Macht als Verbraucher und Verbraucherinnen und wechseln Sie zu sauberer Energie. ▶▶ Mehr

Keine Gnade? Statt friedlichem Wald bald "Start frei" für Billigflieger!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e-V. schreibt: Der Frankfurter Flughafen baut, damit Ryanair und Co. noch mehr Fluggäste transportieren können. Der Bau von Terminal 3 ist bereits im Gange, ab 2021 sollen hier Jets abgefertigt werden. Ein Protestcamp von Umweltschützern wurde am Dienstag geräumt. Die Polizei rückte dazu mit Dutzenden Einsatzfahrzeugen und einem Räumpanzer an. ▶▶ Zur Petition

China muss das Verbot für Nashornpulver beibehalten!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Die chinesische Regierung will überraschend den Handel mit Nashornpulver und Tigerknochen genehmigen. Die Produkte sollen künftig wieder in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet werden dürfen, obwohl sie über keinerlei medizinische Wirkung verfügen. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

16.11.2018

Mehr Natur wagen – Chancen für die Artenvielfalt in Städten und Dörfern?
Während manche Tiere vom ausgeräumten Land in die Stadt flüchten, nehmen dort tödliche Gefahren zu. Allein in Deutschland sterben nach Expertenschätzungen pro Jahr 100 Mio. Vögel, weil sie gegen Glasscheiben fliegen. Vegetationsfreie Schottergärten ersetzen immer mehr blühende Hausgärten und bieten kaum noch Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Fledermäuse und Vögel suchen an sanierten Gebäuden oft vergeblich nach Spalten und Nischen für ihre Kinderstuben und Nester. Der Landesnaturschutzverband lädt ein zum "Zukunftsforum Naturschutz 2018" am Samstag, 10. November 2018, 09:30 bis 17:00 Uhr, Ev. Bildungszentrum Hospitalhof, Büchsenstraße 33, 70182 Stuttgart. ▶▶ Mehr

Poppen statt Pennen – alternde Siebenschläfer verkürzen Winterschlaf für mehr Reproduktion
Siebenschläfer genießen ein für ihre Größe extrem langes Leben dank des maximal elf und zumindest sechs Monate dauernden Winterschlafs. Wodurch die unterschiedliche Dauer verursacht wird, abgesehen von den bestimmten Umweltbedingungen, war bisher unklar. Forschende der Vetmeduni Vienna spekulierten, dass ältere Tiere eigentlich den Winterschlaf für einen Fortpflanzungsvorteil verkürzen sollten und bestätigten dies nun durch eine in Scientific Reports veröffentlichte Datenanalyse einer Siebenschläfer-Population. Die kürzeren Winterschlaf-Intervalle alternder Weibchen und Männchen waren der zunehmenden Reproduktion geschuldet. Außerdem schlafen sie später ein und wachen immer früher auf.
▶▶ http://idw-online.de/de/news705114

Krähen stellen Werkzeuge aus mehreren Komponenten her
Ein internationales Team von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen und der Universität Oxford haben herausgefunden, dass Geradschnabelkrähen mehrere, für sich alleine zu kurze Elemente kombinieren, um an einen Leckerbissen heran zu kommen – eine Fähigkeit, die bisher nur bei Menschen und Menschenaffen beobachtet wurde. Die Krähen können also neuartige Probleme schnell und flexibel lösen. Welche Vorgänge dabei im Gehirn ablaufen, ist jedoch noch unklar. ▶▶ http://idw-online.de/de/news704524

Wie giftiger Elektroschrott zu neuen Produkten recycelt wird
"Ausrangierte Elektronikartikel, die giftige und inzwischen unter der Stockholm-Konvention weltweit verbotene bromierte Flammschutzmittel (BFR) enthalten, werden zur Entsorgung in Entwicklungsländer exportiert und zu neuen Produkten des täglichen Bedarfs recycelt. Der BUND hat zehn aus solchen Kunststoffen hergestellte Konsumartikel auf bromierte Flammschutzmittel testen lassen. ..." - So beginnt eine neue Broschüre des BUND, die nun zum ▶▶ Download zur Verfügung steht.

LNV begrüßt "Masterplan Stadtnatur" des Bundesumweltministeriums
Einen Entwurf für den "Masterplan Stadtnatur" hat das Bundesumweltministerium (BMU) jetzt vorgelegt – und erntet dafür von Naturschützern Lob. Denn während auf monotonen Äckern und Wiesen die biologische Vielfalt schwinde, steige die Bedeutung von Städten und Dörfern als Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Dem Thema Stadtnatur widmet der LNV sein diesjähriges "Zukunftsforum Naturschutz". Unter dem Titel "Mehr Natur wagen – Chancen für die Artenvielfalt in Städten und Dörfern?" findet die öffentliche Tagung am 10. November in Stuttgart statt.
▶▶ Mehr

Moore: manchmal unheimlich, aber vor allem unheimlich wichtig
Seit dem 20. Jahrhundert sind mehr als 90 Prozent aller Feuchtgebiete, darunter auch viele Moore, im mittel- und westeuropäischen Binnenland verschwunden. Moore wurden trocken gelegt, um sie landwirtschaftlich zu nutzen oder um Torf zu gewinnen. Heute weiß man, dass Moore die effektivsten Kohlenstoffspeicher innerhalb der Land-Ökosysteme sind. Außerdem sind sie Hotspots der Biodiversität. Vom 21.bis 29.10.2018 fand in Dubai die "Conference of the Contracting Parties to the Ramsar Convention on Wetlands (COP13)" statt. Forscher vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) begleiten die Renaturierung ehemaliger Moorflächen mit ihrer Expertise. ▶▶ http://idw-online.de/de/news704998

Rotorblätter kann man doch recyceln
Bei der 13. Master Class Course Conference "Renewable Energies" der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) kommen auch die unbequemen Fragen auf den Tisch. Hierbei reden Wirtschaftsexpert*innen, Wissenschaftler*innen, Umweltschützer*innen und Studierende miteinander und nicht übereinander. In diesem Jahr übernimmt die Energieökonomin Prof. Dr. Claudia Kemfert die Schirmherrschaft
▶▶ http://idw-online.de/de/news705204

08.11.2018

Dieter Weizsäcker mit Goldener Ehrennadel gewürdigt
Im Rahmen eines schönen Festes ehrte der NABU Dieter Weizsäcker aus Starzach bei Rottenburg für seine langjährigen Verdienste um den Naturschutz mit der Verleihung der Goldenen Ehrennadel des NABU. 46 Jahre lang stand Weizsäcker der NABU-Gruppe Rottenburg vor, vieles hat er im Naturschutz bewegt. Zahlreiche Naturschätze rund um Rottenburg verdanken seinem Einsatz ihre Existenz. ▶▶ Mehr

Neue Studie: Woher kommen Riesenschildkröten?
Die Evolution von Riesenschildkröten ist womöglich nicht so stark an Inseln gebunden, wie dies bisher angenommen wurde. Auch auf dem Festland entwickelten sich unabhängig voneinander mehrere Arten der großen Tiere. Das haben Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und des Paläontologischen Museums Trelew in Argentinien herausgefunden. Mit Hilfe genetischer und osteologischer Daten lebender Arten und fossiler Schildkröten erstellten sie den bisher umfangreichsten Familienstammbaum von ausgestorbenen und noch lebenden Schildkröten. Ihre Studie erschien kürzlich im Fachmagazin "Cladistics".
▶▶ http://idw-online.de/de/news704516

Monstermäuse fressen Millionen Küken
Auf der Atlantikinsel Gough wuchsen eingeschleppte Hausmäuse zu Riesen heran - und fressen sich durch die Seevogelkolonien. Das ganze Ausmaß wurde jetzt erst erfasst. ▶▶ Mehr

2.500 Euro für kreative Zeichner
Sie sind Waldliebhaber und zeichnen gern? Der NABU sucht Cartoons rund um das Thema Naturwälder und deren Nutzen für Mensch, Natur und Klimaschutz. Beiträge können einfach per E-Mail eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2019. ▶▶ Mehr

Agrarvogel im Sinkflug: Die Feldlerche ist "Vogel des Jahres 2019"
Der Gesang der Feldlerche bildet die traditionelle Klangkulisse unserer Agrarlandschaft. Doch der Himmel ist stummer geworden: Eine falsche Agrarpolitik zerstört den Lebensraum unseres Vogels des Jahres 2019. ▶▶ Mehr

Vogel des Jahres braucht Agrarwende: Mitmach-Aktion "Meine 114 Euro"
Der alarmierende Rückgang bei den Beständen des ehemaligen Allerweltsvogels setzt sich fort. Hauptgrund ist die immer intensivere Landwirtschaft. Die Wahl der Feldlerche verbinden wir mit der Forderung nach einer grundlegenden Agrarwende. ▶▶ Mehr

Forderung: Keine Schottergärten im Baugebiet
Gute Resonanz erfuhr die Pressemitteilung des LNV-AK Rems-Murr-Kreis für ein Verbot von Schottergärten in Bebauungsplänen. Ein solches Verbot sei bereits von der Stadt Heilbronn in einem Bebauungsplan festgeschrieben worden. Begründet wird dies dort folgendermaßen: "Um für die nicht überbauten Grundstücksflächen dauerhaft eine hochwertige Gestaltung und ökologisch zweckmäßige Nutzung sicherzustellen, wird vorgegeben, dass der gärtnerisch angelegte und unversiegelte Pflanzenbereich deutlich überwiegen muss. Eine beeinträchtigende Nutzung entsteht auch durch monokulturelle „Steingartenwüsten". Wir finden, das ist nachahmenswert! ▶▶ zur Pressemitteilung

Den Vogelmord in Ägypten beenden
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Auf ihrem Flug in die Überwinterungsquartiere in Afrika treffen die Zugvögel aus Europa auf eine über 700 km lange Barriere aus Fangnetzen, die sich entlang der ägyptischen Mittelmeerküste von der Grenze zu Libyen bis zum Gaza-Streifen erstreckt. Weitere Informationen und eine Petition finden sie
▶▶ hier.

Hohe Akzeptanz für Seilbahnen in Innenstädten
Das Transportmittel der Zukunft für Innenstädte könnte die Seilbahn sein. Metropolen wie Ankara, La Paz oder Portland nutzen sie bereits als Verkehrsmittel. In München steht dies auch zur Diskussion. Leise, umweltfreundlich und billiger als die U-Bahn.
▶▶ http://idw-online.de/de/news704498

Klimawandel dezimiert Nahrungskette im Regenwald
Neue Indizien für eine dramatische Entwicklung: Auch im Regenwald der Karibikinsel Puerto Rico verschwinden die Insekten - mit Folgen für das ganze Ökosystem. ▶▶ Mehr

Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
Im Juni 2018 hat das Bundeskabinett Eckpunkte zum "Aktionsprogramm Insektenschutz" beschlossen. Mit dem Aktionsprogramm soll das Insektensterben möglichst gestoppt werden. Gemeinsam mit den Ländern, Kommunen, Akteuren aus dem Naturschutz, Wirtschaft, Forschung und Verbänden sowie der Unterstützung jedes Einzelnen will die Regierung den Trend umkehren und die Lebensbedingungen für Insekten insgesamt deutlich verbessern. Auf Grundlage der beschlossenen Eckpunkte hat das BMU in den letzten Wochen konkrete Maßnahmenvorschläge erarbeitet, die nun mit einer breiten Öffentlichkeit diskutiert werden sollen. ▶▶ Mehr

Ein Mosaik lichter Waldstrukturen für den Schutz von Schmetterlingen
DBU und Hochschule Rottenburg bringen Licht in dunkle Wälder – Fördersumme: 211.000 Euro. ▶▶ http://idw-online.de/de/news703900

25.10.2018

Der Star braucht es größer
Vor 70 Jahren schon ist die Streuobstwiese im Hessental angepflanzt worden, die der Stadt Albstadt gehört und von der NABU-Gruppe gepflegt wird. Zum wiederholten Male haben die Umweltschützer dort ihr Streuobstwiesenfest gefeiert: mit zahlreichen Ständen mit Informationsmaterial. Der ▶▶ Schwarzwälder Bote berichtet.

Das Verschwinden der Schmetterlinge
Am Naturkundemuseum Karlsruhe betreut Dr. Robert Trusch eine der größten Schmetterlingssammlungen Deutschlands. Seit mehreren Jahrzehnten betreibt der Entomologe Feldforschung an heimischen Faltern. Der SWR hat einen 6-minütigen Film darüber veröffentlicht und etliches Wissenswerte zusammengefasst. ▶▶ Mehr

Sechs Schlangenarten leben im Ländle
Sechs Schlangenarten sind in Baden-Württemberg heimisch - zwei davon sind giftig. Allerdings müssen sie mehr Angst vor uns Menschen haben, als wir vor ihnen. Einen interessanten Kurzfilm gibt's in der ▶▶ Reihe "SWR Wissen"

Weibliche Höhleninsekten pumpen Männchen leer
Bei Staubläusen haben die Weibchen den Penis - mit Widerhaken, damit der Sex länger dauert. Der bizarre Sex entwickelte sich wohl dank eines besonderen Ventils. ▶▶ Mehr

Wie der Käfernachwuchs in Kadavern gedeiht
Der Totengräber Nicrophorus vespilloides vergräbt die Kadaver kleiner Tiere in der Erde, um sie als Futterquelle für seinen Nachwuchs zu nutzen. Allerdings sind die toten Tiere und somit die Brutstätte der Larven von mikrobieller Zersetzung und Fäulnis bedroht. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena sowie der Universitäten in Mainz und Gießen zeigen, dass die Käfer schädliche Mikroben mit nützlichen Mikroorganismen aus ihrem eigenen Darm ersetzen und so dafür sorgen, dass sich der Käfernachwuchs in dem Kadaver wohlfühlt und dort bestens gedeiht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news703854

Tropische Nachtfalter sind in den Bergen größer
Neue Studie in Biodiversitäts-Hotspot hat den Zusammenhang zwischen der Größe von tropischen Schmetterlingen und ihrer Höhenverbreitung untersucht
▶▶ http://idw-online.de/de/news703926

Freilebende Schimpansen teilen Nahrung mit ihren Freunden
Warum sollte man sein Essen mit Personen teilen, die nicht zur eigenen Familie gehören und einem keinen direkten Vorteil verschaffen? Ein internationales Forscherteam am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (MPI-EVA) in Leipzig beobachtete im Taï-Nationalpark an der Elfenbeinküste freilebende Schimpansen beim Teilen ihrer Nahrung. Dabei fanden die Forschenden heraus, dass Schimpansen besonders beliebte Nahrungsmittel wie Fleisch, Honig oder große Früchte vor allem mit ihren Freunden teilen, und dass weder der Rang eines Tiers noch Bettelei ihres Gegenüber ihre Entscheidung beeinflussen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news703676

Warum gerade jetzt so viele Wanzen fliegen
Die Meldungen über »Wanzenplagen« häufen sich; massenhaft sitzen die Sechsbeiner auf Wänden und Fenstern. Doch fürchten muss sich (fast) niemand. ▶▶ Mehr

Moosartiges Tropentier erobert den Norden
Moostierchen bilden normalerweise in warmen Gewässern ihre dichten Kolonien. Doch nun scheinen sie sich auch vor Alaska heimisch zu fühlen. Der Erderwärmung zum Dank. ▶▶ Mehr

Infobrief des Landesnaturschutzverbandes: Im Blickpunkt - vom Anstupsen
Wir alle wissen, was wir tun müssen, um die Welt zu retten: weniger Auto fahren und weniger fliegen, weniger Energie verbrauchen, weniger Müll produzieren, umweltfreundlich einkaufen. Und wir alle tun – meistens – das Gegenteil! Wie soll man, wie soll die Politik damit umgehen? Auf "bessere Aufklärung über Umwelthemen und bessere Bildung" könnte man sich schnell einigen. Wenn da nicht die Umweltpsychologen wären, die nachweisen, dass das wirkungslos ist. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Wir haben die Wahl: Gold oder Gorilla?
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: Gorillas, Schimpansen, Waldelefanten – das Schutzgebiet Itombwe in der Demokratischen Republik Kongo bietet eine überwältigende Artenvielfalt. Trotzdem will die Firma Banro Gold abbauen. Umweltschützer fürchten Schlimmes für die Natur und die Bevölkerung. Banro ignoriere alle Kritik. Deshalb müssen wir international Druck aufbauen. ▶▶ Weitere Infos und eine Petition

18.10.2018

Mehr blühende Gärten im Siedlungsraum
Alle NABU-Gruppen haben vom NABU-Landesverband eine Reihe von "Blühende Gärten"-Flyer mit Samentütchen (mehrjährige Pflanzen, ausreichend für 1 qm) erhalten. Wer sich dafür interessiert, darf sich gerne an die NABU-Gruppen im Kreis wenden.

Stellungnahmen der Naturschutzverbände
Immer wieder kommen bei uns Planunterlagen auf den Tisch, zu denen wir Stellung beziehen sollen. In diesem Jahr waren es gleich mehrere, für die die Abgabefrist mitten in der Urlaubszeit lag. Das ist ärgerlich, besonders weil nur in wenigen Fällen eine Fristverlängerung möglich war. Doch unsere ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter haben es geschafft. Jetzt stehen gleich sieben neue Stellungnahmen auf unserer ▶▶ Website.

Hunderttausendfaches Trompeten - das große Kranichspektakel hat begonnen
Wer in Europa Kraniche sehen will, der muss nach Norddeutschland kommen. Schon jetzt halten sich dort rund 150.000 der eindrucksvollen Schreitvögel auf - und es werden täglich mehr. Ein Ausflug an den Bodden, ins Odertal, ins Havelland oder in die Diepholzer Moorniederung lohnt sich also. ▶▶ Mehr

Kokon schützt sensible Ameisenbrut vor giftiger Desinfektion
Ameisen sind reinliche Tiere: Wenn sie eine neue Nestbox beziehen, verbringen sie die ersten Tage damit, sie gründlich zu reinigen. Die Ameisensäure hält dabei zwar das Nest sauber, ihre Verwendung im Nest ist aber gefährlich und kann ungeschützte Brut töten. Allerdings schützt der Seidenkokon die empfindlichen Puppen vor negativen Auswirkungen, wie Sylvia Cremer vom Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) und ihr Team, darunter Erstautor und Doktoratsstudent Christopher Pull – jetzt Postdoc an der Royal Holloway University London (RHUL) – in der heutigen Ausgabe von Current Biology zeigen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news703619

Ein Schritt zur biologischen Kriegsführung mit Insekten?
Ein Forschungsprogramm der Forschungsbehörde des US-Verteidigungsministeriums könnte leicht zur Entwicklung biologischer Waffen missbraucht werden
▶▶ http://idw-online.de/de/news703444

Erstmals tödliche Vogelgrippe-Infektion beim Seeadler nachgewiesen
Bleivergiftungen oder eine Kollision mit einem Zug waren bisher die wahrscheinlichsten unnatürlichen Todesursachen bei Seeadlern. Im Winter 2016/2017 gab es jedoch zahlreiche Todesfälle in Norddeutschland, bei denen beides ausgeschlossen werden konnte. Stattdessen waren 17 Seeadler in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg mit dem hochansteckenden Vogelgrippevirus H5N8 infiziert. Die tödlichen Infektionen mit dem Virusstamm H5N8 2.3.4.4b sind die ersten Fälle der Vogelgrippe bei Seeadlern und stellen den Schutz der bedrohten Greifvögel vor neue Herausforderungen. Die Studie ist in der Fachzeitschrift "Viruses" erschienen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news703401

Vor Zuschauern sind Singvögel leidenschaftlicher
Blaukopf-Schmetterlingsfinken intensivieren ihre Balzvorführungen, wenn Publikum anwesend ist. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen und der Hokkaido University in Japan haben herausgefunden, dass beide Geschlechter singen und oft eine Art Stepptanz aufführen, vor allem wenn ein Vogel des anderen Geschlechts zuschaut. Da die Vögel den Balztanz zum Partner hin ausrichteten und nicht zum Publikum, wollen sie vermutlich den Zuschauern ihren Pärchenstatus zeigen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news703326

Insektenrückgang: Bundesweites Monitoring soll Antworten liefern
Noch sind viele Fragen zum Insektenrückgang in Deutschland offen: In welchem Umfang sind Regionen, Lebensräume und Artengruppen betroffen? Welche Ursachen liegen den mittlerweile eindeutig nachgewiesenen Trends zugrunde und welche Schutzstrategien sind erfolgreich? Ein jetzt vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) bewilligtes Vorhaben an der Universität Osnabrück soll ein bundesweit einheitliches Verfahren entwickeln, das künftig Antworten liefert. Das Vorhaben wird vom BfN mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.
▶▶ http://idw-online.de/de/news702832

Winterquartiere im Garten: Welche Tiere überwintern wo?
Im Herbst gehen viele Tiere auf die Suche nach einem geeigneten Winterquartier. In unseren Naturgärten werden sie fündig. Doch wer überwintert wo? Eine interaktive Grafik des NABU zeigt, in welchen Gartenelementen welche Tiere zur Ruhe kommen. ▶▶ Mehr

Der NABU trauert um Dieter Rockenbauch
Dieter Rockenbauch ist unerwartet im Alter von 82 Jahren in seinem Heimatort gestorben. In Anerkennung und Dankbarkeit seines außerordentlichen Engagements für den Naturschutz erinnert der NABU Baden-Württemberg an einen guten Freund und beharrlichen Naturschützer. Rockenbauch hat sein Leben dem Vogel- und vor allem dem Wanderfalkenschutz verschrieben. ▶▶ Nachruf im NABU-Netz (nur mit Zugangsdaten)

Ein weiteres neues Virus: Das West-Nil-Virus breitet sich aus
Nachdem im August erstmals das West-Nil-Virus in Deutschland bei einem Vogel nachwiesen wurde, mehren sich nun die Fälle. Volierenvögel sind ebenso betroffen wie frei lebende Vögel. In Brandenburg starb zudem ein Pferd. Das Virus kann auch Menschen gefährlich werden, in Südeuropa gab es 2018 bereits 90 Tote. ▶▶ Mehr

RWE soll für Polizeieinsatz zahlen
Susanne Krupp-Kirschke schreibt auf Change.org: "Täglich lese ich in den Zeitungen und im Internet, dass der Einsatz zur Räumung des Hambacher Waldes der bislang teuerste, größte und möglicherweise ungerechtfertigste Polizeieinsatz in der Geschichte Nordrhein-Westfalens ist. Als Steuerzahlerin aus dem Rheinland und als Befürworterin einer nachhaltigen Politik, fordere ich, dass die Landesregierung die Kosten für den Polizeieinsatz offenlegt und dass RWE diese übernimmt!" Weitere Informationen und die Petition finden Sie ▶▶ hier.

Mehr Reichweite: Traktionsbatterie speichert thermische Energie
In Zeiten anstehender Fahrverbote werden batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) immer interessanter. Deren Reichweite schwangt jedoch vor allem bei niedrigen Umgebungs-Temperaturen. Innerhalb des EU-Projekts OPTEMUS wurden eine Vielzahl effizienz-steigernder Technologien entwickelt, um so insbesondere die Reichweiten-Schwankung des Elektrofahrzeugs Fiat 500e zu reduzieren. Dazu gehört eine thermisch speicherfähige Traktionsbatterie, die das Fraunhofer LBF maßgeblich mit entworfen hat. Im Mittelpunkt steht ein neuartiges Faserverbund-Sandwich-Batteriegehäuse, welches die in einem Phasenwechselmaterial-Verbundsystem (PCM-Verbund) gespeicherte Wärmeenergie zur Umgebung thermisch abschirmt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news703617

Nutzen des Kohleausstiegs übersteigt Transformationskosten deutlich
Der Kohleausstieg ist klimapolitisch notwendig, energiewirtschaftlich sinnvoll sowie technisch und wirtschaftlich machbar. Die sukzessive Stilllegung der Kraftwerke nach festgelegter Reihenfolge ermöglicht höchstes Maß an Steuerbarkeit und schafft den notwendigen Vorlauf für regionale Strukturentwicklung. Wie der Kohleausstieg in seinen verschiedenen Facetten gelingen kann, fassen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), des Ecologic Instituts und des Wuppertal Instituts im neuen "Kohlereader" zusammen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news703474

11.10.2018

Nisthilfen für Schwalben
Erfreulicherweise steigt im Kreis die Nachfrage nach Schwalbennestern und nicht jede*r weiß, wohin man sich wenden kann. Der NABU Zollernalb hat nun auf seiner Internetseite ein Angebot gemacht. ▶▶ Mehr

Spektakulärer Kolibri in den Anden entdeckt
Die Anden sind ein Vielfaltszentrum der Erde - selbst große Wirbeltierarten werden hier immer wieder neu entdeckt. Das belegt ein attraktiver Vogel aus Südecuador. ▶▶ Mehr

Giraffenbabys erben Fleckenmuster von ihren Müttern
Das typische Giraffenmuster wird von der Mutter an das Baby weitervererbt. Von der Musterung hängt zudem das Überleben der jungen Giraffen ab, wie eine Studie der Universitäten Zürich und Penn State belegt. Sie zeigt auch, wie mit neuem Instrumentarium die Markierungen anderer Wildtiere untersucht werden können. ▶▶ http://idw-online.de/de/news703243

Alarmierender Rückgang des Jaguars in den Wäldern des Gran Chaco
Neue Studie identifiziert Entwaldung und Bejagung als Gründe
▶▶ http://idw-online.de/de/news703219

Heimische Fischarten vorm Aussterben – invasive Arten nehmen zu
Ein Großteil der bayerischen Fließgewässer ist in keinem guten ökologischen Zustand. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat nun erstmals Langzeitdaten zu den Fischbeständen der oberen Donau, Elbe und des Mains systematisch analysiert. Das Team kommt zu dem Ergebnis, dass heimische Fischarten vor dem Aussterben stehen, während einige invasive Arten in ihren Beständen zunehmen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news703204

Klimawandel fördert Ausbreitung höherwüchsiger Pflanzen in der Arktis
Niedrige Gräser und Zwergsträucher bestimmen die Vegetation der arktischen Tundra. Doch das könnte sich in Zukunft ändern. Mit der Klimaerwärmung sinken die Selektionsvorteile der bisherigen Strategie dieser Pflanzen, sich an den Boden zu pressen um die wärmere bodennahe Luftschicht zu nutzen und sich vor kalten Winden zu schützen. Ein großes internationales WissenschaftlerInnen-Team unter Beteiligung von BiologInnen der Universität Wien fand nun heraus, dass höherwüchsige Pflanzen in den vergangenen Jahrzehnten in der Tundra signifikant häufiger geworden sind. Die Studie erscheint aktuell in "Nature". ▶▶ http://idw-online.de/de/news702866

Wissenschaftler beschreiben Mechanismus hinter Mensch-Wildtier-Konflikten
Fehlen wilde Beutetiere, greifen Raubtiere wie Wölfe häufig auf Nutzvieh zurück. Dies wiederum führt auch zu Vergeltungsmaßnahmen, bei denen Raubtiere getötet werden. Wilderei in Form von Jagd auf die Beutetiere von Raubtieren kann zur Verschärfung dieses Konflikts beitragen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news703279

Pervers: EU will illegales Holz aus Vietnam!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: illegales Holz aus Südostasien – bei uns? Mit Gütesiegel? Das kann bald Wirklichkeit werden. Die EU macht‘s möglich und drückt aufs Tempo. Bald soll Holz aus Vietnam ganz legal in der EU verkauft werden dürfen, obwohl ein großer Teil davon aus Kambodscha stammt – und dort von Kriminellen in Nationalparks geschlagen wurde. ▶▶ zur Petition

05.10.2018

Moore leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz
Über die Bedeutung von Mooren als Lebensraum informiert die Ausstellung des NABU und der Stadt Hechingen. Am Freitag fand die Eröffnung im Foyer des Rathauses statt. Lesen Sie mehr im ▶▶ Schwarzwälder Boten und in der ▶▶ Hohenzollerischen Zeitung

Rosenkäfer beim Schwalbenturm
Dichtes Gedränge herrscht am Schwalbenturm in Täbingen: Die ersten Mehlschwalben beziehen den 2017 neu errichteten Turm. Staunend beobachten die "Rosenkäfer", eine Kindergruppe der Naturschutzjugend (NAJU) aus Rosenfeld, das Geflatter. ▶▶ Schwarzwälder Bote

Die Kraniche sind früh dran
Der trockenheiße Sommer scheint auch den Zeitplan der Kraniche etwas durcheinander gebracht zu haben. Schon früh haben sich Zehntausende an den Rastplätzen versammelt, die Zahlen sind aktuell doppelt so hoch wie im Vorjahr. ▶▶ Mehr

Wüstenameisen haben ein erstaunliches Duftgedächtnis
Wüstenameisen sind in der Lage, viele verschiedene Futterdüfte schnell zu lernen und sie ihr ganzes Leben lang zu behalten. Dabei unterscheidet sich das Gedächtnis für Futterdüfte grundlegend von der Erinnerung an Nestdüfte: Während Futterdüfte schon nach einmaligem Kontakt gelernt und nicht wieder vergessen werden, sind für das Erlernen des Nestduftes mehrere Versuche notwendig. Außerdem vergessen die Ameisen einen mit dem Nest assoziierten Duft sehr schnell wieder, wenn er am Nest nicht mehr vorkommt. Die Verarbeitung von Futter- und Nestdüften scheint also im Riechhirn der Insekten unterschiedlich zu erfolgen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news702604

Massentötung von Hippos verhindern
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald schreibt: Sambias Regierung bläst im weltberühmten Tal des Luangwa zum großen Töten. Trophäenjäger sollen dort bis zu 2.000 Flusspferde erschießen dürfen. Ein Jagd-Anbieter hat die Safaris bereits im Programm: Jeder Tourist darf 5 Hippos erlegen. Kostenpunkt: 14.000 US-Dollar. ▶▶ zur Petition

Schwalben ziehen fort – die Probleme bleiben hier
Tausende Mehl- und Rauchschwalben machen sich derzeit auf den weiten Weg in ihre Winterquartiere jenseits der Sahara. "Beide Schwalbenarten sind auf der bundes-deutschen Roten Liste angekommen. Das ist ein alarmierendes Signal", sagt Gerhard Bronner, der Vorsitzende des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg, im Vorfeld einer öffentlichen Tagung zur Stadtnatur, zu der der LNV im November nach Stuttgart einlädt. ▶▶ Mehr

Glyphosat einmal mehr als Ursache fürs Bienensterben entlarvt!
Sarah Wiener und die Deutsche Umwelthilfe e.V. über Change.org: Eine neue Studie bestätigt es erneut: Entgegen aller Behauptungen der Industrie ist Glyphosat für das Sterben unserer Bienen mitverantwortlich, denn es stört die Darmflora der Bestäuber. Warum tut die Landwirtschaftsministerin immer noch nichts, um unsere Bienen zu schützen? Bitte schreibt ihr jetzt eure Protestmail: ▶▶ www.duh.de/bienen

Pflanzenkohle - Ein Missing Link für das 1,5°C-Ziel
Aus der sfv-Rundmail vom 31.08.: Mit Pflanzenkohle (Terra Preta) können große Mengen an CO2 aus der Atmosphäre geholt und in Ackerböden dauerhaft gespeichert werden.
Wie das geht und welchen zusätzlichen Nutzen Pflanzenkohle in der Landwirtschaft hat kann, erfahren Sie im Beitrag von Prof. Daniel Kray und Hans-Peter Schmidt:
▶▶ https://www.sfv.de/artikel/pflanzenkohle

Gegen Straßenschmutz im Regenwasser
Autos verschmutzen nicht nur die Luft, sondern auch die Straßen, auf denen sie fahren. Abrieb von Reifen und Bremsen oder Verlust von Öl – wenn es regnet, gelangen Schadstoffe von den Straßen ins Abwasser. Wie dieses bestmöglich gereinigt werden kann, erforschen Wissenschaftler der Hochschule OWL im Rahmen eines vom NRW-Umweltministerium geförderten Projektes. Die Untersuchungen finden an der Bundesstraße 64 in Höxter statt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news702595

Wieso dauern die Heißwetterperioden so lange (Rossby-Wellen)
Aus der sfv-Rundmail vom 19.08.: Ackerböden, Gärten, Parks und Wälder trocknen aus, weil die Heißwetterperioden ohne Regen zu lange dauern. Wie es dazu kommt, warum die Hochdruckgebiete immer zögerlicher von Tiefdruckgebieten abgewechselt werden, erklärt sehr anschaulich eine bewegte Grafik in einem YouTube-Video zu den sogenannten "Rossby-Wellen", mit denen der Jet-Stream mäandert: ▶▶ https://www.youtube.com/watch?v=MzW5Isbv2A0 - von Minute 0:51 bis 2:03 wird der Jet-Stream grafisch dargestellt.

Warnung vor Hybris bei CO2-Entzug
Um die im Paris-Abkommen vereinbarten Temperaturziele einhalten zu können, muss die Menschheit große Mengen CO2 wieder aus der Atmosphäre herausholen. Die dafür notwendigen CO2-Entnahmetechnologien, häufig als "negative Emissionen" bezeichnet, sind jedoch mit Risiken behaftet. Ihre ethischen Konsequenzen sollten deshalb sowohl in der Ethik als auch in den Klimawissenschaften berücksichtigt werden. Das empfehlen Forscher um Dominic Lenzi vom Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC).
▶▶ http://idw-online.de/de/news702516

"Mit Beginn des Oktoberfests steigt der Methan-Ausstoß" – ein Interview
Jia Chen ist Professorin für Umweltsensorik und Modellierung an der Technischen Universität München (TUM). Dieses Jahr wird sie mit ihrem Team messen, wie viel Methan während des Oktoberfests auf der Festwiese ausgestoßen wird. Im Interview erläutert Sie die Hintergründe ihres Projekts. ▶▶ http://idw-online.de/de/news702525

Energiewende auf den Flüssen Europas
Ingenieure der Universität Magdeburg haben mobile Wasserkraftanlagen und fischfreundliche Wehre für umweltfreundliche Energiegewinnung entwickelt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news702502

Legal, aber nicht legitim
Der Unterschied zwischen legal und legitim - er könnte in der Auseinandersetzung um die Rodung des Hambacher Walds nicht größer sein, meint Christiane Schulzki-Haddouti. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

27.09.2018

Plettenberg: Hochflächenrest sollte geschützt werden
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) hat sich dem Thema Zementwerk Dotternhausen angenommen. Im aktuellen Infobrief des Vereins steht das Werk und die daraus erfolgenden Konflikte im Mittelpunkt. Professor Dr. Wolfgang Faigle, LNV-Referent für Immissionsschutz, Abfallwirtschaft und Ressourcenmanagement, beschreibt in einem Sachstandsbericht die drei umstrittenen Umweltprobleme: die Erweiterung des Steinbruchs, die Müllverbrennung im Zementofen und die Nutzung des Ölschiefers als Brennstoff. ▶▶ Zollern-Alb-Kurier bzw. ▶▶ Schwarzwälder Bote

Flugsäuger gehen auch mal zu Fuß auf die Jagd
Informativ, unterhaltsam, kompetent: Bei der Fledermausnacht in Haigerloch am Samstagabend war der Fledermaussachverständige des NABU Haigerloch, Jörg-Andreas Reihle, wieder in seinem Element. ▶▶ Schwarzwälder Bote

Virus macht Papageien weltweit federlos
Ursprünglich kam die Feder- und Schnabelkrankheit der Papageien nur in Australien vor. Durch den Tierhandel hat sie sich ausgebreitet und bedroht seltene Arten. ▶▶ Mehr

Kleine Tiere, große Wirkung: Wirbellose halten Ökosysteme am Laufen
Ob groß oder klein - pflanzenfressende Tiere wie Hirsche, Murmeltiere, Mäuse, Schnecken oder Insekten spielen eine zentrale Rolle im Ökosystem Wiese. Insbesondere wenn die Wirbellosen fehlen, zerfallen Nahrungsnetze und Nährstoffkreisläufe; das Ökosystem bricht zusammen. Dies zeigen die Resultate einer Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL im Schweizerischen Nationalpark. ▶▶ http://idw-online.de/de/news701882

Städte machen einheimische Eidechsen zur Minderheit
Studie der Universität Trier: Bestände schrumpfen auf bis zu zehn Prozent
▶▶ http://idw-online.de/de/news701746

Weiterer Fernsehtipp: NaturNah: Dem Uhu auf der Spur - Film von Ralf Bartels
Thomas Grünkorn ist Biologe. Er kennt sich wie kaum ein anderer in den Horsten von Greifvögeln aus, denn Hunderte davon besucht er jedes Jahr zu Forschungszwecken. Er beringt Jungvögel bedrohter Arten wie Seeadler und Rotmilan. Vor gut zwei Jahren sind ihm im Zuge eines Forschungsprojekts zum Rückgang des Mäusebussards spektakuläre Aufnahmen gelungen. Darin ist zu sehen, wie Uhus die Nester von Mäusebussarden systematisch plünderten. Jetzt hat der Biologe den Uhu, die größte Eulenart in Deutschland, zum Objekt seiner Forschung gemacht. Termin: Dienstag, 25.09.18 18:15 - 18:45 Uhr NDR Fernsehen. ▶▶ Mehr

Aus Holzabfällen erfolgreich erneuerbares Gas produziert
Karlsruher Forschern ist es mit einer Pilotanlage für Waben-Methanisierung gelungen, aus einem aus Biomasse hergestellten Synthesegasgemisch hochwertiges und damit anwendungsfreundliches erneuerbares Methan zu produzieren. Der in Fachkreisen SNG (Synthetic Natural Gas) genannte Energieträger eignet sich sowohl als Brennstoff für Blockheizkraftwerke und Heizungsanlagen als auch als Treibstoff für Autos oder Lkw und ist dem fossilen Erdgas qualitativ ebenbürtig. ▶▶ http://idw-online.de/de/news701966

Ausnahmen für Unternehmen bei EEG-Umlage senken die Zahlungsbereitschaft
Die Ausnahmeregelung für stromintensive Unternehmen beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist seit Jahren umstritten. Eine neue Studie des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung zeigt nun, dass solche indirekten Subventionen die Zahlungs-bereitschaft von privaten Haushalten beeinflussen: Würden die Ausnahmeregelungen für Unternehmen wegfallen, könnte die Akzeptanz für die Kosten der Energiewende demnach deutlich zunehmen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news701940

Ökokrieger gegen Seeadler?
Greenpeace energy will gegen den Widerstand von Naturschützern Windkraftanlagen durchsetzen, die Seeadler bedrohen. Ein Interessenkonflikt ▶▶ Mehr

21.09.2018

NABU Hechingen will Hecken-Biotop bei Baugebiet erhalten
Darf eine große, über Jahrzehnte gewachsene Hecke für ein Neubaugebiet einfach verkleinert werden? Eigentlich nicht. Unser Hechinger Ortsverein hat sich zu entsprechenden Plänen der Stadt geäußert und die Kritik auch in die Zeitung gebracht. ▶▶ Hohenzollerische Zeitung

Die Spinne am Abend ist meist männlich
Arachnophoben Menschen bereitet nicht nur die Spinne am Morgen Sorgen. Eine große britische Bürgerstudie zeigt, wann und welche Achtbeiner im Haus so unterwegs sind. ▶▶ Mehr

Warum Nacktmulle den Kot ihrer Königin fressen
Kinder kriegen kann bei Nacktmullen nur die Königin. Nach der Geburt sorgt sie dann mit einer besonderen Strategie dafür, dass sich andere Tiere um den Nachwuchs kümmern. ▶▶ Mehr

Pflanzensamen überstehen Wäsche - Ausbreitung invasiver Arten an Kleidung
Nach einem Spaziergang über Wiesen und Felder findet man oft Kletten auf Hosen und Socken. Derart anhängliche Samen gehören zu Pflanzen die sich darauf spezialisiert haben ihre Samen im Fell von Tieren an entfernte Orte transportieren zu lassen (Epizoochorie). Manche Pflanzen sind invasiv, d.h. sie sind in einer Region nicht heimisch, breiten sich jedoch schnell aus und wirbeln oft die ursprünglichen Pflanzen- und teils auch Tiergemeinschaften durcheinander. Umso wichtiger ist es, die Verbreitungswege dieser Arten zu kennen um gezielt eingreifen zu können. ▶▶ http://idw-online.de/de/news701537

Sommertrockenheit löst Heidesterben auf Hiddensee aus
Durch die extreme Trockenheit im Sommer 2018 sind im gesamten Gebiet der Dünenheide Sträucher vertrocknet. Studierende der Universität Greifswald haben im Ökologischen Geländepraktikum das Heidesterben in der Dünenheide dokumentiert. Bei der Besenheide wurde festgestellt, dass mehr als ein Viertel der oberirdischen Biomasse abgestorben war.
▶▶ http://idw-online.de/de/news701645

Kein Job für Männer
Sie heißen Akashinga, die Tapferen: In Simbabwe kämpft ein Team von Frauen gegen Wilderei. Das Projekt zeigt, wie moderner Tierschutz gelingt, wenn er die Einheimischen einbindet.
▶▶ Mehr

Noch was zur Menschengeschichte: Halb Neandertaler, halb Denisova-Mensch
Forscher haben das Erbgut eines Mädchens entschlüsselt, das einst in Sibirien lebte. Seine Mutter: Neandertalerin; der Vater: Denisovaner. ▶▶ Mehr

14.09.2018

Stellungnahme: Bebauungsplan in Haigerloch nach § 13b BauGB
Aus Naturschutzsicht bestehen gegen das Vorhaben zwar keine Einwände, doch wir bemängeln das Verfahren, weil es ein gutes Beispiel für die aus unserer Sicht bestehende Zweckentfremdung eines Gesetzes ist, das zwar eigentlich zur Behebung des dringendsten Wohnraumbedarfs in Ballungsgebieten erlassen wurde, hier jedoch auf den klassischen Einfamilienhausbereich angewandt wird.
Diese und weitere Stellungnahmen finden Sie ▶▶ hier.

Auswilderung von Mönchsgeiern in Bulgarien
Drei junge Mönchsgeier sollen in die Freiheit entlassen werden. Im östlichen Balkangebirge bereiten derzeit unsere Partner von Green Balkans und vom Fund for Wild Flora and Fauna die großen Vögel auf ihren neuen Lebensabschnitt vor. Die drei Geier sollen die Basis dafür bilden, dass in Bulgarien bald wieder Exemplare der bedrohten Art brüten. EuroNatur ist Partner des internationalen Projekts. ▶▶ Mehr

Vogelwelt und Klimawandel
Gernot Segelbacher erinnert in der Bodensee-Orni-Newsgroup an die Berichte der "Riffreporter", die vogelkundliche, aber auch andere Inhalte, kompakt aufbereiten. Nun ist ein Übersichtsbericht zu klimatisch bedingten Effekten auf die Vogelwelt erschienen:
▶▶ https://www.riffreporter.de/flugbegleiter-koralle/flugbegleiter-klimawandel/

Papageien denken ökonomisch
Wenn sie für die Zukunft eine größere Belohnung erwarten, verzichten die Vögel auf den unmittelbaren Vorteil. ▶▶ http://idw-online.de/de/news701001

Wie Vögel lernen
Singvögel können sowohl durch Beobachten als auch mittels Experimentieren neue Fähigkeiten erlernen. Durch Experimentieren erworbene Fähigkeiten können sie allerdings besser an neue Situationen anpassen, wie Wissenschaftler der ETH und der Universität Zürich zeigen konnten. Die Forscher sehen auch Parallelen zum Lernen bei Kindern.
▶▶ http://idw-online.de/de/news700555

Töten bald neue Pestizide unsere Schmetterlinge?
Dr. Robert Trusch schreibt bei Change.org: "Das Teilverbot für Neonikotinoide wurde durch die EU beschlossen. Aber leider versuchen Agrarchemiekonzerne immer wieder neue Insektengifte auf den Markt zu bringen. Deshalb müssen wir unbedingt dranbleiben und weiter deutlich machen, dass wir gegen den massiven Einsatz von Pestiziden sind." ▶▶ Mehr

Verbrecher aus Leidenschaft
Sie konnten der Schönheit der Vogelfedern nicht widerstehen. Zwei Männer wurden deshalb zu Dieben - und schadeten der Wissenschaft sehr.
▶▶ https://www.spektrum.de/news/verbrecher-aus-leidenschaft/1580234

Wichtiges Urteil: "Genscheren" sind Gentechnik
Aus dem Newsletter des Umweltinstituts München: "Dieses Urteil ist ein Paukenschlag für die Gentechnikindustrie: Der Europäische Gerichtshof hat klargestellt, dass Tiere und Pflanzen, deren DNA mithilfe neuer Gentechnikmethoden verändert wurde, reguliert und gekennzeichnet werden müssen." ▶▶ Mehr

Mobilfunkstrahlung kann Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen
Hochfrequente elektromagnetische Felder können sich bei der Nutzung von Mobiltelefonen nachteilig auf die Entwicklung der Gedächtnisleistung von bestimmten Gehirnregionen auswirken. Das ergab eine Studie mit fast 700 Jugendlichen in der Schweiz. Die vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) geleitete Studie wird am Donnerstag, 19. Juli 2018 in der Fachzeitschrift Environmental Health Perspectives veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news699584

Neue Wärmepumpe: Umweltfreundlich und effizient
Wärmepumpen machen Umweltenergie für Heizzwecke nutzbar. In der Regel werden sie jedoch mit synthetischen Kältemitteln betrieben, die umweltschädliche, fluorierte Treibhausgase (F-Gase) enthalten. Fraunhofer-Forscherinnen und Forscher haben jetzt im Rahmen eines Konsortiums eine Wärmepumpe mitentwickelt, in der stattdessen Propan eingesetzt wird. Das macht die Pumpe nicht nur klimafreundlicher, sondern auch effizienter.
▶▶ http://idw-online.de/de/news701455

06.09.2018

Dank NABU lernen Schüler eine Menge über die Biologie der Insekten
Seit Beginn des gerade zu Ende gehenden Schuljahrs hat sich eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Realschule Winterlingen und der Naturschutzbund-Gruppe Albstadt angebahnt. Jetzt erhielt die Schule einen Bienenkoffer. ▶▶ Zeitungsbericht

Plakette "Lebensraum Kirchturm" für Harthausen
Einer kleinen Gruppe von fünf Vogelfreunden in Harthausen ist es zu verdanken, dass der Turm der Kirche St. Mauritius in Harthausen nun einen Nistkasten für Turmfalken respektive Schleiereulen beherbergt. Der NABU Albstadt hat nun die Kirchengemeinde mit der Plakette "Lebensraum Kirchturm" ausgezeichnet. Mehr beim ▶▶ SchwaBo

Aus dem NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen: Störche-fressender Uhu
Ein Uhu, der Störche frisst, ist bei Freiburg aufgefallen. Als er schließlich eingefangen werden konnte, weil er sich in einen Schuppen zurückgezogen hatte, kam er ins NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen. Dort wurde festgestellt: Der Uhu sieht nicht mehr richtig. Das SWR-Fernsehen berichtete: ▶▶ zum Filmchen

Mäharbeiten kontra Artenschutz (Satire mit ein bisschen Biss)
Alljährlich wenigstens zweimal werden hierzulande die Wiesen gemäht. Wohlgemerkt, die "normalen", also nicht die, die der Silagegewinnung für die Landwirtschaft dienen sollen. Und das ist zur Erhaltung des Grünlands auch wichtig und richtig so.
Jetzt, Anfang Juli, ist nahezu alles abgemäht, was nach Grünland aussieht. Und weil die Maschinen so schnell und so effektiv sind, können bunte Wiesen, die noch vor kurzer Zeit der Insektenwelt, z.B. den Schmetterlingen, Wildbienen und Schwebfliegen, reichhaltig Nektar anbieten konnten, innerhalb kürzester Zeit komplett blütenleer sein. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Seltene Gänsegeier im Oberallgäu gesichtet
Über 20 Gänsegeier sind vergangene Woche in den Allgäuer Alpen im Bereich Oberstdorf und Balderschwang gesichtet worden. Diplom-Biologe Henning Werth, Gebietsbetreuer im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen, hat Fotos ausgewertet und die Tiere klar identifiziert. Ein Gleitschirmflieger habe Gänsegeier sogar im Bereich der Höfats gefilmt und ihm das Video überlassen, sagte Werth. ▶▶ Mehr

Landesbiologentag 2018: Fünf-Punkte-Plan gegen das Artensterben
Rückgang der Insektenzahlen kann weiteres Artensterben nach sich ziehen / Fachtagung an der Universität Hohenheim stellt Lösungsansätze vor. ▶▶ http://idw-online.de/de/news699416

Fernsehtipp: 360° Geo Reportage - Die Geier sind zurück
Über den Schluchten und Gebirgszügen Südfrankreichs ziehen seit einigen Jahren wieder Geier ihre Runden: Gänsegeier, Mönchsgeier, Bartgeier. Und das nur dank des unermüdlichen Engagements einer Handvoll passionierter Geierexperten. Das Revier der gigantischen Vögel bietet eine atemberaubende Kulisse: die Verdonschlucht und der Vercors. "360° Geo Reportage" beobachtet die Greifvögel in den traumhaft schönen Bergwelten Südfrankreichs aus großer Nähe. Ein absolut sehenswerter Film. Sendetermin: Sonntag, 29.07.2018, 19:30 - 20:15 Uhr auf arte. ▶▶ Mehr

Wasserangebot für Vögel - Vogeltränke oder Teich mit erfrischendem Nass
Baden, trinken, putzen: Besonders im Sommer freuen sich die Vögel, wenn man ihnen eine Wasserstelle bietet. Schnell eingerichtet ist eine flache Schüssel oder ein hübsches Modell aus dem Handel. Wer mag, baut ein Vogelbad einfach selbst. Der NABU zeigt wie es geht!
▶▶ Mehr

10 unserer giftigsten Tiere in Deutschland
Vorsicht vor dem Petermännchen oder dem Ammen-Dornenfinger. Auch einige Tiere in Deutschland besitzen chemische Abwehrwaffen. www.spektrum.de stellt 10 Beispiele vor.
▶▶ Mehr

Planungsbeschleunigung ja, aber richtig - neuer Gesetzentwurf ist Rückschritt
Mit der aktuellen Gesetzesinitiative des Bundesverkehrsministeriums würden Umweltrecht und Beteiligungsmöglichkeiten für Verbände und Bürger stark eingeschränkt. Der NABU setzt sich stattdessen für bessere Planung und frühzeitige Beteiligung ein.
▶▶ Mehr

114 Euro zahlt jeder EU-Bürger für verfehlte Agrarpolitik
Unsere Landschaften bluten aus. Vögel verstummen, Insekten sterben, das Grundwasser ist belastet. Die jährlich 58 Milliarden Euro an Agrarsubventionen müssen endlich für eine Landwirtschaft ausgegeben werden, von der auch Natur, Umwelt und Verbraucher profitieren. Jeder zahlt jährlich 114 Euro für diese verfehlte Agrarpolitik! ▶▶ Mehr

NABU ruft Bauernverband zum längst fälligen Kurswechsel auf
Aus dem aktuellen Newsletter des NABU: "Der DBV muss seinen Kurs grundlegend ändern. Andernfalls drohen weite Teile des ländlichen Raums zu leblosen Produktionsflächen zu veröden." ▶▶ Mehr

Pestizidverbot - und nun?!
Das Freilandverbot der drei Neonikotinoide Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam wird kurzfristig zu einem verstärkten Einsatz anderer Insektizide führen. ▶▶ Mehr

REWE: Tropenholz auf den Grill?
Campact meldet: Bäume fallen, Tiere fliehen – und das nur für billige Grillkohle. Rewe verkauft Kohle, für die der Regenwald abgeholzt wird. Dabei wirbt der drittgrößte deutsche Lebensmittelhändler mit Nachhaltigkeit. Wir fordern: Rewe muss Tropenkohle aus dem Sortiment nehmen. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell. ▶▶ Mehr

Windstrom zum Speichern umwandeln
Im ersten Halbjahr 2018 haben Windparks in Deutschland rund 55 Mrd. kWh ins Stromnetz eingespeist. Das waren 7 Mrd. mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Um zeitweise überschüssigen Windstrom speichern zu können, arbeiten Wissenschaftler an der Verbesserung von Umwandlungs- und Speichertechnologien. Das neue BINE-Projektinfo „Energiepark Mainz“ stellt mit der weltgrößten Power-to-Gas-Forschungsanlage ein vielversprechendes Verfahren vor. Hier wird mithilfe von Windstrom durch Elektrolyse Wasserstoff erzeugt, gespeichert und ins Erdgasnetz eingespeist. Ziel ist, im industriellen Maßstab die Verfahren und neuartige Komponenten zu erproben. ▶▶ http://idw-online.de/de/news699555

Natur in der Stadt – was sie leistet und wie wir sie schützen können
Eine gemeinsame Veranstaltung des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) nimmt am 25. Oktober in Dresden "grüne" Lebensräume in den Blick, erläutert, warum sie wichtig sind für die Stadt und ihre Bevölkerung und wie sich ihre Leistungen be- und aufwerten lassen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news699708

Bayer schlägt zurück: die neuen Super-Pestizide
Lisa Lehmann und Yves Venedey von Campact schreiben: "Bayer-Monsanto ist auf Bienenjagd. Gerade erst hat die EU drei Neonikotinotide verboten, weil sie Hummeln, Bienen und Schmetterlinge töten. Jetzt legt der Chemiegigant einfach mit der nächsten Pestizidmischung nach – wieder ist sie tödlich für Bienen. Sie wirkt besonders perfide. Man behandelt das Saatkorn, und das Nervengift wirkt in allen Teilen der Pflanze: Stängel, Blätter und Blüte werden giftig. Bis August müssen wir die Zulassung verhindern."
Weitere Infos und einen Appell gibt's ▶▶ hier.

26.07.2018

Die BUND-Ausstellung "Schmetterlingsland Baden-Württemberg" in Reutlingen
Die interessante ▶▶ Ausstellung, die im Rahmen des "Schmetterlingsjahr 2015" auch schon im Landratsamt in Balingen gezeigt wurde wird vom 20.07. bis 08.09.2018 im Umweltbildungszentrum Listhof Reutlingen, Friedrich-List-Hof 1, 72770 Reutlingen zu sehen sein.

Mitteilungen des BUND Regionalverbands Neckar-Alb
Barbara Lupp von der Regionalgeschäftsstelle des BUND teilt mit: Die neue BUND RV-Homepage ist noch im Aufbau, aber (trotzdem) lesenswert. Aktuelle Beiträge zu den Themen Stadtgrün, Klimaschutzoffensive, zur Sarchhalde oder zur GSS-Klimawerkstatt finden Sie unter ▶▶ https://www.bund-neckar-alb.de/aktuelles/.
Im Rahmen des BUND-Projektes "Vogelschlag am Glas" fand Anfang Juli eine Tagung statt. Deren spannenden Vorträge jetzt online: ▶▶ Mehr

Unterschutzstellung begrüßt: LNV-Stellungnahme zu vier FFH-Verordnungen
Aufgrund der EU-Klage gegen Deutschland wegen unvollständiger Umsetzung der FFH-Richtlinie muss auch das Land die FFH-Gebiete förmlich als Schutzgebiete nach nationalem Recht ausweisen. Dies geschieht in vier Sammelverordnungen, einer pro Regierungsbezirk. Der LNV begrüßt in seiner Stellungnahme diesen überfälligen Schritt. Er macht jedoch auch beispielhaft auf Mängel z.B. bei der Gebietsabgrenzung (nicht immer nach fachlichen Kriterien), bei den Erhaltungszielen und fehlender Vernetzung der Gebiete aufmerksam. ▶▶ Mehr

Basteltipp: Wie man gefiederten Nachwuchs fördert!
Alle Vögel sind bald da! Aber bevor die klassischen Zugvögel wieder durch die Hecken huschen, haben andere längst mit der Familienplanung begonnen und suchen nach günstigem Wohnraum. Nistkästen sind eine wunderbare Möglichkeit das Familienleben zumindest der Höhlenbrüter hautnah mitzuerleben. ▶▶ weiter im birdnet.de

Alpensegler ins Nest schauen
Der NABU Freiburg in Person von Mathias Schmidt war 1997 beteiligt an der Installation mehrerer Nistkästen für Alpensegler an der Uni Freiburg. In zwei Nistkästen kann mit Hilfe einer Webcam das Brutgeschehen verfolgt werden. Aktuell sind dort junge Alpensegler zu sehen. Klicken sie doch mal hin: ▶▶ zur Webcam

Die Nilgans — Neubürger oder Bestandteil unserer Vogelwelt?
Nur wenige Vogelarten erhalten derart viel mediale Aufmerksamkeit wie die Nilgans. Dabei spielen meistens Abneigungen und Vorurteile gegenüber dieser Vogelart eine Rolle, die jedoch meistens unbegründet sind. ▶▶ Mehr

Mit der Politik gegen das Insektensterben?
Das Bundesumweltministerium will mit einem Aktionsprogramm Insekten besser schützen. Das ist gut, aber was daran soll neu sein - und was erreicht werden?, fragt Gunther Willinger.
▶▶ Mehr

19.07.2018

Wie viel Macht hat die Zementlobby?
Der Zollern-Alb-Kurier hat einen sehenswerten Beitrag zur Geschichte u.a. zum Streit um die Verbrennung und die (schwachen) Filteranlagen online gestellt. Wir finden: sehens- und lesenswert. ▶▶ https://zementwerk.zak.de/

Biotopmanagement an der Eselsmühle mit großen Weidetieren?
Auf Initiative des Pfeffinger Naturschützers Dr. Dieter Haas hatte der NABU Albstadt zu einer Exkursion in die Ehestetter Talaue eingeladen. Unter dem Titel "Heimat für viele Vögel und Insekten" berichtete der Schwarzwälder Bote darüber. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Schwalbenhotel erwartet seine Gäste
Mit einem kleinen Festakt ist das neue Schwalbenhotel in der Olgastraße in Täbingen am vergangenen Freitag eingeweiht worden. Mit von der Partie waren der NABU und der Kindergarten. Lesen Sie weiter im ▶▶ Schwarzwälder Boten.
Weitere Infos über die Schwalbenhaus-Projekte des NABU Zollernalb finden Sie ▶▶ hier.

So halten Vögel Insekten in Schach
Vögel haben einen guten Ruf als Insektenfresser. Nun wurde die gesamte Menge an Sechsbeinern ermittelt, welche von Amsel, Drossel, Fink & Co. vertilgt wird. ▶▶ Mehr

Europäer verdrängten amerikanische Urhunde
Als die Europäer Nordamerika eroberten, brachten sie auch ihre Hunde mit - auf Kosten der amerikanischen Linie. Sie hinterließ keine genetischen Spuren. ▶▶ Mehr

Das große Vogelsterben - Interview mit dem Vogelschutzexperten Lars Lachmann
Unserer Vogelwelt geht es schlecht. Zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man die Meldungen in den Medien verfolgt. Was steckt dahinter und was sind mögliche Ursachen? Ein Interview mit Vogelschutzexperte Lars Lachmann. ▶▶ Mehr

Hecheln, baden, koten, faulenzen - so gehen Tiere mit der Sommerhitze um
Hitzeperioden machen nicht nur Menschen, sondern auch den Tieren zu schaffen. Um unbeschadet hohe Sommer-Temperaturen zu überstehen, haben einige Tiere eigene Tricks entwickelt. Fell und Federn sind nämlich wenig geeignet, um Hitze abzuleiten. ▶▶ Mehr

LNV fordert Bebauungsplan-Änderungen für Nachverdichtungen
Der Landesnaturschutzverband (LNV) begrüßt Minister Hauks Plädoyer für die Aufstockung von Gebäuden. In vielen alten Bebauungsplänen ist eine unverantwortlich lockere Bebauung festgesetzt. Wer sein Haus um ein Stockwerk erhöhen wolle oder auf riesigen Bauparzellen ein zweites Wohnhaus errichten wolle, dürfe das nicht.
Die Kommunen könnten diese Bebauungspläne ändern und eine höhere und dichtere Bebauung zulassen. Aus Angst vor Nachbarprotesten unterbleibe das leider, so die Naturschützer. Lieber weise man am Ortsrand neue Baugebiete aus und trage so zur Zersiedelung der Landschaft bei.
Der LNV fordert, neue Baugebiete nur noch zuzulassen, wenn der Siedlungsbestand sorgfältig auf Nachverdichtungspotenziale geprüft wurde.
Besonders ärgerlich finden die Naturschützer, dass nach dem befristet eingeführten § 13b neue Wohnbaugebiete ohne die wichtigsten Umweltstandards erschlossen werden können. "Die Wohnungsnot in Ballungsräumen wird hier missbraucht, um Einfamilienhausgebiete auf dem Land noch schneller realisieren zu können", ärgert sich LNV-Chef Gerhard Bronner. "Keinesfalls darf diese ohnehin europarechts-widrige Regelung unbefristet weitergelten!"

Schützen Sie die wertvolle Heimat der Rohrdommel
Der NABU wirbt um Spenden. Er schreibt: "Das Teufelsmoor ist Heimat für die gefährdete Rohrdommel, für Bekassine und Kranich. Doch das Vogelparadies steht nun zum Verkauf. Mit Ihrer Spende können wir diesen Schatz der Natur für alle Zeiten schützen." ▶▶ Mehr

Kolumbien: Ein Meilenstein für den Umweltschutz
Der WWF berichtet: "Nirgendwo in Kolumbien wird mehr Wald in kürzester Zeit abgeholzt als rund um den Nationalpark Serranía del Chiribiquete. Und doch gilt gerade diese Region als Schlüsselregion zur Rettung gefährdeter Tiere wie des Jaguars und des Rosa Flussdelfins.
Kolumbiens Präsident Santos hat mit einer seiner letzten Amtshandlungen einen wahren Meilenstein für den Umweltschutz gelegt: Er erweiterte den Chiribiquete-Nationalpark um 1,5 Millionen Hektar auf insgesamt rund 4,3 Millionen Hektar. Damit ist der Park nun größer als die Schweiz und bildet eine grüne Barriere gegen die Abholzung." ▶▶ Mehr

12.07.2018

Stuttgarter Zeitung online: Das Sterben der Insekten
Wer ist für das Insektensterben verantwortlich und welche Konsequenzen hat es für uns Menschen? Die stuttgarter-zeitung.de beantwortet in einer Multimedia-Geschichte die wichtigsten Fragen zum Thema. Unter anderem erklärt die NABU Wildbienen-Expertin Sabine Holmgeirsson, warum Honigbienen nicht zu den bedrohten Arten zählen und was wir tun können, um Wildbienen zu schützen. ▶▶ Mehr

Schwerer Start für Mehlschwalben im Südwesten
Vermutlich sind die Segler und Schwalben bei ihrer gefährlichen Rückreise aus den Überwinterungsgebieten aufgrund des schlechten Wetters über Gibraltar, Marokko und Spanien hängen geblieben. Im April hatte der NABU die Rückkehr der ersten Schwalben nach Baden-Württemberg vermeldet. "Heute müssen wir leider befürchten, dass fast die Hälfte der Nester an Ställen, Häusern und anderen Gebäuden bei Mehlschwalben und Mauerseglern unbesetzt bleiben", sagt NABU-Schwalbenexperte Rudi Apel. ▶▶ Mehr

Buchsbaumzünsler frisst sich wieder durch die Gärten
Momentan frisst sich die Raupe des Buchsbaumzünslers durch Gärten. Gift bietet keinen längerfristigen Schutz – und gefährdet die Artenvielfalt. ▶▶ Mehr

Brutverlust der Seeschwalben auf Trischen
Nach einer Woche mit hohen Wasserständen, starkem Wind, Regen und Kälte ist die Kolonie der Seeschwalben an der Süd-Spitze plötzlich wie leer gefegt. ▶▶ Mehr

Mit 5 Millionen Euro jährlich hält man nicht die Biodiversitätskrise auf
Das Bundeskabinett hat unlängst ein Eckpunktepapier für ein künftiges Aktionsprogramm zum Schutz der Insekten in Deutschland verabschiedet. Es enthält Ziele, die seit langem u.a. von der Forschung gefordert werden, wie etwa einen höheren Strukturreichtum in der Agrarlandschaft, eine Eingrenzung des Pestizideinsatzes aber auch eine Reduktion der Lichtverschmutzung. Können die Insekten sich also bald über bessere (Über)Lebensbedingungen freuen? Dr. Frank Jauker, Insektenforscher an der Universität Gießen, ist skeptisch.
▶▶ http://idw-online.de/de/news698139

Aussterben wegen Marihuana?
Das Kiffen gesundheitsschädlich ist, wussten wir ja schon lange. Doch dass auch für den Artenschutz Probleme entstehen können, lernen wir jetzt aus den USA: Nordkalifornien ist auch nach der Legalisierung des Konsums Zentrum des illegalen Hanfanbaus. Das bedroht das Überleben des Humboldt-Fichtenmarders. ▶▶ Mehr

Luchse in Gefahr
Studie legt nahe, dass Menschen den Raubkatzen im Grenzgebiet von Deutschland, Tschechien und Österreich stark zusetzen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news698298

Politikmix zur Erreichung der Klimaziele u. der Ziele nachhaltiger Entwicklung
Eine breite Kombination von Maßnahmen könnte am besten geeignet sein, sowohl die Ziele der Klimastabilisierung als auch die meisten UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Diese Maßnahmen reichen von der CO2-Bepreisung über die Regulierung des Schutzes von Wasser und Wald bis hin zu Lebensstiländerungen, wie eine neue Studie zeigt. Die Wissenschaftler heben das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen Ziele hervor. Eine nur auf die CO2-Preise konzentrierte Politik wäre am billigsten, würde aber wahrscheinlich auf Kosten des Schutzes von Landflächen gehen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news697870

Palmöl: Die CO2-Kosten der Abholzung
Palmöl hat einen festen Platz in unserem Alltag, doch seine intensive Produktion hat massive Auswirkungen auf die Umwelt. Darauf weist eine Studie der ETH Lausanne und der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL hin. Dennoch zeichnen sich kurz- und langfristige Lösungen ab. ▶▶ http://idw-online.de/de/news697885

"Bänder des Lebens" vernetzen Lebensräume und Menschen
Der Name des neuen Naturschutzgroßprojekts ist Programm. Denn die Vernetzung der Lebensräume von typischen Tier- und Pflanzenarten und landschaftsprägenden Nutzungsformen in der Region haben sich die Träger des Projekts als Leitziel gesetzt.
Schwarzelühr-Sutter: "Naturschutzgroßprojekte sind die Leuchttürme des Naturschutzes in Deutschland. Sie nehmen besonders schutzwürdige Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung in den Blick. Der Hunsrück erfüllt diese Kriterien in herausragender Weise. Er ist einer der wertvollsten Naturschätze unseres Landes."
▶▶ http://idw-online.de/de/news698072

Insektensterben bedroht auch die Zukunft unserer Kinder und Enkel
Kinder- und Jugendärzte fordern vor dem Hintergrund eines konstanten Rückgangs der gesamten Biomasse fliegender Insekten einen konsequenten, ökologischen Umbau der landwirtschaftlichen Produktionsweise. Allein dadurch kann die biologische Diversität der Insekten-, Vogel- und Pflanzenwelt in Deutschland und Europa und damit eine enkel-taugliche Zukunft unserer Kinder gesichert werden. Verantwortlich sind die intensiven Praktiken der Landwirtschaft wie die Nutzung von Pflanzenschutzmitteln, Dünger sowie die Beseitigung von Blühstreifen und Hecken entlang der Felder. ▶▶ http://idw-online.de/de/news698168

05.07.2018

Sind Schnecken wirklich so schlimm?
Schnecken haben einen schlechten Ruf und werden brutal bekämpft. Grundkenntnisse der Schneckenbiologie ermöglichen ein friedlicheres Miteinander. ▶▶ Mehr

Katzen für Reptilien noch schlimmer
Haus- und verwilderte Katzen sind begnadete Jäger. Sie erlegen nicht nur Vögel, sondern auch Reptilien. Ihre Bilanz ist verheerend für Echsen und Co. ▶▶ Mehr

Finkenjagd ist illegal
In vielen europäischen Ländern ist die Jagd auf Finken untersagt, doch nicht auf Malta. Die Insel ist daher fast vogelfrei. Ein Urteil könnte das nun ändern. ▶▶ Mehr

Neue Leberegelschnecken erstmals in Europa gesichtet
In der Karibik verbreitet die Wasserschnecke Galba cubensis den Großen Leberegel. Jetzt ist sie erstmals auch in Europa aufgetaucht. ▶▶ Mehr

Klimaschutz: Weniger Lachgas aus der Landwirtschaft
Lachgas gehört mit Kohlendioxid und Methan zu den bedeutendsten Treibhausgasen: Es ist etwa 300-mal so klimaschädlich wie Kohlendioxid. In Deutschland ist überwiegend die Landwirtschaft für die Emissionen von Lachgas verantwortlich, vor allem bedingt durch den intensiven Einsatz von Stickstoffdünger. Die möglichen Folgen – mit Blick auf Nahrungsmittelproduktion und Klimawandel – wird eine neue Forschergruppe am Karlsruher Institut für Technologie untersuchen. Ziel des deutsch-französischen Programms ist es, die Klimaforschung im Anschluss an das Pariser Abkommen zu stärken. ▶▶ http://idw-online.de/de/news698280

BfN zeichnet Vorhaben zur Entwicklung von Klimawandel-Indikatoren aus
Aussagen über den Zustand von Natur und biologischer Vielfalt oder auch über das Ausmaß von Umweltbelastungen werden mit Hilfe von Indikatoren getroffen. Ein Indikator übersetzt komplexe Sachverhalte in messbare Größen und Zahlenwerte, die für die Öffentlichkeit verständlich sind und der Politikberatung dienen. ▶▶ Mehr

Jubiläum: 25 Jahre Michael-Otto-Institut im NABU
Das Michael-Otto-Institut im NABU (MOIN) und die Integrierte Station Eider-Treene-Sorge des Schleswig-Holsteinischen Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) feierten am vergangenen Wochenende in Bergenhusen ihren 25. bzw. 20. Geburtstag. Die Jubiläumsfeier, die die tiefe Verwurzelung des Bergenhusener Naturschutzes in der Region verdeutlichen soll, stand ganz unter dem Motto "Gemeinsam in Bewegung". ▶▶ Mehr

CO2-Reduzierung: Bekommen wir noch die Kurve?
Der Anteil erneuerbarer Energien wächst rasant. Doch die Zeit, um den Kohlendioxid-ausstoß ausreichend zu drosseln, verrinnt ebenso schnell. Zu schnell? ▶▶ Mehr

 

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